Sonntag, 25. April 2010

Mein letzter Tag in Australien...

... ist genau heute! Und ich weiss nicht, ob ich lachen oder weinen soll.
Irgendwie kann ich gerade auch nicht genau schreiben, was in den letzten Wochen noch so passiert ist.
Unser Roadtrip mit Stefan war einfach grossartig und die letzte Nacht in Perth wundertoll! Wir haben dort am Strand fast alle unsere Freunde aus Melbourne wiedergetroffen und hatten eine Riesenparty am Strand inklusive BBQ und Nachtschwimmen im Meer :)
Und naja, jetzt waren wir die letzten Tage noch in Sydney und haben ne Menge eingekauft und gefeiert...
Heute ist unser letzter Abend und wir werden ordentlich die Sau rauslassen!
Mittwoch komm ich dann gegen Mittag in Frankfurt an... aiaiai. Das wird was! Ich freu mich auf euch, Leute!
Also falls wir Bangkok ueberleben, ne? Ziemlich doof, denn eigentlich wollten wir dort noch drei Tage in der Stadt verbringen, aber das ist ja jetzt zu gefaehrlich, deswegen werden wir wohl einfach die eine Nacht und den Tag am Flughafen verbringen. Yeah :/
Najaa! Bis Mittwoch dann :)

Freitag, 16. April 2010

Von Darwin nach Perth und ab in den Suedwesten :)

Halli Hallo!

Sooo... Ich bin mittlerweile in Denmark, einem kleinen Dorf im Suedwesten Australiens und ich wollt euch mal erzaehlen, wie ich hier gelandet bin :)

Letzte Woche Donnerstag sind wir von Darwin weiter nach Perth geflogen, worueber ich auch ehrlich gesagt sehr gluecklich war. Darwin war zwar ganz cool und wir hatten nette Leute auf dem Zimmer, aber es war einfach viel zu heiss da oben und mein Ausschlag ist immer schlimmer geworden.

In Perth angekommen mussten wir uns erstmal ueberlegen, wie wir in unser Hostel kommen wuerden, denn es lag ziemlich weit ausserhalb im Vorort Cottesloe und war mit oeffentlichen Verkehrsmitteln kaum zu erreichen. Also ab ins Taxi. Der Spass hat uns dann mal eben 45 Dollar gekostet... Naja, war okay. Spaetestens als wir den schoenen Strand erblickten! Das Hostel war einfach perfekt gelegen... Man musste nur kurz vor die Tuer gehen und war sofort am Meer! Das haben wir dann gleich ausgenutzt, haben uns nur unsere Bikinis und ein Handtuch geschnappt und uns in die Sonne gelegt. Den Abend verbrachten wir nur damit, uns zu ueberlegen, was wir in Perth so alles ansehen koennten in den naechsten 12 Tagen. Und 12 Tage sind eine lange Zeit, um eine Stadt wie Perth zu erkunden! Da kam uns die Idee, dass wir Perth ja auch verlassen und einen kleinen Trip in Richtung Suedwesten machen koennten.

Am naechsten Morgen ging es dann ab ins Stadtzentrum, wo wir uns zunaechst einmal ins Informationscenter begaben, um zu schauen, was fuer Ausfluege dort angeboten wurden.

War aber nicht so erfolgreich... Die ganzen Touren haetten unser Budget gesprengt. Es ging also ab ins Internetcafe, wo wir eine Anzeige schalteten und nach einer Mitfahrgelegenheit Richtung Sueden suchten. Dort stiessen wir dann auf die Anzeige von Stefan, einem deutschen Winzer, dessen Plan es war, ein Auto zu mieten, um etliche Weingueter im Suedwesten zu erkunden. Es war mal wieder alles ziemlich spontan, aber wir schrieben ihm einfach mal eine Nachricht, dass wir Interesse an dem Trip haetten. Haetten aber nicht damit gerechnet, dass er sich wirklich meldet! Wir sassen nachmittags wieder im Hostel und waren etwas frustriert, weil unser Plan irgendwie nicht aufzugehen schien, als ploetzlich das Telefon klingelte. Es war Stefan! Er bot uns an, dass wir am naechsten Tag einen Roadtrip mit ihm starten koennten. Nach einigem Gruebeln kamen wir zu dem Entschluss, dass es vielleicht ganz lustig werden koennte so von einem Weingut zum anderen zu fahren, hehe.

Also gaben wir Stefan unsere Zusage und packten unseren Kram zusammen. Abends ging es dann noch ab in den Pub um die Ecke, wo wir eigentlich nur ein Bier trinken wollten. Eigentlich... Dann lernten wir aber Jamie, Jimmy und Jake kennen :D Und da es Jimmys Geburtstag war, musste natuerlich gefeiert werden. Als der Pub gegen 24 Uhr schliessen wollte, machten wir uns auf den Weg zu Jake nach Hause. Im Garten wurde dann weitergefeiert und es war alles in allem ein ziemlich lustiger Abend! Happy Birthday, Jimmy :D

Am naechsten Morgen machten wir uns dann auf den Weg nach Midland, wo wir uns mit Stefan treffen sollten. Der kam dann auch fast puenktlich dort an und es konnte losgehen. War erstmal etwas komisch, bei jemandem mitzufahren, den man vorher noch nie gesehen hat, aber es stellte sich schnell raus, dass wir uns verstehen wuerden :)

Erster Anlaufpunkt war das kleine Weinstaedtchen Margaret River. Aber auch auf dem Weg dorthin gab es schon einiges zu sehen. So zum Beispiel das Delfincenter in Bunbury (naja, Delfine gab es dort irgendwie nicht, deswegen fuhren wir auch schnell weiter, aber war trotzdem ganz nett haha), ein "Horse and Countrymusic Festival" (das wir uns aber nur von aussen anschauten), den laengsten Steg der Welt (reicht ca. 2 km ins Meer hinaus) und den Leuchtturm im Cape Naturaliste National Park.

In Margart River ging es dann auch relativ frueh ins Bettchen, denn die letzte Nacht war ja lang gewesen ;)

Der naechste Morgen begann mit einem Ausflug zum lokalen „Wine Festival“. Zusammen mit Yeta, einem Maechen, das wir im Hostel kennengelernt hatten, und Stefan ging es zum ersten Weingut, dem Leeuwin Estate. Dort mussten wir dann aber feststellen, dass der Eintrittspreis bei 60 Dollar lag, was uns ein bisschen zu viel war. Also ging es ab zum naechsten Weingut, dem Willespie Estate. Dort musste man keinen Eintritt zahlen und konnte kostenlos etliche Weine testen! Es war unglaublich! Stefan hatte uns vorher erklaert, dass Wein viele verschiedene Aromen haben kann und meinte, es gaebe Wein, der nach Apfel oder Banane schmeckt. Wir haben ihn daraufhin fuer verrueckt erklaert. Aber als wir dann da standen und selbst intensiv am guten Wein schnueffelten, konnten wir die seltsamsten Dinge herausriechen: gekochten Broccoli, Grapefruit, Pilze, gruenen Apfel, Pferdeschweiss :D Klingt komisch, aber war wirklich so! Muesst ihr mal austesten! Nach der Weinprobe machten wir es uns noch auf einer Wiese gemuetlich, lauschten der Livemusik (ein aelterer Herr mit Gitarre) und assen eine Kleinigkeit. Es war einfach perfekt! Genauso wie man sich ein kleines Weinfest vorstellt. Ich kam mir vor wie in einem Werbespot fuer Ruegenwalder Teewurst oder so :D

Danach ging es noch zu einem weiteren Weingut, das aber etwas edler und auch viel groesser war. Eine weitere Weinprobe stand an und wir fingen langsam an, ein wenig herumzukichern, hihi. Stefan hat den Wein natuerlich immer weggespuckt, denn er war ja der Fahrer. War lustig so zu tun, als haette man Ahnung von Wein. Wir haben unser immer einschenken lassen, dann das Glas ein wenig geschwenkt, um die Aromen freizusetzen und dann ausgiebig geschnueffelt, um nachher sagen zu koennen, dass der Wein sehr fruchtig riecht und im Abgang nach Erdbeere schmeckt :D Oder so aehnlich. Der Mann, der uns eingeschenkt hat, hatte viel zu lachen. Wir uebrigens auch.

Abends kamen wir dann wieder in Margaret River an und gingen gemeinsam etwas essen. Danach sassen wir noch ewig auf der Terasse des Hostels und haben ueber Gott und die Welt geredet. Gegen zehn Uhr bekamen wir dann noch Besuch von Lucie, Magalie und Jeanne, drei Freundinnen, die wir in Melbourne kennengelernt hatten. War schoen, sie nochmal wiederzusehen! Als es draussen anfing zu regnen, zogen wir ins Wohnzimmer um, wo irgendwann die Kissenschlacht des Jahrhunderts startete :D Ich weiss gar nicht mehr, wer damit angefangen hatte, aber wir verbachten die naechste Stunde damit, uns gegenseitig Kissen an den Kopf zu schleudern und konnten vor lauter Lachen gar nicht mehr reden. Grossartige Nacht! Gegen halb sechs Uhr morgens ging es dann auch mal ins Bett.

