SO. Mal wieder ist eine Woche vergangen und ich muss sagen... es war eine grossartige Woche! Byron Bay ist einer meiner Lieblingsorte an der Ostkueste geworden.
Schon als wir ankamen, ist uns aufgefallen, wie viele Menschen sich dort tummeln und wie bunt alles ist. Das ganze Staedtchen war voll von Backpackern aus aller Welt, die sich dort getroffen haben, um Weihnachten zu feiern.
Also Weihnachten... Weihnachten war irgendwie nicht Weihnachten dieses Jahr, was nicht bedeuten soll, dass es nicht schoen war. Aber es macht schon einen gewaltigen Unterschied, ob man Heiligabend im Schnee sitzt oder am Strand liegt. Und wir lagen am Strand. Eigentlich den ganzen Tag. Eigentlich mehrere Tage. Aber der Strand war auch wunderschoen :)
Heiligabend haben wir also zunaechst einmal in der Sonne verbracht und sind dann abends in ein Restaurant gegangen fuers Dinner. Das war vielleicht ein Luxus fuer uns Backpacker! Drei-Gaenge-Menue, Hauswein und zum Abschluss einen leckeren Cocktail. Tona und ich hatten schon fast den Glauben ans gute Essen verloren und dann sowas Tolles :) (Also nicht, dass ich keine Nudeln mit Tomatensosse mag, aber so fuer Weihnachten kann man ja auch mal was anderes essen, hihi.)
Danach sind wir hoechstzufrieden zurueck ins Hostel gegangen und haben uns auf den Balkon gesetzt, um dort ein paar Bier zu trinken... Dort haben wir dann Bekanntschaft gemacht mit ein paar bekloppten Typen aus Frankreich. Die haben uns erzaehlt, dass sie eigentlich gar nicht fuers Hostel bezahlt haben und am Strand schlafen, aber immer herkommen, um die Kueche und die Badezimmer zu benutzen. Unverschaemt! Aber die hatten ganz leckeren Kaese und so sind wir eine Weile bei ihnen sitzengeblieben. So gegen 24 Uhr hatten wir dann aber keine Lust mehr nur rumzusitzen und sind losgezogen zum "Cheeky Monkey's", einem Nachtclub in Byron Bay. Dort haben wir dann sofort alte Bekannte wiedergetroffen (man trifft ja in jedem Ort irgendwen wieder...) und zusammen Weihnachten gefeiert... auf eine andere Art und Weise als sonst! Es war lustig und wir hatten seeehr viel Spass. Aber es war nicht so, wie Heiligabend sein sollte. Deswegen freu ich mich auch schon ein bisschen aufs naechste Jahr, wenn es dann hoffentlich schneit und wir gemeinsam vorm Tannenbaum stehen und Liedchen traellern und es ein wenig... nun ja... besinnlicher ist!
Viel Zeit in Byron haben wir mit unseren Freunden aus Tully verbracht, aber wir haben auch ein paar neue Bekanntschaften geschlossen!
Mit am besten hat mir der erste Weihnachtstag gefallen... da gab es abends so eine Art Party im Park. Das war unglaublich! In der Mitte standen und sassen um die 20 Musiker mit Trommeln und Klanghoelzern und einer mit Klarinette. Und die haben ununterbrochen Musik gemacht - und zwar richtig gut! Und um die Musiker herum sassen hunderte Menschen und haben einfach nur zugehoert und mitgeklatscht oder getanzt. Das war so toll! Eine Riesenhippieparty!
An einem Tag sind Tona und ich losgewandert bis zum Leuchtturm von Byron Bay. Das hat mich ein bisschen an alte Zeiten erinnert, als wir noch unsere sonntaeglichen Familienausfluege hatten :D Leider hat es an dem Tag geregnet und die Aussicht vom Leuchtturm aus war nicht so gut, aber es hat gut getan, einfach mal ein bisschen rumzuspazieren. Auf dem Rueckweg sind wir am Strand entlang gegangen und haben uns dort noch ein bisschen auf einen Fels gesetzt, um die Surfer zu beobachten. Seit dem glaub ich, dass ich das mit dem Surfen auch mal gern ausprobieren moechte. Sieht nach Spass aus!
Eigentlich haette man von unserem Wanderweg aus auch Delfine sehen sollen, aber wir hatten leider nicht das Glueck. Schade.
Es ist noch viel passiert in Byron Bay, aber ich hab gerade gar nicht mehr so die Zeit, es ausfuehrlicher zu beschreiben.
Ich kann nur sagen, dass es eine wunderwunderschoene Stadt ist mit wunderwunderschoenem Strand und super Atmosphaere und vielen, vielen Strassenmusikanten und Rikschafahrern, die mit dir durch die Gegend radeln und so vielen suessen Laeden... hach. Ich hab mich ein bisschen verliebt in Byron Bay :)
Gestern Abend ging es dann aber nach Sydney, wo wir auch gerade sitzen. Bzw sitzen wir im ranzigsten Internetcafe, das die Welt je gesehen hat :D Aber macht ja nix.
Wir muessen noch auf heute Abend warten, dann fahren wir zu unserem Gastgeber Dennis, den wir leider noch nie gesehen haben, der aber nett zu sein scheint und der uns bei sich aufnimmt fuer ein paar Tage, damit wir Silvester hier in Sydney verbringen koennen. Ich hoffe, dass wir uns gut mit ihm verstehen werden :) Ist ein bisschen aufregend! Morgen frueh muessen wir dann ganz frueh aufstehen und uns auf den Weg in den Botanic Garden machen, um uns einen Platz fuer das grosse Feuerwerk zu reservieren, denn die Plaetze mit guter Sicht auf Operahouse und Harbour Bridge sind gefragt! Hoffentlich verschlafen wir nicht :)
Ich freu mich so! Bei mir faengt das Neue Jahr 10 Stunden frueher an, als bei euch :P
Naja. Ich werd dann berichten, wie es war!
Mittwoch, 30. Dezember 2009
Donnerstag, 24. Dezember 2009
Brisbane - Surfers Paradise - Byron Bay
Oh je. Ich hab gerade nicht viel Zeit, deswegen wird das hier nur eine kurze Zusammenfassung der letzten Woche!
Letzte Woche Dienstag sind wir von Noosa nach Brisbane gefahren und haben dort im "Somewhere to stay" eingecheckt, ein sehr schoenes Hostel!
Weniger schoen war unser Mitbewohner, ein total bekloppter Typ aus Frankreich... Wir haben ihn eigentlich kaum zu Gesicht bekommen, weil er tagsueber eigentlich immer weg war und dann irgendwann nachts oder frueh morgens wiedergekommen ist, aber was wir gesehen haben, hat uns gereicht. Jeden Morgen lag er da ohne Decke und nur in Boxershorts im Bett und hat vor sich hingeratzt. Wir haben dann versucht, so wenig Zeit wie moeglich in unserem Zimmer verbringen zu muessen und haben eine ganze Menge unternommen...
Am ersten Tag war ich leider noch ziemlich krank und hab mich etwas mies gefuehlt, weswegen ich fast nichts machen konnte. War etwas doof. Ich hatte Halsschmerzen, Kopfschmerzen, Husten, Rueckenschmerzen, Beinschmerzen (JA, das gibts!) und mir war irgendwie schlecht. Aber Tona war ganz lieb und hat mir eine "Gute-Besserungs-Brezel" vom Markt mitgebracht und danach ging es dann auch schon wieder besser :)
Am naechsten Tag haben wir eine kostenlose Stadtfuehrung mitgemacht, was ziemlich cool war. Unsere Stadtfuehrerin ist mit uns durch Brisbane gelaufen (ungefaehr 4 Stunden) und hat uns eine Menge zur Geschichte der Stadt erzaehlt. Am Ende konnte man dann halt selbst entscheiden, wieviel einem die Tour wert war und je nach dem ein bisschen Geld geben.
Mensch, das ist jetzt schon wieder so lange her... ich muss echt ueberlegen, was wir noch so gemacht haben :D Achja. Wir sind dauernd ueber die Haupteinkaufsstrasse gelaufen und haben versucht, was Schoenes zum Anziehen zu finden, aber das ist in Australien gar nicht so leicht! Es gibt entweder so haessliche Kleidchen und Glitzershirts oder irgendwelche Surfersachen, die aber viel zu teuer sind. Deprimierend. Ich hab also nichts gefunden. Aus lauter Frust habe ich dann einfach eine meiner Jeans abgeschnitten und jetzt hab ich quasi eine neue, kurze Hose :D
An einem Tag waren wir dann noch in der "Gallery Of Modern Art". Der Eintritt war frei und die Ausstellungsstuecke ziemlich abgefahren. Am besten gefallen hat mir so eine Reihe von Videos. Der Kuenstler, Campbell Patterson (oder so), hat sich selbst bei den komischsten Dingen gefilmt... ein Video heisst zum Beispiel "Lifting my mother as long as I can", da steht er einfach nur vor der Kamera und hebt seine Mutter hoch fuer etwa 3 Minuten. Ein anderes Video heisst "Sandwich 2009", da klemmt er sich selbst in ein Klappbett ein... Ziemlich cool war auch "Shampoo Disaster", da findet er auf der Strasse eine Pfuetze, in die er Shampoo tut und sich dann mit seinem Bart darin rumwaelzt. Es gab noch ein paar mehr solcher Videos, aber ich will jetzt nicht jedes einzelne beschreiben :D War zumindest ziemlich lustig! Richtig verstanden haben wir aber leider keins der Kunstwerke, haha.
Was haben wir noch gemacht? Wir sind auf den Rathausturm gefahren und wollten eigentlich die Aussicht geniessen, aber die Aussicht war ziemlich schlecht, weil alle anderen Haeuser irgendwie hoeher gebaut waren, als der Rathausturm! Dabei hatten sie wie folgt fuer diesen doofen Turm geworben: "Was die Freiheitsstatue fuer New York und der Eiffelturm fuer Paris ist, das ist der Rathausturm fuer Brisbane". Verdammt schlechter Vergleich meiner Meinung nach, hehe.
Eigentlich wollten wir auch noch unbedingt in die Lagune, ein kuenstlicher Strand am River of Brisbane, aber das Wetter war nicht so toll und es hat eigentlich jeden Tag ein bisschen oder auch ein bisschen mehr geregnet.
Abends weggegangen sind wir auch nicht so oft. Eigentlich nur einmal. Das war auch eine doofe Aktion. Wir hatten im Hostel Leute wiedergetroffen, die wir noch von unserem Whitsunday Segeltrip kannten und haben dann entschieden, dass wir alle zusammen mit dem Bus in die Stadt fahren wollten. Leider fuhr kein Bus und wir mussten laufen. Normal braucht man fuer die Strecke, die wir gegangen sind, 20 Minuten, aber wir waren nach einer Stunde immer noch nicht da. Also haben wir uns dann einfach entschieden, in die naechstbeste Bar zu gehen. War aber die naechstschlechteste Bar. Grausame Musik, grausames Publikum. Nach einer Stunde wollten wir dann wieder nach Hause fahren mit dem Taxi, aber es kam einfach kein Taxi. Ich glaube, wir haben am Ende 2 Stunden auf ein Taxi gewartet und in der Zeit haetten wir auch locker laufen koennen :D War dumm.
Und am letzten Abend wollten wir eigentlich auch noch weggehen, aber sind irgendwie im Hostel versackt bis ca. 12 Uhr und dann war ich zu muede, um noch was zu machen. Bescheuert.
Aber ich muss sagen, dass mir Brisbane echt gut gefallen hat. Ist eine wunderschoene Stadt mit vielen Museen, Kunstwerken und interessanter Architektur.
Unser naechster Stop war Surfers Paradise. Klingt erstmal toll, ist aber kein besonders schoener Ort. Die ganze Stadt ist voll von Hochhaeusern und Hotelkomplexen und es laufen nur Touristen durch die Strassen. Na gut, der Strand war echt ganz schoen und es gab ein paar nette Geschaefte, aber das Paradise hatte ich mir dann doch anders vorgestellt. Wir haben auch eigentlich den Grossteil unserer Zeit dort am Strand verbracht. Abends wollten wir dann ausgehen und sind in einen kleinen Nachtclub mit Namen "The Bedroom" gegangen. Der Club war schoen, die Musik war gut, aber die Leute... Tona und ich standen da in Jeans und Top und FlipFlops und kamen uns vollkommen fehl am Platz vor. Wenn Maedchen in Australien ausgehen, dann sind Highheels und kurze Kleidchen wohl Pflicht. Haett ich das gewusst, haett ich mal mein Abiballkleid eingepackt :D So sehen die hier naemlich echt aus. Na gut. Vielleicht ein bisschen... aeh... billiger! Wir haben den Club jedenfalls schnell wieder verlassen!
Am naechsten Abend wollten wir dann einen zweiten Versuch starten, aber am Ende hatten wir dann doch keine Lust mehr und sind nur ein bisschen durch die Stadt geschlendert und haben komische Leute kennengelernt ;) Man trifft auf der Strasse immer irgendwen!
Nach drei Tagen in Surfers Paradise ging es dann gestern nach Byron Bay! Und bisher bin ich echt begeistert von dem Ort hier. Es laufen so viele Hippies und Backpacker hier rum, es ist alles komplett ueberfuellt. Es scheint, als wuerde ganz Australien fuer Weihnachten in Byron Bay sein wollen. Wir haben auch Leute aus Tully wiedergetroffen :) Mit denen sassen wir dann gestern Abend am Strand und haben Lagerfeuer gemacht. Das mit dem Lagerfeuer hatte sich irgendwie rumgsprochen und so kamen immer mehr Leute und haben sich unserer kleinen Beachparty angeschlossen. Wir hatten sogar eine kleine Band :D Gitarre und Bongos. War cool. Bis es angefangen hat zu regnen und die meisten Leute wieder abgehauen sind. Wir waren stark und sind geblieben! War wirklich ein sehr schoener Abend am Strand und wird bestimmt wiederholt.
Und naja. Heute ist Heiligabend :D Fuehlt sich aber dummerweise nicht so an. Es ist einfach viel zu warm und es fehlen die Plaetzchen und der Weihnachtsbaum und der Schnee. Wir werden heut Abend essen gehen und danach feiern. Mal schauen, vielleicht kommt ja dann Weihnachtsstimmung auf :)
Ich wuensch euch jedenfalls allen eine frohe Weihnacht! Feiert schoen und geniesst den Winter :)
Letzte Woche Dienstag sind wir von Noosa nach Brisbane gefahren und haben dort im "Somewhere to stay" eingecheckt, ein sehr schoenes Hostel!