Und aeh ja. Den naechsten Tag verbrachten wir dann groesstenteils auch damit, im Bett zu liegen. Stefan war schon wieder auf Weintour, aber wir fuehlten uns wirklich nicht nach Weinprobe. Gegen nachmittag erkundeten wir dann ein bisschen die Stadt und abends ging es sehr frueh ins Bett. Kein besonders ereignisreicher Tag...

Von Margaret River ging es am naechsten Morgen weiter nach Augusta. Auf dem Weg dorthin hielten wir an zwei Tropfsteinhoehlen, der Lake Cave und der Mammoth Cave. In jeder der beiden Hoehlen bekamen wir eine Fuehrung, was sehr interessant war.

Den Abend verbrachten wir in unserem Hostel in Augusta, wo wir eine Runde Monopoly (grausames Spiel) und eine Runde Cluedo spielten. Dabei tranken wir dann noch ein bisschen was von Stefans Wein. Njammi!

Von Augusta aus machten wir uns am naechsten Morgen auf den Weg nach Pemberton. Zunaechst gab es aber noch eine Hoehle zu besichtigen, die Jewel Cave. Auch ziemlich beeindruckend. Nach unserer dortigen Fuehrung ging es zum hoechsten Leuchtturm Australiens, den man fuer 15 Dollar haette besteigen koennen. War uns aber zu viel. Wir schlenderten ein wenig an der Kueste entlang und machten uns dann auf zum Gloucester und zum Bicentennial Tree. Das sind zwei riesige Baeume, die im Wald in der Naehe von Pemberton stehen und die man hochklettern kann. Um den Baumstamm herum sind immer so riesige Schrauben angebracht, die als Treppenstufen dienen und die man hinaufsteigen kann. Gesichert ist man dabei nicht und wenn man klettert, dann auf eigenes Risiko. Aber da wir ja schonmal da waren... Der erste Baum war schrecklich! Ich hatte eine Riesenangst und hab mir alle zwei Schritte ueberlegt, ob ich nicht lieber umkehren soll. Aber am Ende war ich dann doch oben und konnte aus ganzen 62 Metern Hoehe das Umland betrachten. Die Menschen, die unten standen, sahen aus wie kleine Ameisen. Ist schon lustig, auf einem so hohen Baum zu stehen und im Wind hin- und herzuschaukeln. Hatte trotzdem noch Angst. Der zweite Baum, den wir bestiegen, war dann sogar 75 Meter hoch und als wir oben auf der Plattform standen, fing es ploetzlich an zu nieseln. Haette etwas gefaehrlich werden koennen, da die „Stufen“ natuerlich rutschig werden. Aber wir kamen heile wieder unten an. War ein richtig tolles Erlebnis und hat viel Selbstueberwindung gekostet. Wuerd ich glaub ich nicht nochmal machen :D

Die Nacht verbrachten wir in Pemberton. Haessliches kleines Dorf. Pfui. Aber das Hostel war ganz cool. War so ein altes Wohnhaus, wo man mit sechs anderen Leuten drin geschlafen hat. So mit Veranda und eigenem Garten und Doppelbett im Zimmer J

Am naechsten Tag ging es aufs Picardy Weingut, wo uns der Winzer auch herumfuehrte und uns einiges erklaerte. Auf Weinprobe hatten Tona und ich aber noch keine Lust so frueh am Morgen. Der Winzer selbst war ziemlich lustig und meinte, er haette einen leichten Hangover von letzter Nacht und wuerde sich schon auf sein Bettchen freuen. Dann hat er uns noch geraten, Pemberton so schnell wie moeglich zu verlassen, weil die Leute dort alle seltsam seien und es Menschen dort gaebe, deren Bruder auch gleichzeitig ihr Vater sei oder so. Haha.

Es ging also weiter zum „Giant Tangle Tree“, einem Baum, der knapp 300 Jahre alt ist und innendrin von Feuer und Insekten ausgehoehlt wurde. Man kann sich dann quasi in den Baum reinstellen und fuehlt sich wie in einem riesigen Zelt. Schon krass. Muss euch Bilder zeigen!

Danach fuhren wir noch ins „Valley of the Giants“ und machten den „Tree Top Walk“. Da laeuft man praktisch ueber so ein Eisengeruest von Baumkrone zu Baumkrone und hat die perfekte Aussicht! Wunderwunderwunderschoen. Abends checkten wir dann in Denmark in unserem Hostel ein und fuhren noch zum William Bay, einem nahegelegenen Kuestenstreifen. Dort gab es u.a. auch die „Elephant Rocks“ zu sehen – riesige Felsen in Form von Elefanten. Es war schon relativ spaet und so setzten wir uns auf einen der vielen Felsen und bewunderten den Sonnenuntergang. Sehr romantisch!

Naja. Und jetzt ist es schon wieder Freitag und wir haben nur noch 9 Tage, dann fliegen wir (hoffentlich) schon nach Bangkok. Kommt mir seltsam vor. Die Zeit vergeht viel zu schnell L

Ich hoff, ihr freut euch ein bisschen auf mich, hihi. Ist naemlich nicht mehr lange. Ich komm uebrigens am 28. April zurueck – nur, damit ihr alle Bescheid wisst :D

Adios, muchachos!

Montag, 5. April 2010

Zwei Tage im Kakadu National Park

Samstag und Sonntag haben wir im Kakadu National Park verbracht und es war wunderschoen!
Samstag morgen sind wir gegen 7 Uhr morgens von unserem Tourguide im Gelaendewagen abgeholt worden. Es war eine relativ kleine Gruppe (nur 9 Leute), aber mehr haetten auch nicht in den Wagen gepasst!
Es ging dann los Richtung Nationalpark... Auf dem Weg stoppten wir noch am Adelaide River und nahmen an der "Jumping Croc"- Bootstour teil. War ziemlich krass. Man faehrt da so mit dem Boot ueber den Fluss und zwischendrin werden Krokodile herangelockt (mit fetten Stuecken Fleisch njammii... :/). Die Krokos kommen dann auch angeschwommen und springen nach dem Fleisch, das an so einer Art Angel haengt. War imposant, sich diese Tiere mal in freier Wildbahn und ganz aus der Naehe anzuschauen. Ueberhaupt gibt es hier in der Gegend Unmengen von Krokodilen! An der Anlegestelle von dem "Jumping Croc"-Boot lag auch so eine Mappe voller gesammelter Zeitungsartikel, die alle von Krokodilangriffen auf Menschen handelten. Wuaah. Denen will man nicht zu nahe kommen!
Nach der Bootsfahrt ging es weiter in den Nationalpark, wo wir uns dann Aboriginal Rock Art anschauten... Das ist so eine Art Hoehlenmalerei. Die Motive wiederholen sich auch meistens: Fische, Schildkroeten, Wallabies. Manchmal muss man genauer hinsehen, um ueberhaupt etwas sehen zu koennen, denn die Zeichnungen sind zum Teil sehr alt und verwaschen. Besonders interessant fand ich die "Contact Art": Bilder von Maennern mit Pfeife im Mund und Gewehr, die auf den ersten Kontakt mit europaeischen Siedlern hinweisen.
Die Nacht verbrachten wir in einem riesigen Zelt, in dem es sogar richtige Betten gab und gottseidank auch Ventilatoren, denn die Hitze hier ist kaum auszuhalten!
Am naechsten Morgen machten wir uns auf in Richtung "Motorcar Falls" und durften auf dem Weg dorthin einen riesigen Termitenhuegel bestaunen... Der war mindestens drei bis vier Meter hoch und etwa 90 Jahre alt.
Der Weg vom Parkplatz bis zu den Motorcar Falls (die heissen uebrigens so, weil man frueher mit dem Auto direkt dorthin fahren konnte) war ganz schoen anstrengend, was aber groesstenteils an der drueckenden Hitze lag. Aber als wir ankamen, war das alles gleich wieder vergessen, denn es war einfach wunderschoen! Wir durften dort schwimmen gehen und konnten uns abkuehlen und danach noch ein bisschen in der Sonne liegen. Wie im Paradies :)
Danach ging es dann gleich weiter zum naechsten Wasserfall am Boundarie Creek... der war fast noch besser! Ich muss unbedingt Bilder hochladen, weil ich das gar nicht richtig in Worte fassen kann. Auf jeden Fall durften wir dort dann auch schwimmen gehen und alle waren happy :D
Danach war es dann auch schon an der Zeit, zurueck nach Darwin zu fahren, denn die Fahrt allein wuerde etwa vier Stunden dauern.
Naja. Jetzt sind wir wieder zurueck in der Stadt und ich muss sagen... ich freu mich jetzt auch auf Perth :D Es ist einfach zu warm hier oben und ich hab schon wieder meinen Hitzeausschlag bekommen :( Am liebsten wuerde man einfach den ganzen Tag im Zimmer hocken neben der Klimaanlage! Aber wir gehen jetzt mal zum Strand :)
Bis baaald!