Weniger schoen war unser Mitbewohner, ein total bekloppter Typ aus Frankreich... Wir haben ihn eigentlich kaum zu Gesicht bekommen, weil er tagsueber eigentlich immer weg war und dann irgendwann nachts oder frueh morgens wiedergekommen ist, aber was wir gesehen haben, hat uns gereicht. Jeden Morgen lag er da ohne Decke und nur in Boxershorts im Bett und hat vor sich hingeratzt. Wir haben dann versucht, so wenig Zeit wie moeglich in unserem Zimmer verbringen zu muessen und haben eine ganze Menge unternommen...
Am ersten Tag war ich leider noch ziemlich krank und hab mich etwas mies gefuehlt, weswegen ich fast nichts machen konnte. War etwas doof. Ich hatte Halsschmerzen, Kopfschmerzen, Husten, Rueckenschmerzen, Beinschmerzen (JA, das gibts!) und mir war irgendwie schlecht. Aber Tona war ganz lieb und hat mir eine "Gute-Besserungs-Brezel" vom Markt mitgebracht und danach ging es dann auch schon wieder besser :)
Am naechsten Tag haben wir eine kostenlose Stadtfuehrung mitgemacht, was ziemlich cool war. Unsere Stadtfuehrerin ist mit uns durch Brisbane gelaufen (ungefaehr 4 Stunden) und hat uns eine Menge zur Geschichte der Stadt erzaehlt. Am Ende konnte man dann halt selbst entscheiden, wieviel einem die Tour wert war und je nach dem ein bisschen Geld geben.
Mensch, das ist jetzt schon wieder so lange her... ich muss echt ueberlegen, was wir noch so gemacht haben :D Achja. Wir sind dauernd ueber die Haupteinkaufsstrasse gelaufen und haben versucht, was Schoenes zum Anziehen zu finden, aber das ist in Australien gar nicht so leicht! Es gibt entweder so haessliche Kleidchen und Glitzershirts oder irgendwelche Surfersachen, die aber viel zu teuer sind. Deprimierend. Ich hab also nichts gefunden. Aus lauter Frust habe ich dann einfach eine meiner Jeans abgeschnitten und jetzt hab ich quasi eine neue, kurze Hose :D
An einem Tag waren wir dann noch in der "Gallery Of Modern Art". Der Eintritt war frei und die Ausstellungsstuecke ziemlich abgefahren. Am besten gefallen hat mir so eine Reihe von Videos. Der Kuenstler, Campbell Patterson (oder so), hat sich selbst bei den komischsten Dingen gefilmt... ein Video heisst zum Beispiel "Lifting my mother as long as I can", da steht er einfach nur vor der Kamera und hebt seine Mutter hoch fuer etwa 3 Minuten. Ein anderes Video heisst "Sandwich 2009", da klemmt er sich selbst in ein Klappbett ein... Ziemlich cool war auch "Shampoo Disaster", da findet er auf der Strasse eine Pfuetze, in die er Shampoo tut und sich dann mit seinem Bart darin rumwaelzt. Es gab noch ein paar mehr solcher Videos, aber ich will jetzt nicht jedes einzelne beschreiben :D War zumindest ziemlich lustig! Richtig verstanden haben wir aber leider keins der Kunstwerke, haha.
Was haben wir noch gemacht? Wir sind auf den Rathausturm gefahren und wollten eigentlich die Aussicht geniessen, aber die Aussicht war ziemlich schlecht, weil alle anderen Haeuser irgendwie hoeher gebaut waren, als der Rathausturm! Dabei hatten sie wie folgt fuer diesen doofen Turm geworben: "Was die Freiheitsstatue fuer New York und der Eiffelturm fuer Paris ist, das ist der Rathausturm fuer Brisbane". Verdammt schlechter Vergleich meiner Meinung nach, hehe.
Eigentlich wollten wir auch noch unbedingt in die Lagune, ein kuenstlicher Strand am River of Brisbane, aber das Wetter war nicht so toll und es hat eigentlich jeden Tag ein bisschen oder auch ein bisschen mehr geregnet.
Abends weggegangen sind wir auch nicht so oft. Eigentlich nur einmal. Das war auch eine doofe Aktion. Wir hatten im Hostel Leute wiedergetroffen, die wir noch von unserem Whitsunday Segeltrip kannten und haben dann entschieden, dass wir alle zusammen mit dem Bus in die Stadt fahren wollten. Leider fuhr kein Bus und wir mussten laufen. Normal braucht man fuer die Strecke, die wir gegangen sind, 20 Minuten, aber wir waren nach einer Stunde immer noch nicht da. Also haben wir uns dann einfach entschieden, in die naechstbeste Bar zu gehen. War aber die naechstschlechteste Bar. Grausame Musik, grausames Publikum. Nach einer Stunde wollten wir dann wieder nach Hause fahren mit dem Taxi, aber es kam einfach kein Taxi. Ich glaube, wir haben am Ende 2 Stunden auf ein Taxi gewartet und in der Zeit haetten wir auch locker laufen koennen :D War dumm.
Und am letzten Abend wollten wir eigentlich auch noch weggehen, aber sind irgendwie im Hostel versackt bis ca. 12 Uhr und dann war ich zu muede, um noch was zu machen. Bescheuert.
Aber ich muss sagen, dass mir Brisbane echt gut gefallen hat. Ist eine wunderschoene Stadt mit vielen Museen, Kunstwerken und interessanter Architektur.
Unser naechster Stop war Surfers Paradise. Klingt erstmal toll, ist aber kein besonders schoener Ort. Die ganze Stadt ist voll von Hochhaeusern und Hotelkomplexen und es laufen nur Touristen durch die Strassen. Na gut, der Strand war echt ganz schoen und es gab ein paar nette Geschaefte, aber das Paradise hatte ich mir dann doch anders vorgestellt. Wir haben auch eigentlich den Grossteil unserer Zeit dort am Strand verbracht. Abends wollten wir dann ausgehen und sind in einen kleinen Nachtclub mit Namen "The Bedroom" gegangen. Der Club war schoen, die Musik war gut, aber die Leute... Tona und ich standen da in Jeans und Top und FlipFlops und kamen uns vollkommen fehl am Platz vor. Wenn Maedchen in Australien ausgehen, dann sind Highheels und kurze Kleidchen wohl Pflicht. Haett ich das gewusst, haett ich mal mein Abiballkleid eingepackt :D So sehen die hier naemlich echt aus. Na gut. Vielleicht ein bisschen... aeh... billiger! Wir haben den Club jedenfalls schnell wieder verlassen!
Am naechsten Abend wollten wir dann einen zweiten Versuch starten, aber am Ende hatten wir dann doch keine Lust mehr und sind nur ein bisschen durch die Stadt geschlendert und haben komische Leute kennengelernt ;) Man trifft auf der Strasse immer irgendwen!
Nach drei Tagen in Surfers Paradise ging es dann gestern nach Byron Bay! Und bisher bin ich echt begeistert von dem Ort hier. Es laufen so viele Hippies und Backpacker hier rum, es ist alles komplett ueberfuellt. Es scheint, als wuerde ganz Australien fuer Weihnachten in Byron Bay sein wollen. Wir haben auch Leute aus Tully wiedergetroffen :) Mit denen sassen wir dann gestern Abend am Strand und haben Lagerfeuer gemacht. Das mit dem Lagerfeuer hatte sich irgendwie rumgsprochen und so kamen immer mehr Leute und haben sich unserer kleinen Beachparty angeschlossen. Wir hatten sogar eine kleine Band :D Gitarre und Bongos. War cool. Bis es angefangen hat zu regnen und die meisten Leute wieder abgehauen sind. Wir waren stark und sind geblieben! War wirklich ein sehr schoener Abend am Strand und wird bestimmt wiederholt.
Und naja. Heute ist Heiligabend :D Fuehlt sich aber dummerweise nicht so an. Es ist einfach viel zu warm und es fehlen die Plaetzchen und der Weihnachtsbaum und der Schnee. Wir werden heut Abend essen gehen und danach feiern. Mal schauen, vielleicht kommt ja dann Weihnachtsstimmung auf :)
Ich wuensch euch jedenfalls allen eine frohe Weihnacht! Feiert schoen und geniesst den Winter :)
Donnerstag, 17. Dezember 2009
post +++ post +++ post +++ post +++ post
Sooo, da wir ueber Silvester in Sydney sein werden, habt ihr die einmalige Gelegenheit mir ein Briefchen zu schicken. Das kann ich dann naemlich da abholen gehen! :)
Work n Holiday Office
c/o Anna Schroeder
Level 2
531-535 George Street
Sydney NSW 2000
Australia
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Sydney NSW 2000
Australia
Dienstag, 15. Dezember 2009
Hervey Bay - Fraser Island - Noosa
Und schon wieder ist eine Woche vergangen und ich komme mit dem Schreiben nicht mehr hinterher.
Letzten Dienstag sind wir abends um kurz nach 8 von Airlie Beach abgefahren und am naechsten Morgen so gegen halb 10 in Hervey Bay angekommen, wo es erstmal wieder auf Hostel-Suche ging. Wir hatten irgendwie nicht bedacht, dass die Greyhound Station ziemlich weit entfernt von den ganzen moeglichen Unterkuenften war und so mussten wir erstmal anderthalb Stunden (voll bepackt natuerlich) laufen, bis wir endlich das "Koala Hervey Bay" erreicht hatten. Dort haben wir dann auch sofort eingecheckt, weil wir einfach keine Lust mehr hatten, noch weiter zu laufen. Das Hostel an sich war nicht so besonders schoen, vor allem, weil es keine Klimaanlage gab und das ist wirklich eines der wichtigsten Dinge, die es in so einem Hostel geben kann!
Aber wir wollten ja eh nicht so lange dort bleiben und eigentlich am naechsten Tag schon unsere Tour zur Fraser Island starten. Die haben wir dann auch sofort gebucht und so konnte es am naechsten Morgen dann losgehen. Oder auch erstmal nicht. Eine Stunde nach vereinbarter Zeit hatte uns die "Fraser Island Company" nocht immer nicht abgeholt und wir sassen auf der Strasse und haben gewartet und gewartet. Irgendwann ging dann das Telefon und man teilte uns mit, dass es eine Buspanne gegeben haette und wir ca. 2 Stunden spaeter abgeholt werden. Das war ja schon mal ein guter Start. Aber es wurde noch besser! Als wir dann endlich mit der Faehre zur Fraser Island uebergesetzt hatten und dort in unseren Gelaendebus stiegen, fiel allen auf, dass es im Bus sehr stark nach Erbrochenem roch. Baeh! Aber unser Busfahrer teilte uns mit, dass alles sauber waere und wir beruhigt unsere Rundfahrt starten koennten.
Die Fraser Island ist eine riesige Sandinsel, die man mit normalen Autos gar nicht befahren kann, deswegen leiht man sich entweder einen Gelaendewagen oder man faehrt mit einer Company im Bus durch die Gegend. Da wir noch nicht 21 sind, durften wir gar kein Auto leihen, was sich im Nachhinein aber als gar nicht so schlecht erwiesen hat!
Wir sassen also in unserem Gelaendebus mit ungefaehr 10 anderen Leuten und es ging los! Ich dachte ja eigentlich, dass das Boot, mit dem wir die Whitsunday umsegelt haben, schaukelig war, aber das hier war noch mal eine Nummer haerter! Wir sind eigentlich die ganze Zeit nur umhergeschleudert worden, haben uns ab und an mal den Kopf an der Decke gestossen oder sind mit den Schultern gegeneinander geprellt, so sehr hat dieser Bus gewackelt! Aber ernsthaft verletzt haben wir uns nicht und so war das Ganze eigentlich eher zum Lachen! Zuerst sind wir ein Stueck durch den Regenwald gefahren und haben uns die riesigen Baeume und die anderen Pflanzen angeschaut - wunderschoen! Danach ging es dann am Strand entlang bis zu einem kleinen Wanderweg. Wir mussten also alle aussteigen und sind zu Fuss weitergegangen. Nach einer halben Stunde fuehrte uns der Weg in eine Art Wueste. Ueberall Sand und die Sonne hat geknallt! Wir haben uns auch ein bisschen die Fuesse verbrannt, als wir ueber diesen schrecklich heissen Sand gelaufen sind. Aber nach ca. 100 Metern kam dann die Erloesung: ein kleiner See, in dem wir alle schwimmen gehen durften. Das war seeehr erfrischend! Leider hatten wir nicht so viel Zeit am See und mussten dann auch schon wieder zurueck zum Bus. Unser Fahrer hat uns dann nach "Happy Valley" gebracht, einem kleinen Ort auf Fraser Island. Die Insel ist eigentlich vollkommen naturbelassen und es gibt kaum Menschen dort, aber zwischendrin findet man immer wieder kleine Siedlungen, die dann mit umzaeunt sind, damit keine Dingos oder andere wilde Tiere einbrechen koennen.
In Happy Valley durften wir unser Bungalow beziehen, was wirklich der absolute Hammer war! Tona und ich hatten ein ganzes Apartment fuer uns alleine! Mit drei Betten, Parkettboden und eigenem Badezimmer! Fuer Leute, die seit drei Monaten immer nur in 8-Bett-Zimmern geschlafen haben, ist das der reine Luxus :D
Abends gab es dann Dinner und danach hat man noch ein wenig mit den anderen Leuten zusammengesessen und geredet und ein bisschen was getrunken. Das ging aber nicht mehr allzu lange, weil wir am naechsten Morgen wieder frueh rausmussten. Um 7:30 Uhr mussten wir auschecken und danach gab es noch Fruehstueck.
Die Tour am zweiten Tag begann dann mit einer Fahrt zum India Head. Dort konnte man die Klippen hochsteigen und von oben die tolle Aussicht geniessen. Unser Fahrer hatte mir vorher erzaehlt, dass man von dort aus manchmal Hammer- und Tigerhaie beobachten kann, aber leider hatten wir an dem Tag kein Glueck und so war ich ein bisschen enttaeuscht.
Danach ging es noch zu ein paar anderen Sehenswuerdigkeiten auf der Insel, so z.B. ein Schiffswrack, eine Huegelgruppe und der Eli Creek. Am besten gefallen hat mir aber der See, den wir ganz zuletzt besucht haben. Unbeschreiblich! Ausser uns war keine Menschenseele dort, das Wasser war glasklar und angenehm erfrischend und der Sandstrand perfekt zum Hinlegen und Einschlafen. Ich muss euch unbedingt Bilder zeigen, sonst kann man sich das gar nicht richtig vorstellen.
Leider hatten wir nur ungefaehr zwei Stunden Zeit an diesem See, denn danach mussten wir zurueck zur Faehre fahren, die uns wieder nach Hervey Bay bringen sollte.