Sonntag, 4. April 2010

Im Herzen Australiens :)

Den Text hab ich letzten Freitag geschrieben und kann ihn jetzt erst reinstellen, nuuur damit ihr Bescheid wisst :)

Von Adelaide ging es letzte Woche Donnerstag mit dem Flugzeug nach Alice Springs. Der Flug verlief dieses Mal eigentlich ziemlich gut und Tonas Angst verging auch, als sie den Piloten erblickte: „Eh, Anna! Schau mal, der sieht gut aus, der muss einfach kompetent sein!“ Jedenfalls kamen wir munter und gesund am Flughafen in Alice Springs an. Das erste, was mir dort auffiel, war die Hitze! Naja… wir waren schliesslich auch Mitten in der Wueste gelandet, aber es war doch ein kleiner Schock. Als naechstes stellten wir fest, dass alles voller Fliegen war! Richtig eklig! Die sind einem die ganze Zeit im Gesicht rumgekrabbelt und manchmal sogar bis in die Mundhoehle hinein. Baeh. Nach einer halben Stunde kam uns jedenfalls ein Shuttlebus abholen und brachte uns zum „Toddy’s“, unserem neuen Hostel. Dort trafen wir gleich einige Leute, die am naechsten Morgen mit uns auf die 3-taegige Rock-Tour fahren wuerden. Gegen spaeten Nachmittag traf dann auch Tabea im Hostel ein, die anstatt zu fliegen mit dem Bus gekommen war. Wir machten uns erstmal auf zum naechsten Supermarkt und kauften ein bisschen was fuers Abendessen ein… Ja gut, ich geb’s zu… waren mal wieder Nudeln mit Tomatensosse :D Abends fand in einem Pub am Rande der Stadt ein „Luftgitarren-Wettbewerb“ statt, den wir uns unbedingt anschauen wollten. War aber eher langweilig. Wir hatten mit richtigen Luftgitarren-Profis gerechnet, aber die Teilnehmer dort haben das Ganze irgendwie selbst nicht so ernst genommen und es war etwas albern alles ;) Gegen 12 Uhr ging es fuer uns dann auch ab ins Bettchen, denn wir mussten am naechsten Morgen schon um 5 Uhr aufstehen. Um 6 Uhr wurden wir dann von unserem Tour-Guide Skip abgeholt und es ging ab ins Outback :) Das erste Ziel war der „Kings Canyon“, wo wir fuer etwa drei Stunden umherwanderten. Eine kurze Pause gab es im „Garden of Eden“. Dort hatten wir die Moeglichkeit, eine Runde schwimmen zu gehen und mir war auch schrecklich heiss und ich wollt sofort ins Wasser huepfen! Dummerweise musste ich dann feststellen, dass ich meine Bikini-Hose vergessen hatte. Zu doof… Nach der Wanderung fuhren wir noch ein ganzes Weilchen bis nach Curtin Springs, wo wir dann unser Nachtlager aufschlugen. Skip machte sich ans Kochen und zwei Jungs hatten sich dazu bereit erklaert, ein Lagerfeuer zu machen. Einer der Teilnehmer, Ludo, ueberraschte uns mit seinen musikalischen Kuensten und gab ein kurzes Didgeridoo-Konzert. War ziemlich cool! Danach durften sich dann alle mal an diesem Instrument versuchen, aber bei den meisten kam nur ein dumpfes „Toooeeeroooe“ heraus. Nach dem Essen brachte Skip uns dann dazu, das „Box-Game“ zu spielen… Dabei muss man eine kleine Pappkiste mit dem Mund vom Boden aufheben, ohne diesen mit Armen oder Beinen zu beruehren. Ist etwas schwierig zu erklaeren, sieht aber sehr lustig aus :) Irgendwann war es dann Schlafenszeit und wir kuschelten uns in unsere Swags (quasi Schlafsaecke, in die man sich mit seinem eigenen Schlafsack reinlegt) und schliefen unter einer Millionen Sterne ein :) Wunderwunderschoen! Am naechsten Morgen hiess es gegen viertel vor 6 schon wieder: „WAKE UP!“ Mir kam es so vor, als waere ich gerade erst eingeschlafen, denn man konnte immer noch die Sterne sehen! Nach dem Fruehstueck ging es auf zum Kata Tjuta und ins „Valley of the Winds“. Dort wanderten wir eine ganze Weile umher. In den Pausen erzaehlte Skip uns Einiges ueber die Kultur der Aborigines, auf deren Land wir uns ja gerade aufhielten. Skip zeigte uns, welche Pflanzen sie zur Herstellung von Waffen oder Medizin benutzten und erklaerte, dass es auch heute noch Aborigines gibt, die versuchen, diesen alten Lebensstil beizubehalten. Er erzaehlte uns ausserdem einige Aborigine-Geschichten zur Entstehung der Landschaft, die sich von den geografischen Erklaerungen sehr stark unterscheiden. Ganz grob gesagt glauben die Anangu (die Aborigines der Gegend) daran, dass bestimmte Formationen (so wie der Uluru, Kings Canyon oder Kata Tjuta) dadurch entstanden sind, dass fantastische Wesen (oftmals halb Mensch, halb Tier) durch das Land gezogen sind und dabei bestimmte Elemente des Landes geformt haben. Es weiss aber niemand so genau, ob diese Geschichten wirklich die sind, die sich die Anangu untereinander erzaehlen, denn sie sind sehr darauf bedacht, dass nicht all ihr Wissen fuer die Oeffentlichkeit zugaenglich gemacht wird. Skip erklaerte uns ausserdem, dass Wissenschaftler heraus gefunden haetten, dass die Aborigines nicht vom Homo sapiens, sondern vom Homo erectus abstammen und sich deswegen seit 33000 Jahren aeusserlich nicht stark veraendert haben. Inwieweit das alles stimmt, kann ich nicht beurteilen, weil ich noch nicht die Zeit hatte, mich genauer mit dem Thema auseinanderzusetzen. Jedenfalls haben wir dann noch erfahren, dass die Aborigines bis 1956 (!!!) unter dem Begriff „Flora und Fauna des Landes“ eingeordnet waren und dass die „weisse Bevoelkerung“ Australiens bis heute keinen grossen Fortschritt in Sachen Rassismus gemacht hat, was mir allerdings schon vorher aufgefallen war… Wenn man Australier auf ihre Beziehung zu den Aborigines anspricht, dann hoert man meistens: „Sind Alkoholiker, die auf unsere Kosten leben“. Skip hat uns auch erzaehlt, dass man an australischen Schulen nichts lernt ueber die Kultur dieser Menschen und dass die meisten Australier einfach keine Ahnung haben, sich aber auch nicht dafuer interessieren. Man sieht oftmals betrunkene Aborigines vor den Bottle-Shops in grossen Staedten sitzen, aber warum viele dieser Menschen dem Alkoholismus verfallen sind, danach fragt niemand. Es ist mir auch schon des Oefteren aufgefallen, dass Menschen den Kontakt mir Aborigines meiden und ihnen gewollt aus dem Weg gehen. Alle sehen ein grosses „Aborigine Problem“, aber keiner kommt auf die Idee, dass das Problem die Australier selbst sein koennten. Ich will hier jetzt eigentlich gar nicht so viel dazu schreiben, mit meinem Halbwissen, aber bestimmte Dinge, die Skip uns erzaehlt hat, haben mich sehr nachdenklich gestimmt und traurig bzw wuetend gemacht. So hat er uns zum Beispiel gesagt, dass Aborigines gar keinen Sinn fuer materiellen Wert haben und dass es schon vorgekommen ist, dass man ihnen ein Auto geschenkt hat und sie es so lange gefahren haben, bis der Sprit leer war und es danach am Strassenrand haben stehen lassen. Oder dass sie ein Haus zur Verfuegung gestellt bekommen haben und dieses dann nachts, als es ihnen zu kalt wurde, angezuendet haben. Skip war der Meinung, dass man die staatliche finanzielle Unterstuetzung fuer die Aborigines kuerzen solle und ihnen stattdessen erst einmal beibringen muesse, mit Geld umzugehen. Das hat mich traurig gemacht. Ich muss erst noch mal genauer ueber alles nachdenken und mich besser informieren, dann werde ich bestimmt noch mehr zu dem Thema schreiben, denn es laesst mich nicht mehr los. So, wo war ich noch mal? Achja… also nachdem wir durch das „Valley of the Wind“ gewandert waren, ging es kurz zu unserem naechsten Campingplatz, wo wir die Moeglichkeit hatten, uns zu duschen. Dann ging es sofort weiter zum „Uluru-Schauplatz“, denn wir wollten den Sonnenuntergang nicht verpassen. Es war schon krass, den Uluru/Ayers Rock zu beobachten, waehrend die Sonne langsam unterging. Die Farbe des Steins veraenderte sich von Minute zu Minute… aber irgendwie kam nicht die richtige Stimmung auf, weil wir uns unseren Schauplatz mit hunderten von Touristen teilen mussten, die alle dort sassen, ihre Kameras aufbauten und Weinschorle schluerften. Wir waren ganz zufrieden mit unserem Bier :) Nach dem Sonnenuntergang ging es zurueck ins Camp, wo wir noch gemuetlich am Feuer sassen und Geschichten erzaehlten. Am naechsten Morgen ging es erneut zum Uluru-Schauplatz, denn wir mussten ja auch noch den Sonnenaufgang bestaunen! Danach fuhren wir dann naeher an den riesigen Stein heran und spazierten einmal herum. Es gab einige Touries, die hinaufkletterten, aber Skip erklaerte uns, dass die Anangu es nicht gerne sehen, wenn Touristen ihr „heiliges Land“ betreten (was uebrigens auch auf einem riesigen Schild zu lesen war) und dass er es besser faende, wenn wir aus Respekt auf das Besteigen des Uluru verzichten wuerden. Das hat dann auch gottseidank jeder verstanden und so reichte es uns vollkommen aus, den Stein von unten zu bewundern. Danach ging es dann auch schon wieder zurueck Richtung Alice Springs – allerdings mit kurzem Zwischenstopp auf einer Kamelfarm, wo wir je nach Belieben eine Runde reiten durften. Zurueck in Alice war ich ziiiemlich k.o., aber es blieb nicht viel Zeit zum Ausruhen! Abends trafen wir uns mit allen Teilnehmern der Tour zum Dinner in der Rock Bar und danach wurde noch ordentlich gefeiert :) Montags hatten wir dann noch tagsueber Zeit, uns die Stadt ein wenig anzuschauen, was aber nicht sooo spannend war und am spaeten Nachmittag ging es ab zum Bahnhof… Mit der „Ghan train“ machten wir uns auf den Weg nach Darwin (23.5 Stunden Zugfahrt puuuh…), wo wir jetzt gerade auch noch sind. Heut Abend ist unser letzter Abend mit Tabea und dann geht es fuer Tona und mich morgen ab in den Kakadu National Park und naechste Woche dann schon rueber nach Perth an die Westkueste. Ich bin ja mal gespannt… Nur noch knapp vier Wochen und dann sehen wir uns schon wieder, Leute ;) Machts gut, bis bald!