In Hervey Bay sind wir dann noch fuer eine Nacht geblieben und am naechsten Morgen ging es dann weiter nach Noosa, wo ich auch gerade noch bin.
Noosa ist eigentlich ein ganz schoenes Staedtchen, aber ziemlich teuer und exklusiv. Es ist auch nicht so wie in Airlie Beach, dass man auf die Strasse geht und hunderte Backpacker trifft. Hier ist alles ziemlich verteilt. Unser Hostel, das "Dolphin Beach House", liegt etwas abseits vom Stadtzentrum, was ziemlich bloed ist, wenn man abends weggehen will. Das haben wir dann auch Samstag Abend gemerkt! Wir hatten uns fuer den Abend mit Dominik verabredet, den wir ganz am Anfang in Sydney kennengelernt hatten und der jetzt hier in Noosa arbeitet. Um in die Stadt zu kommen, wollten wir dann den Bus nehmen und sind mal so losgegangen, aber nach 10 Minuten mussten wir feststellen, dass nirgendwo eine Bushaltestelle zu sehen war. Also haben wir ein Auto angehalten und uns nach dem Weg erkundigt. Der Fahrer und seine Frau haben und dann gleich angeboten, uns mitzunehmen und so hatten wir mal wieder Glueck und sind doch noch rechtzeitig in Noosa City angekommen. Da haben wir uns dann auch mit Domi getroffen, was echt cool war. Ist lustig, wenn man gemeinsam in Australien angekommen ist und nach drei Monaten doch so verschiedene Dinge erlebt hat und sich dann darueber austauschen kann. Wir waren dann noch in einer Bar und haben ein bisschen gefeiert, aber gegen 1 Uhr ging es auch schon wieder zurueck ins Hostel (diesmal mit dem Bus!).
Den Sonntag haben wir relativ gechillt am Strand verbracht und die Surfer beobachtet (bzw Tona hat die Surfer beobachtet, ich bin eingeschlafen).
Und gestern sind wir dann ganz frueh aufgestanden und in den Australia Zoo gefahren. Ich mag eigentlich keine Zoos und musste mir das auch gut ueberlegen, aber im Reisefuehrer stand, dass der Australia Zoo kein typischer Zoo sei und dass die Tiere dort auch frei herumlaufen wuerden, also dacht ich, dass ich mir das ja mal anschauen kann, denn Tona wollte ja auch sehr gerne dorthin. Jetzt im Nachhinein frage ich mich, was der Unterschied zwischen dem Australia Zoo und einem ganz gewoehnlichen Zoo sein soll. Die einzigen Tiere, die einigermassen frei herumgelaufen sind, waren ein paar Kaengurus und so Reptilienviecher. Der ganze Zoo ist ausgerichtet auf diesen Crocodile Hunter Steve Irwin... dieser Freak, der vor einiger Zeit gestorben ist, weil er von nem Rochen gestochen wurde oder so. Im Zooladen konnte man Crocodile Hunter Shirts und Becher und Schluesseanhaenger und blabla kaufen. Total bescheuert, aber der Typ scheint hier echt ne Ikone zu sein.
Naja, ich will jetzt nicht sagen, dass der Tag im Zoo total enttaeuschend war. Ich konnte immerhin einen Koala streicheln, eine Schlange anfassen und Kaengurus fuettern... Aber ich hatte mir das doch anders vorgestellt und eingesperrte Tiere sind einfach nicht so meins.
Gestern Abend haben wir uns dann wieder mit DOminik getroffen und haben uns auf die Suche nach einer Party begeben... Leider war in Noosa gar nichts los! Bis dann die drei Verrueckten aus der Schweiz aufgetaucht sind! Die haben wir Mitten auf der Strasse getroffen und die waren auch auf der Suche nach einer Bar oder einem Club, der noch geoeffnet hat. Leider war alles geschlossen. Also haben wir uns zusammengesetzt und ueberlegt, was wir jetzt machen koennten. Letzten Endes sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass in Noosa wohl nur noch der MC Donald's geoeffnet hat und so haben wir uns in ein Taxi gesetzt (war zu weit weg, um zu laufen) und sind dorthin gefahren. Total bescheuert, 4 Dollar fuer ein Taxi zu zahlen, nur um sich dann eine Cola fuer 2 Dollar bestellen zu koennen :D Aber wir hatten noch einen sehr netten Abend zusammen.
Naja, und heute ist Dienstag und Tona und ich sitzen noch hier im Dolphins Beach House und warten, dass es 12:45 Uhr wird und wir weiter nach Brisbane fahren koennen.
Und ich merke gerade, dass ich ganz viel vergessen oder ausgelassen habe und hoffe, ihr koennt euch trotzdem einigermassen vorstellen, wie ich meine letzte Woche so verbracht habe...
Ich meld mich wieder!
G'day mates :)
Letzten Dienstag sind wir abends um kurz nach 8 von Airlie Beach abgefahren und am naechsten Morgen so gegen halb 10 in Hervey Bay angekommen, wo es erstmal wieder auf Hostel-Suche ging. Wir hatten irgendwie nicht bedacht, dass die Greyhound Station ziemlich weit entfernt von den ganzen moeglichen Unterkuenften war und so mussten wir erstmal anderthalb Stunden (voll bepackt natuerlich) laufen, bis wir endlich das "Koala Hervey Bay" erreicht hatten. Dort haben wir dann auch sofort eingecheckt, weil wir einfach keine Lust mehr hatten, noch weiter zu laufen. Das Hostel an sich war nicht so besonders schoen, vor allem, weil es keine Klimaanlage gab und das ist wirklich eines der wichtigsten Dinge, die es in so einem Hostel geben kann!
Aber wir wollten ja eh nicht so lange dort bleiben und eigentlich am naechsten Tag schon unsere Tour zur Fraser Island starten. Die haben wir dann auch sofort gebucht und so konnte es am naechsten Morgen dann losgehen. Oder auch erstmal nicht. Eine Stunde nach vereinbarter Zeit hatte uns die "Fraser Island Company" nocht immer nicht abgeholt und wir sassen auf der Strasse und haben gewartet und gewartet. Irgendwann ging dann das Telefon und man teilte uns mit, dass es eine Buspanne gegeben haette und wir ca. 2 Stunden spaeter abgeholt werden. Das war ja schon mal ein guter Start. Aber es wurde noch besser! Als wir dann endlich mit der Faehre zur Fraser Island uebergesetzt hatten und dort in unseren Gelaendebus stiegen, fiel allen auf, dass es im Bus sehr stark nach Erbrochenem roch. Baeh! Aber unser Busfahrer teilte uns mit, dass alles sauber waere und wir beruhigt unsere Rundfahrt starten koennten.
Die Fraser Island ist eine riesige Sandinsel, die man mit normalen Autos gar nicht befahren kann, deswegen leiht man sich entweder einen Gelaendewagen oder man faehrt mit einer Company im Bus durch die Gegend. Da wir noch nicht 21 sind, durften wir gar kein Auto leihen, was sich im Nachhinein aber als gar nicht so schlecht erwiesen hat!