Der Zug nach Darwin!


Warten auf den Sonnenuntergang am Uluru


Uluru...


Kata Tjuta...


Kata Tjuta


Die rote Wueste :)


Kings Canyon

Montag, 22. März 2010

Roadtrippin' with my two favourite allies... :) - Melbourne to Adelaide!









Vorgestern sind wir in Adelaide angekommen und es liegt eine ereignisreiche Woche hinter uns :) Der Roadtrip von Melbourne ueber die Great Ocean Road bis hierher war wunderwunderwundertoll! Schade, dass es schon vorbei ist... Hier die Highlights unserer einwoechigen Reise:

Letze Woche Montag ging es los! Wir standen frueh morgens auf und nahmen ein Taxi bis zum Campervan Verleih, denn dieser lag ziemlich weit ausserhalb. Dort durften wir dann unseren wunderschoenen Van in Empfang nehmen und wir waren alle begeistert: aussen war der Wagen mit Graffity besprueht und zu sehen waren... die Beatles :) Hatte schon Stil! Als wir dann losfuhren lief auch erstmal "Let it be" im Radio und alle sangen mit.
Es ging dann zunaechst wieder zurueck zum Hostel, wo wir unsere Sachen einladen wollten. Als alles verstaut war, sollte es dann eigentlich losgehen, aber es gab ein kleines Problemchen... irgendwie konnten wir den Schluessel nicht umdrehen in der Zuendung und das Auto wollte nicht starten. Wir sind also erstmal wieder rein und haben den Service angerufen, um Hilfe anzufordern. Die wollten uns dann auch jemanden hinschicken, aber wir hatten keine Lust mehr zu warten und sind in den Toyota Laden gegangen, der 100 Meter weiter lag. Einer der Mitarbeiter ist dann mit uns zurueck zum Auto gelaufen, um zu helfen. Im Endeffekt stellte sich dann raus, dass wir einfach nur den falschen Schluessel benutzt hatten, es gab naemlich drei :D Haha. Sowas Dummes. Naja. Es konnte dann losgehen Richtung Geelong, wo wir uns erstmal mit Essen eindeckten. Von Geelong ging es in die Surferhauptstadt Torquay und weil wir zu faul waren, uns eine abgelegene Stelle zum Campen zu suchen, verbrachten wir diese Nacht in einem Caravan Park direkt am Meer.
Am naechsten Tag ging es dann ab auf die Great Ocean Road, die schoenste Strecke, die mensch fahren kann! Links das Meer, rechts die Berge... Ich bin dann auch mal gefahren und durfte feststellen, dass es gar nicht so schwer ist, auf der linken Seite zu bleiben :) Wir durchquerten mehrere kleine Orte und hielten ueberall mal an, um uns die Highlights anzuschauen. Lookout points, Leuchttuerme, wundervolle Straende... In Lorne, einem kleinen Staedtchen, chillten wir ein wenig am Strand und fuhren danach zu den nahegelegenen "Erskine Falls", die ganz nett anzuschauen sind.
Die Nacht verbrachten wir auf einem Parkplatz in Wye River... direkt am Strand mit Toiletten, Duschen und allem!
Mittwochs ging es dann zum Einkaufen nach Apollo Bay und von dort aus nach Cape Otway, wo wir uns eigentlich einen Leuchtturm ansehen wollten... Dummerweise stand dieser aber auf einem Privatgelaende und die Besitzer verlangten ganze $16,50 fuer den Eintritt. Schweinerei! Das Geld haben wir uns dann gespart und sind nach einigen misslungenen Versuchen, uns auf das Gelaende zu schleichen, weitergefahren. Auf dem Weg wurden wir von einem netten, jungen Mann mit Fahrrad angehalten, der uns darum bat, ihn doch ein Stueckchen mitzunehmen, was wir natuerlich auch taten! Er erzaehlte uns dann, dass er selbst Backpacker aus Taiwan sei und gerade dabei waere, die Great Ocean Road mit dem Rad zu bewaeltigen. Ich muss schon sagen... Respekt! Immerhin ist diese Strecke 243 km lang und es geht die ganze Zeit bergauf- und wieder ab. Dementsprechend war uns der Mann dann auch sehr dankbar und wir hatten genug Gutes getan fuer diesen Tag :D
Wir hatten bis zu diesem Zeitpunkt ja schon einiges gesehen entlang der Great Ocean Road, aber nun sollte das absolute Highlight kommen: Die zwoelf Apostel! Die zwoelf Apostel sind eine uralte Steinformation, die eigentlich nur noch aus sieben Felsbloecken besteht. Diese Bloecke ragen aus dem Wasser hinaus und bieten ein wunderschoenes Panorama! Leider sind sie auch die Haupttouristenattraktion auf der Great Ocean Road und wir waren nicht die Einzigen, die sich das Ganze ansehen wollten. Es war aber trotz Gedraengel ein grossartiger Anblick - und wir hielten es bis zu dem Zeitpunkt auch noch fuer unglaublich einzigartig :D Auf der Weiterfahrt stellten wir dann aber fest, dass es die ganze Kueste entlang unterschiedlich geformte Felsbloecke gibt, die aus dem Meer ragen und wenn ich mir jetzt die Fotos ansehe, weiss ich schon nicht mehr ganz genau, was das alles ist... The Loch Art Gorge, The Razorback, The Grotto, The Arch oder doch The London Bridge? :D
Nee, Spass beiseite... es war wirklich wunderwunderschoen. Nur ein bisschen viel Stein auf einmal :D
Die naechste Nacht verbrachten wir im Staedtchen Port Campbell... naja, eher irgendwo ausserhalb des Staedtchens im Gebuesch (man muss sich ja vor der Polizei in Acht nehmen beim Schwarzcampen ;)). War etwas gruselig, aber wir haben's ja ueberlebt und am naechsten Morgen fuhren wir auch gleich wieder zum Strand, um kalt zu duschen! Dieses Mal hatten wir dabei auch reichlich Zuschauer: Bauarbeiter, Touries, Einheimische... als ob es so ungewoehnlich waere, sich unter der Stranddusche die Haare zu waschen ;)
An diesem Tag (unserem vierten) kamen wir dann nach einigen Zwischenstopps in der Stadt Warrnambool an, in der die Great Ocean Road endet. Schade :( Aber wir waren ja noch lange nicht in Adelaide!
Von Warrnambool ging es weiter in Richtung "Grampians National Park", der aber im Landesinneren liegt. Kurz vor dem Nationalpark hielten wir im Doerfchen Dunkeld und verbrachten die Nacht dort. Wir hielten unseren Stellplatz fuer ziemlich perfekt, aber morgens versammelte sich die ganze Dorfgemeinde beim Postamt gegenueber, um den woechentlichen Klatsch und Tratsch auszutauschen und das wurde dann auch ein bisschen lauter. Die Post schien dort wirklich der Haupttreffpunkt der Einheimischen zu sein, aber es gab dort ja auch keine Kneipe :)
Von Dunkeld ging es dann ab in den Grampians National Park... beautiful! Wir verbrachten den ersten Teil des Tages dort mit Wandern, denn man sollte den hoechsten Berg der Umgebung ja schon mal von oben gesehen haben. Puh! Anstrengend! Danach ging es noch zu den "Balconies"... von dort aus hatte man die perfekte Sicht ueber den ganzen Nationalpark! Zu guter letzt spazierten wir dann noch zu den "MCKenzie Falls", den schoensten Wasserfaellen, die ich bisher hier gesehen habe. War anstrengend, am Ende wieder zurueck zum Auto zu latschen :D Hat sich trotzdem gelohnt! Nach diesem Tag im Nationalpark waren wir alle ziemlich fertig und fuhren ins nahegelegene Doerfchen Carvendish, wo wir ganz legal auf einem kostenlosen Campingplatz uebernachteten! Der Sternenhimmel abends war uebrigens atemberaubend schoen :)
Samstags fuhren wir nach Portland, um mal wieder einkaufen zu gehen, aber es hielt uns nicht allzulange dort... Die Dame im Informationscenter der Stadt musste selbst lachen, als sie uns mitteilte, dass es in Portland nur eine einzige Ampel gaebe. Hehe.
Ein paar Kilometer entfernt von Portland liegt Cape Bridgewater, wo es den schoensten Strand Victorias geben soll. Wir fanden einen besseren und zwar nur fuenf Minuten weiter: Shelly Beach! Ein Paradies fuer Muschelsammler und fuer drei Maedchen, die mal ihre Ruhe haben wollten :) Der ganze Strand war verlassen und wir hatten das Meer fuer uns alleine. War leider etwas zu windig, um schwimmen zu gehen, aber trotzdem sehr cool!
Abends mussten wir dann noch ein Stueckchen fahren... ueber die Grenze nach South Australia und dann in die Stadt Mt Gambier. Dort schliefen wir auf einem Parkplatz direkt an einem der vielen Stadtgaerten. War etwas unruhig, aber in Ordnung.
Sonntag sollte dann unser letzter Tag on the road sein und wir waren alle etwas traurig, denn wir hatten unseren kleinen Campervan wirklich lieb gewonnen :(
Nach einem Zwischenstopp im Oertchen Robe (sehr, sehr schoen!), ging es dann direkt nach Adelaide, was ungefaehr fuenf Stunden dauerte. Da wir ja noch eine Nacht im Van hatten, fuhren wir nicht direkt ins Stadtzentrum, sondern in einen der Vororte. Dort sassen wir abends auf einer Mauer am Meer und bewunderten den Sonnenuntergang... romantisch! Dann brach die letzte Nacht an und wir mussten uns ein letztes Mal alle aneinanderkuscheln, weil es im Van ja recht eng ist mit drei Leuten! :)
Am naechsten Tag ging es dann ab in die Stadt, denn wir mussten uns nun ja ein Hostel suchen. Als wir eingecheckt hatten, erwiesen wir dem Beatles-Van die letzte Ehre und kritzelten von Innen die Decke an mit Edding :) Er soll sich ja an uns erinnern koennen!
Naja. Jetzt sind wir in Adelaide und haben kein Auto mehr. Dafuer steht aber seit gestern unsere Outback-Tour fest! Morgen gehts fuer Tona und mich mit dem Flieger nach Alice Springs, drei Tage um den Uluru und dann von dort aus mit dem Zug hoch nach Darwin. Tabea wollte nicht fliegen und ist heute morgen schon sehr frueh mit dem Bus losgefahren. Wir werden sie dann aber in Alice Springs wiedertreffen und die Uluru-Tour zusammen machen :)
Ich freu mich schon riesig darauf! Aber es ist auch schade, dass der Roadtrip so schnell vorbei sein musste... die Zeit rennt uns einfach so davon! Es war grossartig, ein eigenes Auto zu haben und anhalten zu koennen, wo und wann man gerade Lust hatte. Haetten wir eine Bustour gemacht, haetten wir nie so viel sehen koennen und nie so viel Spass gehabt!
Was solls... die Reise geht weiter und wir haben ja auch nur noch einen Monat Zeit. Nicht mehr viel... Komisch, wie schnell sieben Monate vorbei sein koennen, wenn man die Zeit seines Lebens hat :)