Wir sassen also in unserem Gelaendebus mit ungefaehr 10 anderen Leuten und es ging los! Ich dachte ja eigentlich, dass das Boot, mit dem wir die Whitsunday umsegelt haben, schaukelig war, aber das hier war noch mal eine Nummer haerter! Wir sind eigentlich die ganze Zeit nur umhergeschleudert worden, haben uns ab und an mal den Kopf an der Decke gestossen oder sind mit den Schultern gegeneinander geprellt, so sehr hat dieser Bus gewackelt! Aber ernsthaft verletzt haben wir uns nicht und so war das Ganze eigentlich eher zum Lachen! Zuerst sind wir ein Stueck durch den Regenwald gefahren und haben uns die riesigen Baeume und die anderen Pflanzen angeschaut - wunderschoen! Danach ging es dann am Strand entlang bis zu einem kleinen Wanderweg. Wir mussten also alle aussteigen und sind zu Fuss weitergegangen. Nach einer halben Stunde fuehrte uns der Weg in eine Art Wueste. Ueberall Sand und die Sonne hat geknallt! Wir haben uns auch ein bisschen die Fuesse verbrannt, als wir ueber diesen schrecklich heissen Sand gelaufen sind. Aber nach ca. 100 Metern kam dann die Erloesung: ein kleiner See, in dem wir alle schwimmen gehen durften. Das war seeehr erfrischend! Leider hatten wir nicht so viel Zeit am See und mussten dann auch schon wieder zurueck zum Bus. Unser Fahrer hat uns dann nach "Happy Valley" gebracht, einem kleinen Ort auf Fraser Island. Die Insel ist eigentlich vollkommen naturbelassen und es gibt kaum Menschen dort, aber zwischendrin findet man immer wieder kleine Siedlungen, die dann mit umzaeunt sind, damit keine Dingos oder andere wilde Tiere einbrechen koennen.
In Happy Valley durften wir unser Bungalow beziehen, was wirklich der absolute Hammer war! Tona und ich hatten ein ganzes Apartment fuer uns alleine! Mit drei Betten, Parkettboden und eigenem Badezimmer! Fuer Leute, die seit drei Monaten immer nur in 8-Bett-Zimmern geschlafen haben, ist das der reine Luxus :D
Abends gab es dann Dinner und danach hat man noch ein wenig mit den anderen Leuten zusammengesessen und geredet und ein bisschen was getrunken. Das ging aber nicht mehr allzu lange, weil wir am naechsten Morgen wieder frueh rausmussten. Um 7:30 Uhr mussten wir auschecken und danach gab es noch Fruehstueck.
Die Tour am zweiten Tag begann dann mit einer Fahrt zum India Head. Dort konnte man die Klippen hochsteigen und von oben die tolle Aussicht geniessen. Unser Fahrer hatte mir vorher erzaehlt, dass man von dort aus manchmal Hammer- und Tigerhaie beobachten kann, aber leider hatten wir an dem Tag kein Glueck und so war ich ein bisschen enttaeuscht.
Danach ging es noch zu ein paar anderen Sehenswuerdigkeiten auf der Insel, so z.B. ein Schiffswrack, eine Huegelgruppe und der Eli Creek. Am besten gefallen hat mir aber der See, den wir ganz zuletzt besucht haben. Unbeschreiblich! Ausser uns war keine Menschenseele dort, das Wasser war glasklar und angenehm erfrischend und der Sandstrand perfekt zum Hinlegen und Einschlafen. Ich muss euch unbedingt Bilder zeigen, sonst kann man sich das gar nicht richtig vorstellen.
Leider hatten wir nur ungefaehr zwei Stunden Zeit an diesem See, denn danach mussten wir zurueck zur Faehre fahren, die uns wieder nach Hervey Bay bringen sollte.
In Hervey Bay sind wir dann noch fuer eine Nacht geblieben und am naechsten Morgen ging es dann weiter nach Noosa, wo ich auch gerade noch bin.
Noosa ist eigentlich ein ganz schoenes Staedtchen, aber ziemlich teuer und exklusiv. Es ist auch nicht so wie in Airlie Beach, dass man auf die Strasse geht und hunderte Backpacker trifft. Hier ist alles ziemlich verteilt. Unser Hostel, das "Dolphin Beach House", liegt etwas abseits vom Stadtzentrum, was ziemlich bloed ist, wenn man abends weggehen will. Das haben wir dann auch Samstag Abend gemerkt! Wir hatten uns fuer den Abend mit Dominik verabredet, den wir ganz am Anfang in Sydney kennengelernt hatten und der jetzt hier in Noosa arbeitet. Um in die Stadt zu kommen, wollten wir dann den Bus nehmen und sind mal so losgegangen, aber nach 10 Minuten mussten wir feststellen, dass nirgendwo eine Bushaltestelle zu sehen war. Also haben wir ein Auto angehalten und uns nach dem Weg erkundigt. Der Fahrer und seine Frau haben und dann gleich angeboten, uns mitzunehmen und so hatten wir mal wieder Glueck und sind doch noch rechtzeitig in Noosa City angekommen. Da haben wir uns dann auch mit Domi getroffen, was echt cool war. Ist lustig, wenn man gemeinsam in Australien angekommen ist und nach drei Monaten doch so verschiedene Dinge erlebt hat und sich dann darueber austauschen kann. Wir waren dann noch in einer Bar und haben ein bisschen gefeiert, aber gegen 1 Uhr ging es auch schon wieder zurueck ins Hostel (diesmal mit dem Bus!).
Den Sonntag haben wir relativ gechillt am Strand verbracht und die Surfer beobachtet (bzw Tona hat die Surfer beobachtet, ich bin eingeschlafen).
Und gestern sind wir dann ganz frueh aufgestanden und in den Australia Zoo gefahren. Ich mag eigentlich keine Zoos und musste mir das auch gut ueberlegen, aber im Reisefuehrer stand, dass der Australia Zoo kein typischer Zoo sei und dass die Tiere dort auch frei herumlaufen wuerden, also dacht ich, dass ich mir das ja mal anschauen kann, denn Tona wollte ja auch sehr gerne dorthin. Jetzt im Nachhinein frage ich mich, was der Unterschied zwischen dem Australia Zoo und einem ganz gewoehnlichen Zoo sein soll. Die einzigen Tiere, die einigermassen frei herumgelaufen sind, waren ein paar Kaengurus und so Reptilienviecher. Der ganze Zoo ist ausgerichtet auf diesen Crocodile Hunter Steve Irwin... dieser Freak, der vor einiger Zeit gestorben ist, weil er von nem Rochen gestochen wurde oder so. Im Zooladen konnte man Crocodile Hunter Shirts und Becher und Schluesseanhaenger und blabla kaufen. Total bescheuert, aber der Typ scheint hier echt ne Ikone zu sein.
Naja, ich will jetzt nicht sagen, dass der Tag im Zoo total enttaeuschend war. Ich konnte immerhin einen Koala streicheln, eine Schlange anfassen und Kaengurus fuettern... Aber ich hatte mir das doch anders vorgestellt und eingesperrte Tiere sind einfach nicht so meins.
Gestern Abend haben wir uns dann wieder mit DOminik getroffen und haben uns auf die Suche nach einer Party begeben... Leider war in Noosa gar nichts los! Bis dann die drei Verrueckten aus der Schweiz aufgetaucht sind! Die haben wir Mitten auf der Strasse getroffen und die waren auch auf der Suche nach einer Bar oder einem Club, der noch geoeffnet hat. Leider war alles geschlossen. Also haben wir uns zusammengesetzt und ueberlegt, was wir jetzt machen koennten. Letzten Endes sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass in Noosa wohl nur noch der MC Donald's geoeffnet hat und so haben wir uns in ein Taxi gesetzt (war zu weit weg, um zu laufen) und sind dorthin gefahren. Total bescheuert, 4 Dollar fuer ein Taxi zu zahlen, nur um sich dann eine Cola fuer 2 Dollar bestellen zu koennen :D Aber wir hatten noch einen sehr netten Abend zusammen.