Ein nachtraeglicher Bericht: Die letzte Woche im schoenen Melbourne :(

In unserer letzten Woche in Melbourne packte uns ploetzlich das "Sightseeing-Fieber", denn wir stellten fest, dass wir in der langen Zeit, die wir nun schon in der Stadt verbracht hatten, eigentlich kaum herum gekommen waren.
Montags machten wir uns gemeinsam auf den Weg zum "Colonial Hotel", denn ich musste meinem Manager noch irgendwie verklickern, dass ich nicht mehr zur Arbeit kommen wuerde (ich hatte ja anfangs gesagt, dass ich plane, ca. 4 Monate zu bleiben, damit die mich ueberhaupt einstellen).
Dummerweise war aber geschlossen... naja, eigentlich war ich in dem Augenblick ganz froh darueber, denn ich hatte doch ein ziemlich mieses Gefuehl bei der Sache.
Danach setzten wir uns in die "City Circle Tram", eine Strassenbahn, die kostenlos einmal um die Stadt tuckert, und fuhren zu den Docklands. Vom Hafen haben wir dann allerdings nicht viel gesehen - dafuer gab es ein grosses Einkaufszentrum mit vielen schoenen Laeden :D Bloederweise waren wir zunaechst einmal hungrig und nach dem Essen dann zu faul, um shoppen zu gehen!
Den Montag Abend verbrachten wir im "Royal Park Hotel", einem Pub direkt um die Ecke, der auch meinem Boss Brad gehoert. Dort gab es "free BBQ" (Veggie Burger natuerlich!), Bier und eine Partie Billard.
Dienstags musste ich mich schon wieder auf den Weg zur Arbeit machen und dieses Mal war sogar geoeffnet. Mein Manager, Harry, hat es relativ locker genommen, als ich gesagt habe, dass ich Melbourne nun verlassen wuerde. Ganz so leicht ist mir der Abschied allerdings nicht gefallen, denn das Colonial war wirklich ein toller Arbeitsplatz: lockere Atmosphaere, liebe MitarbeiterInnen und verstaendnisvolle Gaeste. Hab echt gerne dort gearbeitet :)
Nachdem ich das Ganze dann hinter mir hatte, ueberlegten Tona und ich uns, wie es nun wohl weitergehen solle mit der Reise. Uns war klar, dass wir nach Adelaide wollten... nur WIE genau, das wussten wir nicht so genau. Da wir im Internet niemanden gefunden hatten, der uns haette mitnehmen koennen, kam uns die Idee, dass wir uns ja auch selbst ein Auto mieten koennten. Gesagt, getan! Wir machten uns also auf den Weg zu einem Car Rental, bei dem wir aber nie ankamen, denn auf dem Weg lag auch das "Peterpan's" Reisebuero. Eigentlich wollten wir uns dort nur mal wegen den Preisen fuer so einen Wagen erkundigen, aber als wir rauskamen, waren wir stolze Mieterinnen eines "Wicked Campervan" fuer drei Personen. Und weil ja Platz fuer drei war, wir aber erst zwei waren, mussten wir sofort Tabea, eine alte Freundin aus Tully, anrufen. Nach einigem Gruebeln gab sie uns dann auch ihre Zusage, dass sie sich mit uns auf die Reise nach Adelaide machen wuerde und der Roadtrip war gebongt! Juhu :)
Es war auf jeden Fall wieder eine spontane Entscheidung, aber die Vorfreude war riesig!
Mittwochs ging es in den Stadtteil "Fitzroy", denn man hatte uns waermstens empfohlen, vor unserer Abreise noch einen Blick auf die Brunswick Street zu werfen! Und ich muss sagen: Es hat sich gelohnt! In dieser kleinen Strasse reiht sich eine feine Boutique an die naechste und es gibt unheimlich viele alternative Szenepubs und Cafes. Beautiful! :)
Abends ging es dann mit dem Rest der "Bozo-Bande" zum "free BBQ" in den Turf Club (ihr merkt schon, BBQ ist hier ne ganz grosse Sache!). Als die meisten spaet abends schon nach Hause gegangen waren, entschieden wir restlichen Verbliebenen uns dazu, noch in eine Bar zu gehen. Die Bar war schlimm! Keine Leute da, keine Stimmung, niemand hatte was zu erzaehlen. Das aenderte sich, als ein Bekannter und ich die nicht vorhandene Tanzflaeche eroeffneten. Am Ende waren es dann auch ganze sechs Leute, die den Laden gerockt haben :) Also wir hatten unseren Spass.
Donnerstag war der Megatag: Zuerst ging es zum Chinatown, dann zur St. Paul's Church, dann zum zweiten Mal ins Australian Center For The Moving Image und hinterher noch aufs Eureka Skydeck. Der Eureka Tower ist das hoechste Gebaeude in der suedlichen Hemisphaere und von oben hat man eine fantastische Aussicht auf Melbourne und das Umland.
Abends trafen wir uns mit Tonas Arbeitskollegen Pantho im Irish Pub und tranken ein paar Bierchen.
Freitag, als sich unsere Zeit dann wirklich langsam dem Ende neigte, statteten wir dem Botanischen Garten einen Besuch ab. Absolutes Highlight dort war der "Shrine of Remembrance", ein Kriegsdenkmal fuer alle gefallenen australischen Soldaten. In jeder Stadt gibt es mindestens zehn dieser bescheuerten Denkmaeler, aber dieses hier war echt der absolute Hammer! Ein Mitarbeiter fuehrte uns in eine riesige Halle, in deren Mitte ein grosser Gedenkstein lag, auf dem geschrieben stand: "GREATER LOVE HATH NO MAN". Der Mann erklaerte uns voller Stolz, dass es in der Decke der Halle ein kleines Loch gaebe. Durch dieses Loch wuerde jedes Jahr am 11.11. um 11 Uhr (Karneval?) die Sonne genauso scheinen, dass das Licht auf das Wort "LOVE" des Gedenksteins faellt. Da das ja aber nur einmal im Jahr passiert und natuerlich jeder wissen will, wie sich das Ganze zutraegt, simulieren die das in diesem Shrine jede halbe Stunde mit kuenstlichem Licht. Oh man, ich muss jetzt beim Schreiben noch darueber lachen :D Naja, jedenfalls ging die Simulation dann auch los und alle BesucherInnen versammelten sich um diesen Stein. Es wurde dunkel und ueber einen Lautsprecher ertoente so eine Art "Kriegstusch". Tona und ich konnten uns das Lachen kaum verkneifen, als dann das kuenstliche Licht auf den Stein fiel und eine sehr ehrfuerchtige Stimme uns ermahnte: "You have to remember!" Leider fanden die anderen Leute es gar nicht witzig und weil wir ja auch niemanden stoeren wollten, entschieden wir uns dazu, den Shrine zu verlassen. Der Weg nach draussen wurde allerdings von einer Angestellten versperrt, die uns mitteilte, dass man waehrend der Zeremonie den Shrine nicht verlassen koenne! Zu komisch :D Wir haben es uns dann also noch bis zum Ende angehoert.
Freitag Abend fuhren wir alle gemeinsam in die Brunswick Street, um dort feiern zu gehen!
Samstags unternahmen wir tagsueber nicht allzuviel, aber abends sollte dann unsere Abschiedsparty steigen. Im Hinterhof unseres Hostels trafen sich all die Leute, die ueber die letzten Wochen zu unseren Freunden geworden waren und dann ging es schon wieder in die Brunswick Street, wo wir in einem Club, in dem wir wohl fast die einzigen Gaeste waren, ausgelassen tanzten und Spass hatten.
Es war toll, nochmal all die grossartigen Menschen an einem Ort versammelt zu sehen... selbst diejenigen, die am naechsten Tag arbeiten mussten, waren dabei!
Der Sonntag zog sich ein wenig in die Laenge und wir verbrachten die Zeit mit Waesche waschen und Packen. Abends mixte unser Freund Paul, der professioneller Barkeeper ist, uns dann Margaritas und wir sassen noch relativ lange zusammen und trauerten um die viel zu schnell vergangene Zeit im "Bozo Backpacker". Von einigen mussten wir uns jetzt schon verabschieden, was nicht gerade leicht fiel... Die zwei Monate in Melbourne waren definitiv mit die beste Zeit meines Lebens! Danke, Leute! :)
An dem Abend kam dann uebrigens auch noch Tabea in Melbourne an und das "Roadtrip Trio" war versammelt :)