Naja, und heute ist Dienstag und Tona und ich sitzen noch hier im Dolphins Beach House und warten, dass es 12:45 Uhr wird und wir weiter nach Brisbane fahren koennen.
Und ich merke gerade, dass ich ganz viel vergessen oder ausgelassen habe und hoffe, ihr koennt euch trotzdem einigermassen vorstellen, wie ich meine letzte Woche so verbracht habe...
Ich meld mich wieder!
G'day mates :)
Dienstag, 8. Dezember 2009
Tully - Townsville - Airlie Beach - Whitsunday Islands
Okay, jetzt habe ich mich zu lange davor gedrueckt, auf den Blog zu schreiben und es ist viel zu viel passiert! Ich werde bestimmt einiges vergessen oder auslassen...
Am Sonntag, den 29. November, ging unsere Reise endlich los und wir haben Tully um 10 Uhr morgens verlassen. Es war doch ziemlich traurig, aber alle unsere Freunde sind noch mit zur Bushaltestelle gekommen und haben gewunken :) Ausserdem waren wir ja zu viert unterwegs, also Steph, Tabea, Tona und ich. Nach ungefaehr drei Stunden Busfahrt sind wir in Townsville angekommen und mussten uns erstmal eine Unterkunft suchen. Wir haben uns dann fuers "Globetrotter" entschieden, ein relativ kleines und ruhiges Hostel. War aber auch okay so. Wir haben uns ein Viererzimmer geteilt und hatten sowieso erstmal keine Lust auf neue Leute, weil wir den alten noch hinterhergetrauert haben... Am ersten Tag in Townsville ist nicht so viel passiert. Wir haben uns ueber verschiedene Tauchtrips erkundigt und abends ging's dann ins Kino, um "New Moon" zu schauen, wobei Tona und Steph eingeschlafen sind :D Ich fand den Film tooooll :D
Am Montag sind wir dann erstmal ein bisschen einkaufen gegangen und haben unsere Tauchtour gebucht. Danach gings ab zur Magnetic Island. Ich muss sagen, dass ich davon ein bisschen enttaeuscht war. Kann aber auch daran liegen, dass wir von der Insel kaum was gesehen haben, weil wir die ganze Zeit am Strand lagen und geschlafen haben :D Wir wollten uns eigentlich ein Auto mieten und ein bisschen rumfahren, aber das geht erst ab 21 und die Roller waren alle schon verliehen. Naja. Schlafen war auch gut :D Das Highlight des Tages war eigentlich der kleine Koala, den Tona auf einem Baum entdeckt hat! Der sass da ganz ruhig und hat geschlafen. Sueeeess! Gegen Abend gings dann mit der Faehre zurueck nach Townsville. Wir mussten frueh ins Bett gehen, denn am naechsten Morgen sollte unsere Tauchtour starten.
Wir sind Dienstag dann also um 5:15 Uhr aufgestanden und haben uns auf den Weg zum Hafen gemacht, wo unser Boot abfahren sollte. Vor der Abfahrt mussten allerdings erstmal die Neoprenanzuege und Flossen anprobiert werden. PUH! Ich hab bestimmt ne halbe Stunde gebraucht, um diesen doofen Anzug anzuziehen und danach war ich komplett nassgeschwitzt! :D Der Tauchtrip an sich war einfach grossartig! Wir sind erstmal drei Stunden nur gefahren, um zum Great Barrier Reef zu kommen. In der Zeit konnten wir auf dem Boot chillen, uns sonnen und leckere Snacks essen :) Unser Tauchlehrer hat uns dann auch schon mal erklaert, was wir alles beachten muessen und so weiter, aber ich konnte nicht richtig zuhoeren, weil das Boot ziemlich geschaukelt hat und mir leicht schwindlig war. Naja. Dann hiess es irgendwann: ab ins Wasser! Tabea, Steph, Tona und ich waren die einzigen Intro Diver, was auch ganz gut so war. Leider sind am Ende doch nur Tona und ich richtig tauchen gewesen, weil die anderen beiden Probleme mit dem Druckausgleich bzw Angst hatten :( Mir haben anfangs auch die Ohren ein bisschen weh getan, aber das ging dann irgendwann doch. WOW. So viele bunte Fische und Korallen und ueberhaupt und sowieso... unbeschreiblich! Wir haetten und das Sydney Aquarium sparen koennen, weil es hier alles live zu sehen gab! Ich war wirklich begeistert!
Nach dem Tauchgang durften wir noch ein bisschen schnorcheln und dann gings auch schon wieder zurueck nach Townsville. Abends wollten wir eigentlich noch ein bisschen Abschied feiern, weil Steph und Tabea am naechsten Tag abreisen wollten, aber Tona und ich noch einen Tag laenger eingeplant hatten. Leider waren alle muede oder hatten Ohren- bzw. Bauchschmerzen. Wir waren dann also frueh im Bett.
Der Abschied am Mittwoch war ziemlich schwer fuer alle. Ich hab einige Traenen vergossen, denn die beiden sind mir wirklich ans Herz gewachsen!
Als sie dann weg waren, war es erstmal ein bisschen ruhig und Tona und ich waren beide ganz in Gedanken versunken. Wir sind dann noch ein bisschen an der Esplanade entlang spaziert und haben uns den Strand angeschaut. Wunderschoen! Abends gabs mal wieder Nudeln mit Tomatensosse und dann ging es ab in den Irish Pub. Wir waren gerade durch die Tuer, da kamen drei irische Jungs an und haben uns den ersten Drink ausgegeben. Es sollte nicht bei einem Drink bleiben... Am Ende des Abends hatten wir keinen einzigen Dollar bezahlt :D Ziemlich praktisch.
Donnerstags gings dann weiter nach Airlie Beach. Die Fahrt mit dem Greyhound hat ungefaehr 5 Stunden gedauert. Aber ich liiiebe das Busfahren hier! Es ist schoen kuehl, man kann Filme schauen und schlafen. Wunderbar :) In Airlie Beach angekommen, mussten wir erstmal eine Unterkunft finden, was sich als relativ schwierig erweisen sollte. Letztendlich sind wir im "Magnums" gelandet, einem riesigen Partyhostel! Wir haben erstmal fuer eine Nacht eingecheckt, weil wir dachten, dass wir am naechsten Tag vielleicht schon unsere Segeltour zu den Whitsunday Islands starten wuerden. Das Zimmer war eigentlich sehr schoen. Wir haben uns mit 5 anderen Leuten ein Bungalow geteilt mit Balkon und Klimaanlage und allem drum und dran. Unsere Mitbewohner waren allesamt maennlich und haben uns dann gleich eingeladen, ein bisschen was mit ihnen zu trinken. Den Abend haben wir dann in einer kleinen Gruppe auf unserer Terasse verbracht. War ganz nett. Nur irgendwann wollte ich dann auch schlafen. War nicht moeglich. Dauernd wurde das Licht angeschaltet oder jemand kam rein und ist auf Toilette gerannt oder hat durchs Zimmer gebruellt. Im Endeffekt hatte ich glaube ich zwei Stunden Schlaf, weil wir am naechsten Morgen um 10 schon wieder auschecken mussten.