Donnerstag, 18. März 2010

Nur ganz kurz...

Hey Leute!
Ich hab gerade nicht viel Zeit. Wollte euch nur wissen lassen, dass wir Melbourne mittlerweile verlassen haben und seit Montag zu Dritt im Campervan unterwegs sind Richtung Adelaide! Tabea, eine Freundin aus Tully, begleitet uns und wir hatten schon ne Menge Spass zusammen ;)
Der Abschied von Melbourne und den "Bozo"-Leuten ist nicht leicht gefallen und ich vermiss die Zeit jetzt schon ganz dolle... Wir wollen uns aber vielleicht alle in Perth treffen und eine letzte grosse Party feiern :) Ich hoffe, dass es klappen wird.
Mit unserem Van hat bisher auch alles gut geklappt... am Anfang hatten wir leichte Startschwierigkeiten, weil wir dummerweise den falschen Schluessel in die Zuendung gesteckt haben, haha. Hat dann ueber eine Stunde gedauert, bis wir das Problem erkannt hatten :D Die letzten Tage haben wir auf der GREAT OCEAN ROAD verbracht, die wunderschoenste Strecke, die ich je gefahren bin. Es geht anfangs die ganze Zeit an der Kueste entlang und man hat eine prima Aussicht aufs Meer und die Berge. Einfach unglaublich und nicht in Worte zu fassen!
Ich werde noch ausfuehrlicher davon berichten... gerade fehlt einfach die Zeit!
Wollt nur, dass ich wisst, wo ich mich im Moment so rumtreibe :)
Bis ganz bald!

Montag, 1. März 2010

Zweites Zuhause :)

So. Nach den ganzen Beschwerden, die bei mir eingegangen sind, dachte ich, dass es vielleicht mal wieder an der Zeit ist, etwas auf den Blog zu schreiben!
Es tut mir Leid, dass ich das so habe schleifen lassen! Hoffe, ihr verzeiht mir noch mal :)
Ich weiss jetzt auch gar nicht, wo ich anfangen soll. Muss erstmal meine Gedanken sortieren, denn es ist ja jetzt schon ueber einen Monat her, dass ich das letze mal geschrieben habe.
Tona und ich sind immernoch in Melbourne und es geht uns grossartig hier!
Unser Hostel, das "Bozo Backpacker's", ist wie ein zweites Zuhause geworden und ich will gar nicht mehr weg von hier. Ueber einen Monat leben wir jetzt schon dort und haben viele neue Freunde gefunden, viel zusammen gefeiert und unternommen!
Der Besitzer dieses Hostels ist ein grimmiger, alter Mann, den niemand leiden kann und der einfach mal grundlos Leute rausschmeisst, wenn er der Meinung ist, dass diese zu viel Laerm machen, aber wir hatten bisher Glueck und duerfen jetzt schon seit 5 (oder sind es 6?) Wochen dort wohnen.
Was die Arbeit angeht, so laeuft es fuer mich mittlerweile auch ganz gut. Das ist eine laengere Geschichte... Zunaechst einmal hat Tona dafuer gesorgt, dass ich in ihrem Cafe probearbeiten konnte, aber daraus ist leider nichts geworden. Waere cool gewesen, wenn wir zusammen gearbeitet haetten, aber die wollten mich irgendwie nicht :D Danach hat mein kleiner, brasilianischer Freund Bruno dafuer gesorgt, dass ich einen Tag lang house-to-house-selling machen konnte. Da geht man von Tuer zu Tuer und dreht den Leuten Isolierungen fuer ihre Daecher an, haha. Pro Haus haette ich irgendwie 50 Dollar bekommen, aber leider waren die meisten nicht interessiert oder hatten schon Isolierungen. Es war trotzdem ein lustiger Tag und die Leute, mit denen ich da unterwegs war, waren wirklich lieb, aber wirklich Geld haette ich damit nicht machen koennen.
In der selben Woche habe ich dann aber Brad kennengelernt und das war ein sehr gluecklicher Zufall! Brad ist der Besitzer von 6 Pubs in Melbourne und ist stinkereich! Als ich erfahren hab, dass in einem dieser Pubs nach Kellnern gesucht wird, bin ich sofort vorbei gegangen und hab mich vorgestellt. Brad hat mich dann fuer den naechsten Tag eingeladen, mit ihm in einen seiner Pubs zu gehen, damit er mich da ein bisschen rumfuehren kann. Also wollte ich am naechsten Abend losgehen, aber das Wetter war nicht ganz auf meiner Seite... es hat in Stroemen geregnet! Ich wollte schon absagen und wieder zuruecklaufen, aber Brad hat darauf bestanden, dass ich an dem Abend da bin und meinte, ich solle mir ein Taxi nehmen, er wuerde das dann auch bezahlen. Leider waren alle Taxen besetzt, also musste ich doch laufen und bin am Ende klitschenass im "Royal Melbourne Hotel" angekommen. Brad hat mich dann rumgefuehrt, mich allen moeglichen Leuten vorgestellt und mir ein Bier nach dem anderen ausgegeben. War ziemlich lustig, aber irgendwie ja nicht Sinn der Sache :D
Das ging dann erstmal so weiter und er hat fast jeden Tag angerufen und gefragt, ob ich Lust auf ein Bier oder eine Pizza hab, aber das hatte irgendwie nichts mehr mit meinem Job zu tun. Also hab ich nochmal nachgefragt und dann ist er dann doch mit mir losgezogen und hat mir drei weitere Pubs gezeigt, die ihm gehoeren. Ich konnte mir dann einen aussuchen, in dem ich gern arbeiten wuerde und meine Wahl fiel auf das "Colonial Hotel", ein Restaurant in der Stadtmitte, das nachts zum Nightclub wird. Dort hat Brad mich dann auch dem Manager, Harry, vorgestellt und der hat gesagt, dass ich zum Probearbeiten vorbei kommen koennte. Das Probearbeiten lief gut und jetzt bin ich glueckliche Kellnerin im Colonial! :) Es macht sogar echt Spass, dort zu arbeiten. Die Mitarbeiter sind alle nett und locker drauf und keiner meckert rum, wenn man mal was falsch macht. Ich bin auch froh, dass ich nur tagsueber arbeiten muss und nicht nachts im Club, denn so bin ich immer spaetestens um halb 11 zu Hause. Ist halt bloed, dass ich jetzt nur fuer so kurze Zeit dort arbeiten kann, denn in zwei Wochen geht es fuer Tona und mich bereits weiter, aber es ist auf jeden Fall besser, als den ganzen Tag rumzuhaengen und nichts zu tun!
Was noch so passiert ist?
Naja, ne Menge Parties und BBQs - unter anderem auch unsere Karnevalsparty! Das war ein Spass :D Tona und ich haben uns ueberlegt, dass es ja eigentlich lustig waer, wenn wir auch hier in Australien Karneval feiern koennten und dann haben wir einfach so aus Spass mal angefangen alles zu planen. Am Ende hatten wir ca. 40 Leute fuer die Idee begeistert. So sind wir dann an Weiberfastnacht schon frueh morgens auf den Markt und zu Aldi gegangen und haben alles moegliche an Essen und Getraenken besorgt. Es gab Burger, Nudelsalat, Chips, Suesses und 16 Liter Sangria :D (Ich hab den halben Morgen damit verbracht, Orangen zu schneiden!!!). Mein Kostuem hab ich mir im Second Hand Laden besorgt... hat mich ganze 10 Dollar gekostet! Tona hat ihrs selbst gebastelt :) Sie war Spongebob und ich Mexikaner, woohoo! Auch die anderen waren alle verkleidet, was uns wirklich ueberrascht hat! Es war auf jeden Fall eine der besten Naechte hier in Melbourne, auch wenn das Hostel nachher aussah, als haette der Blitz eingeschlagen :D Bozo, der muerrische Besitzer, war nicht so begeistert, haha.
Ihr sollt jetzt aber nicht denken, dass man in Melbourne nichts tun kann, ausser Party machen :D
Wir waren auch schon in einigen Ausstellungen... z.B. im "Australian Center for the Moving Image", ein Museum, das sich groesstenteils mit der Entwicklung des Films beschaeftigt, in dem man aber auch kostenlos nintendo Wii spielen kann :D
Dann haben wir uns in der "National Gallery of Victoria" die Ausstellung der australischen Kuenstlers Ron Mueck angesehen, der Menschen aus Wachs nachstellt. War ziemlich cool, aber leider ein bisschen zu klein... es gab dort nur 12 Kunstwerke zu sehen. Und in der Ausstellung "Utopia" waren wir auch noch! Da konnte man selber aktiv werden! Zum Beispiel in der "Musicbox"... da geht man rein und wenn man anfaengt zu tanzen, geht die Party los! Je wilder man tanzt, desto lauter wird die Musik und desto mehr Discolichter gehen an. War richtig lustig! :)
Ausserdem war ich noch in St Kilda am Strand, aber der ist ziemlich haesslich... total verdreckt und das Wasser ist wie so ne warme Suppe. Aber Strand ist Strand! :)
Dann haben wir auch noch Leute aus Tully wiedergetroffen - Annika und Lucy! Wir waren zusammen Kaffee trinken und haben ein bisschen gequatscht...
Einmal die Woche gehen die Jungs aus dem Hostel immer Fussball spielen im Park und da waren Tona und ich jetzt auch schon zwei mal dabei... naja, ich hab dann nach 20 Minuten aufgehoert, weils mir zu wild wurde, aber es war trotzdem lustig :D
Es ist komisch, wenn man sich ueberlegt, dass wir nur noch zwei Monate hier haben. Ich fuehl mich in Melbourne so wohl, dass ich gerade eigentlich gar nicht mehr hier weg moechte. Aber die anderen reisen jetzt auch alle nach und nach ab, was ziemlich traurig ist. Nach Tully haette ich nicht gedacht, dass so eine Zeit nochmal kommen wuerde, in der man Leute richtig gut kennenlernt und alles gemeinsam mit ihnen unternimmt. Und jetzt gehoeren wir quasi zur "Bozo Family", die sich aber nach und nach wieder aufloest... :( Fuer uns gehts in zwei Wochen weiter. Dann reisen wir Richtung Adelaide und von dort aus nach Alice Springs, Darwin und vielleicht sogar noch nach Perth. Komisch, wie die Zeit vergeht...

Mittwoch, 27. Januar 2010

Lebenszeichen



Jaa, es gibt mich noch! Ich hab nur schon lange nichts mehr geschrieben, ich weiss.
Wir sind immernoch in Melbourne und mir geht es eigentlich recht gut, aber mit der Jobsuche laeuft es nicht so toll.
Tona hat Arbeit in einem Cafe gefunden und ich war in einem Pub zum Probearbeiten eingeladen, aber das war einfach nur katastrophal.
Mittags sollte ich dort das Essen servieren und Tische abraeumen und saubermachen und so was alles, das war noch okay, obwohl ich es da schon stressig fand, denn in diesem Pub gibt es mehr als 100 Tische und fuer zwei Kellner ist das schon sehr viel.
Naja, jedenfalls sollte ich abends nochmal wiederkommen und eigentlich hinter der Bar arbeiten, aber der Manager hatte gar keine Zeit, mir irgendwas zu erklaeren, weil der Laden gerammelt voll war und so musste ich dann doch wieder servieren. Leider scheinen abends in diesem Pub nur Besoffene rumzuhaengen und so musste man sich doch einiges gefallen lassen von betrunkenen Typen, die die Haende nicht bei sich behalten konnten. Nach der Schicht habe ich dann dem Manager davon berichtet und das einzige, was er dazu gesagt hat, war, dass ich doch das naechste Mal bitte etwas Aufreizenderes anziehen solle. Das war dann weniger schoen. Die haben ausserdem gesagt, dass sie anrufen und sagen, wann ich arbeiten kommen kann und es hat sich bis jetzt noch keiner gemeldet und dem Geld laufe ich auch noch hinterher.
Die Tage danach bin ich also rumgelaufen, um etwas anderes zu finden, aber das ist hier in Melbourne gar nicht so leicht. Ich hab ungefaehr 40 Bewerbungen abgegeben und war in ueber 60 Restaurants, Cafes und Bars, aber keiner hatte Arbeit fuer mich :(
Es ist aber auch schrecklich... wenn man seine Bewerbung abgibt, sagen einem die Leute immer "Jaja, wir rufen dich dann die Tage an", aber bisher hat sich noch kein Einziger gemeldet. Anstatt zu sagen "Sorry, wir brauchen niemanden"... tztzt.
Jetzt bin ich jedenfalls immernoch arbeitslos und ueberlege mir, dass ich vielleicht schon ein Stueck weiterreise und nochmal WWOOFe auf irgendeiner Farm. Ich hab auch schon eine Zusage bekommen, aber muss mir das noch mal genauer ueberlegen, denn eigentlich wuerde ich doch gerne in Melbourne bleiben.
Wir wohnen jetzt in einem ganz kleinen Hostel ("Bozo Backpacker's"), das total schoen und sauber ist. Ich mag kleinere Hostels auch lieber, weil man so viel schneller Leute kennenlernt und die Atmosphaere meist schoener ist.
Die letzten Abende haben wir eigentlich fast immer noch mit Leute im Hof gesessen und gequatscht und was getrunken. War echt cool.
Richtig feiern waren wir in Melbourne eigentlich erst einmal. Da sind wir abends in "The Lounge" gegangen, so ein Nachtclub, der 20jaehriges Jubilaeum hatte. Eintritt war 15 Dollar, aber dafuer haben auch die ganze Nacht lang DJs aufgelegt und die Musik war echt gut!
Achja und dann waren wir letzte Woche Donnerstag noch bei den Australian Open! Das war auch ziemlich beeindruckend! Fuer 29 Dollar konnte man sich alle Spiele anschauen, bis auf die, die in den zwei groessten Arenen stattgefunden haben. Aber dieser "Groundpass" hat eigentlich ausgereicht, denn wir konnten u.a. auch Tommy Haas gewinnen sehen (der jetzt ja leider draussen ist). An dem Tag waren es dummerweise um die 36 Grad und man sass die ganze Zeit auf seinem Platz und hat sich totgeschwitzt, aber abends wurde es dann ertraeglicher.
Es ist bescheuert, wie Tennisfans so drauf sind! Kurzzeitig hat man sich wie beim Fussball gefuehlt, aber dann ist es immer wieder ruhig geworden und keiner hat mehr den Mund aufgemacht. In der Zeitung stand sogar ein Artikel ueber "Tennis Hooligans", aber die haben wir gottseidank nicht angetroffen :)
So. Ich muss sagen, dass ich Melbourne echt gerne mag! Viel lieber als Sydney oder Brisbane... und als Canberra sowieso! Hier laufen viele Freaks rum und es gibt alternative Stadtviertel und sogar ne Strassenbahn :D Ich wuerd gern mal auf ein Konzert gehen oder so, aber bisher sind wir irgendwie noch nicht dazu gekommen.
Naja. Muss schon wieder Schluss machen. Tut mir Leid, dass das jetzt so kurz ausgefallen ist. Ich versprech, dass ich das naechste Mal mehr schreibe :)
Bis dann!

Mittwoch, 13. Januar 2010

Let's go get lost, let's go get lost...




Sooo, da bin ich wieder. Unser Roadtrip ist vorbei und wir sind seit gestern hier in Melbourne, was bedeutet, dass ich jetzt auch endlich wieder Handyempfang und Internet habe.
Die letzte Woche war grossartig, aber ich hab gerade mal wieder nicht so viel Zeit, alles genauer zu beschreiben.
Am Tag unserer Abreise (ich weiss nicht mal mehr, welcher Tag es war... man verliert hier einfach jegliches Zeitgefuehl) waren Tona und ich ziemlich aufgeregt, ob auch alles klappen wuerde. Wir haben uns zunaechst von Dennis verabschiedet und sind dann mit dem Bus zu unseren zwei Freunden Chrisi und Marius gefahren, die schon startbereit waren. Leider gab es sofort eine kleine Schwierigkeit, denn das Auto wollte nicht anspringen. Gottseidank kam so ein Mann auf dem Fahrrad vorbei, der ehemaliger KFZ-Mechaniker war und das Problemchen in Blitzeseile beseitigen konnte. Es konnte also losgehen!
Unserer erster Halt waren die Blue Mountains. Dort haben wir uns zunaechst einmal nach Campingplaetzen umgeschaut und auch einen gefunden, auf dem man umsonst zelten konnte. Die Jungs haben dann das Zelt aufgebaut und Tona und ich haben Nudeln mit Tomatensosse gekocht (perfekte Rollenverteilung, was?). Nach dem Essen haben wir ein Lagerfeuer gemacht und ein bisschen Wein getrunken, sind dann aber doch frueh ins Bett gegangen, weil wir am naechsten Morgen frueh rauswollten zum Wandern. Das mit dem Fruehaufstehen hat leider nicht ganz geklappt (nicht wahr, Chrisi?), aber wir sind dann doch irgendwann am Wanderweg angekommen und haben ein paar Runden gedreht und an verschiedenen Lookouts die wunderschoene Natur bestaunt. Die Blue Mountains schimmern wirklich blau! Irgendwann fing es dann leider an zu gewittern und wir mussten zurueck zum Campingplatz. Dort haben wir dann abends in meinen Geburtstag hereingefeiert. Tona hatte einen Kuchen besorgt und es gab mal wieder Wein und ein Lagerfeuer. Es war wirklich schoen so mitten in der Natur und ganz alleine. Kaum vorstellbar, was? ;)
Aber die ganze Woche war eigentlich gepraegt von einsamen Landstrassen, die durch die Berge gefuehrt haben; von Nationalparks und von kostenlosen Campingplaetzen ohne Dusche, aber dafuer mit Plumpsklo! Anfangs dacht ich noch: Oh mein Gott, wie soll das denn funktionieren? Wir hatten ja nicht mal eine Isomatte, auf der wir haetten schlafen koennen, sondern mussten auf dem harten Boden liegen. Klingt komisch, aber wenn man mit so tollen Leuten unterwegs ist und so schoene Dinge sieht, dann ist einem das auf einmal ganz egal. Da verzichtet man sogar gerne mal auf eine warme Dusche oder ein Internetcafe!
Und ich war echt ueberrascht, wie gut es mit Chrisi und Marius geklappt hat... wir haben uns vielleicht mal kurzzeitig angezickt (vor allem, wenn es darum ging, wer den Abwasch macht), aber den Grossteil der Zeit haben wir uns doch ziemlich gut verstanden.
Am besten gefallen hat mir der Campingplatz am Paradise Beach. Der war auch kostenlos, aber doch sehr schoen (leider auch ohne Dusche :D). Dort haben wir dann auch mal andere Leute getroffen (war sonst eher selten) und konnten abends gemeinsam am Lagerfeuer sitzen und Musik hoeren und erzaehlen. Am naechsten Morgen sind wir dort noch schwimmen gegangen. Naja, man sollte es vielleicht nicht schwimmen nennen, denn das war bei den hohen Wellen gar nicht wirklich moeglich.
Ein bisschen enttaeuscht war ich von Canberra, der Hauptstadt Australiens. Dort haben wir uns das alte und das neue Parlamentsgebaeude angeschaut und sind ein bisschen durchs Regierungsviertel gelaufen, aber wirklich begeistern konnte mich das nicht. In Canberra ist einfach nichts los. Die Leute, die dort rumlaufen, kommen eigentlich nur zum Arbeiten dorthin und fahren dann am Wochenende wieder in ihr Haus nach Sydney. Und die Stadt wirkt auch ein bisschen kalt... alles ist neu und modern und genau abgemessen und perfekt konstruiert. Nicht so meins. Aber jetzt kann ich wenigstens sagen, dass ich in der australischen Hauptstadt gewesen bin!
Nun ja. Jetzt ist unser Roadtrip vorbei und das ist wirklich traurig... Ich waer gerne noch laenger mit den Jungs und Tona herumgefahren. Heut abend essen wir nochmal alle gemeinsam bei uns im Hostel und dann heisst es mal wieder Abschied nehmen... Aber wer weiss, vielleicht sieht man sich wieder ;)
Oh je, das wars schon wieder von mir... ich hab hier einfach gerade nicht so viel Zeit, aber ich werd die naechsten Tage nochmal schreiben und mir dann auch ein bisschen mehr Muehe geben!
Bis dann!

Montag, 4. Januar 2010

Meine Handynummer...

Mein deutscher Vertrag ist abgelaufen, ich bin also nur noch ueber die australische Nummer zu erreichen:

+61420677913


Falls mir jemand zum Geburtstag schreiben will :D

Ein bisschen verspaetet... aber frohes Neues Jahr!

Ich wuensch euch allen ein frohes Neues Jahr 2010 und hoffe, ihr habt schoen reingefeiert!
Ich hatte dieses Jahr das Glueck, Silvester in Sydney verbringen zu koennen und das tollste Feuerwerk der Welt mitzuerleben ;)
Doch bevor das Feuerwerk losging, mussten wir erstmal Stunden warten... Das Ganze lief so ab: am 31. Dezember wurden wir um 6 Uhr morgens von unserem lieben Gastgeber Dennis geweckt, der zur Arbeit fahren musste. Wir sind also aufgestanden, haben geduscht und uns Sandwiches gemacht und sassen dann gegen halb 8 in der Bahn Richtung City Central. Unser Plan war es, das Feuerwerk im Botanischen Garten zu gucken, weil man von dort aus die beste Sicht aufs Opernhaus und die Harbour Bridge hat. Aber in den Botanischen Garten hineinzukommen war gar nicht so einfach. Bereits um 8 Uhr morgens standen tausende Menschen aus der ganzen Welt in einer unendlich langen Schlange vorm Eingang und wollten rein. Das Problem ist, dass in den abgesperrten Bereich im Botanischen Garten nicht mehr als 20000 Leute passen (fuer die anderen Bereiche muss man mindestens 200 Dollar zahlen) und jeder Angst hat, nicht mehr reingelassen zu werden. Also steht man so frueh wie es geht auf und pilgert in die Stadt - bepackt mit Campingstuehlen, Tueten voller Essen und einer Menge Geduld!
Nach ca. 3 oder 4 Stunden Warten waren wir dann endlich drin und konnten uns einen Platz aussuchen. Wir hatten relativ viel Glueck und hatten von unserem Platz aus eine gute Sicht auf alles. Naja gut. Da war so ein Baum im Weg, aber das konnten wir gerade so verkraften.
Der Tag im Botanischen Garten ging ueberraschend schnell vorbei... wir haben uns die Zeit mit Lesen, Essen und Leutebeobachten vertrieben und unglaublich viele Leute wiedergesehen, die wir auf unserer Reise kennengelernt haben. Es schien so, als waere jeder einzelne Backpacker fuer Silvester in Sydney!
Um 9 Uhr ging es dann los mit einem "Kinderfeuerwerk" fuer die Kleinen, die nicht so lange durchhalten koennen. Und selbst das war schon sehr beeindruckend!
Aber der Hoehepunkt war natuerlich das grosse Feuerwerk um Mitternacht... das, worauf alle so ewig lange gewartet hatten! Es war unglaublich! Als es soweit war, haben alle angefangen zu jubeln und zu schreien. Die Stimmung war unvergleichlich :)
Tona und ich haben angestossen mit unserem 40-Dollar-Sekt (die Alkoholpreise waren total uebertrieben!!!) und das Lichtspiel ueber der Harbour Bridge genossen.
Ganze zehn Stunden vor euch waren wir im Neuen Jahr :)
Ich muss sagen, es hat sich wirklich gelohnt, nach Sydney zu kommen - vor allem, weil wir ja auch so ein Glueck mit unserer Unterkunft hatten! Unser Gastgeber Dennis ist wirklich lieb und in seiner Wohnung zu uebernachten eine recht angenehme Abwechslung! :D Tagsueber musste er meistens arbeiten die letzten Tage, also hatten wir die Wohnung quasi fuer uns allein und konnten ganz gechillt fernsehen und die Ruhe geniessen! Natuerlich haben wir nicht nur in der Wohnung gesessen, sondern auch versucht, noch ein bisschen was von Sydney mitzunehmen, obwohl wir ja schon hier waren.
Wir haben eine Stadtrundfahrt gemacht, sind ins Operahouse gegangen und sind von Bondi Beach bis Coogee gewandert (zusammen mit dem Dennis).
Es war wirklich eine sehr, sehr schoene Woche hier :)
Ab morgen gehts fuer uns aber weiter... ueberraschenderweise haben wir hier in Sydney unsere alten Freunde Chris und Marius wiedergetroffen, die sich gemeinsam ein Auto gekauft haben. Und da sie in die selbe Richtung fahren wollen wie wir - naemlich ueber Canberra an der Kueste entlang nach Melbourne - haben wir beschlossen, dass wir alle zusammen fahren werden. Das wird ein Spass! :D Wir werden dann die naechsten Wochen wohl im Zelt schlafen und uns nachts einen abfrieren! Haben uns heute zwar einen Schlafsack besorgt, aber es wird doch recht kuehl hier abends! Ich bin mal gespannt! Denke aber, dass es mal wieder eine einzigartige Erfahrung wird... vor allem, weil wir noch nie zuvor hier gezeltet haben!
Ich werd auf jeden Fall davon berichten ;)