Eigentlich wollten wir noch laenger im Magnums bleiben, aber es war fuer die naechsten Tage komplett ausgebucht. Aber wir hatten Glueck und sind von Victor angesprochen worden! Der hat uns angeboten, dass wir ins "Koalas", ein anderes Hostel, kommen koennten. Das sah naemlich so aus: Er und sein Kumpel haben im Koalas gearbeitet und hatten deswegen ihre eigene Wohnung auf dem Gelaende. Aber die Wohnung war fuer 5 Leute gedacht und sie waren nur zu zweit und mussten noch fuer zwei andere mitbezahlen, die aber gar nicht dort uebernachtet haben. Also hat er Tona und mir gesagt, dass wir fuer 15 Dollar die Nacht dort einziehen koennten. Klang gut. Haben wir gemacht :D Durften die Leute von der Rezeption natuerlich nicht wissen und das lief alles eher illegal ab, aber ist gut gegangen und wir haben Geld gespart :D
Den Freitag Abend haben wir dann mit unseren drei Mitbewohnern Victor, Julien und Tobi vebracht. Erst haben wir etwas draussen gesessen und Karten gespielt und spaeter sind wir dann in den Irish Pub gegangen und haben uns ein bisschen Live Musik angehoert. War ziemlich lustig! Vor allem am Ende, als keiner mehr da war und nur noch ein paar betrunkene Locals auf der Tanzflaeche standen und gerockt haben :D Ich hab mich weggeschmissen. Im Bett waren wir dann so gegen halb 6 Uhr morgens. Lange Nacht!
Samstag gabs die Riesenueberraschung! Steph und Tabea haben angerufen und gesagt, dass sie auch in Airlie Beach sind und fuer zwei Naechte bleiben wollen! Die beiden sind dann auch in unser Hostel gezogen und es gab das grosse Wiedersehen :) War so cool! Abends haben wir dann noch zusammen gesessen und etwas getrunken und danach ging es noch ins "Mamma Africa's", ein ziemlich kleiner, aber cooler Nachtclub.
Sonntag war fuer Tona und mich Tag der Abreise. Wir hatten unseren Whitsunday Islands Segeltrip gebucht und der sollte um 13 Uhr starten. Steph und Tabea haben uns noch mit zum Hafen gebracht und dann mussten wir schon wieder Tschuess sagen. Diesmal ging es aber leichter. Vielleicht, weil Tona und ich dieses mal diejenigen waren, die weggegangen sind und nicht die, die zurueckgelassen werden.
Der Segeltrip war unglaublich schoen! Wir haben 3 Tage und 2 Naechte auf unserem Segelboot "Matador" verbracht... Naja, eigentlich nur die Tage. Nachts durften wir in einem Hostel auf Hook Island schlafen, weil auf dem Boot nicht genug Schlafplatz fuer alle da war. Wir hatten echt Glueck! So ein Bett an Land ist schon bequemer, als in einer stinkigen Kabine zu schlafen.
Der Sonntag ging mit einer Runde Schnorcheln los. Aber ich war etwas enttaeuscht, weil das Wasser unklar war und man nicht wirklich viel entdecken konnte. Den Rest des Tages haben wir dann mit sonnen verbracht und abends ging es fuer 10 von den 30 Leuten ab an Land. Der Rest musste im Boot schlafen. Wir haben dann in unserer Gruppe noch ein bisschen am Strand gesessen und erzaehlt und dann ging es gegen 12 Uhr aber ins Bettchen.
Am naechsten Morgen hat unser Skipper Shaun uns schon um 5:30 Uhr geweckt und zurueck aufs Boot gebracht. Wir sind dann zu einem perfekten Schnorchel- und Tauchspot gesegelt. Ich habe mich dafuer entschieden, nicht noch mal tauchen zu gehen, weil es wieder nur der Intro Dive gewesen waere und die ganzen Uebungen hatten wir ja schon in Townsville gemacht. Aber das Schnorcheln war genauso toll! Man hat fast noch mehr Fische gesehen, als beim Tauchen ins Townsville.
Als alle aus dem Wasser waren, ging es los zur Hauptinsel der Whitsundays, der "Whitsunday Island". Dort findet man den weissesten Sandstrand der Welt: Whithaven Beach! Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie wunderwunderwunderschoen es dort war! Weicher, weisser Sand, Sonnenschein, glasklares Wasser! Man musste nur bis zu den Knien ins Wasser gehen und hat schon allerlei entdeckt! So haben wir zum Beispiel einen kleinen Riffhai an uns vorbeischwimmen sehen. Und ihr wisst ja, wie gern ich Haie sehen wollte :) War zwar kein Weisser Hai, aber immerhin ein Anfang, hihi!
Meiner Meinung nach hatten wir viel zu wenig Zeit am Whitehaven Beach... nach zwei Stunden ging es schon wieder zurueck an Bord. Dann gab es Abendessen (fuer mich extra vegetarisch :)), eine Kennenlernrunde und danach wurden ein paar Trinkspiele gespielt. Irgendwann hat Shaun uns dann noch alle rueber nach Hook Island gefahren, wo wir ja sowieso schlafen mussten. In dem Resort gab es eine kleine Bar und da haben wir dann noch ein bisschen gesessen und getrunken und geredet. Um 11 Uhr mussten die anderen aber wieder zurueck aufs Boot und ich war auch schrecklich muede und bin ins Bett gegangen.
Heut morgen durften wir "ausschlafen", d.h. Shaun hat uns um 6:30 Uhr geweckt. Die letzten Stunden auf dem Boot waren sehr gechillt. Wir konnten nochmal schnorcheln gehen und ansonsten lagen wir eigentlich die ganze Zeit an Deck und haben uns gesonnt. Mein ganzer Ruecken ist verbrannt :( Autsch! Aber es gab auch keinen Schatten da und die Sonne hat die ganze Zeit geknallt!
Um 11 Uhr waren wir dann zurueck am Hafen von Airlie Beach. Das erste, was Tona und ich machen wollten, war DUSCHEN! Das ging naemlich auf dem Boot so gut wie gar nicht. Hat sehr gut getan, das ganze Salzwasser abzuwaschen und die Haare richtig mit Shampoo zu waschen. Nach der Dusche haben wir uns noch ein bisschen an die Lagune von Airlie Beach gelegt, aber das wurde irgendwann auch zu warm. Und ja, jetzt sitzen wir hier im Internetcafe in Airlie Beach und warten auf unseren Greyhound, der uns nach Harvey Bay bringen wird. Das wird eine ziemlich lange Fahrt, 13 Stunden. Aber es ist eigentlich ganz praktisch... wir nehmen den Bus um 20 Uhr abends und kommen morgens dann in Harvey Bay an. So sparen wir uns die Unterkunft fuer die Nacht und koennen einfach im Bus schlafen.
Oh Gott. Das war jetzt aber ein Roman. Hoffentlich hat das ueberhaupt irgendjemand durchgelesen :D Ich sollte das mit dem Schreiben nicht immer so lange aufschieben :P
Naja, ich hoffe, ihr merkt, dass mir das Reisen ziemlich gut gefaellt :) Von mir aus koennten wir nur noch reisen und gar nicht mehr arbeiten :D Aber das wuerde etwas teuer werden...
Das einzige Problem ist, dass man so viele tolle Leute trifft und sich dauernd wieder verabschieden muss. Ich weiss nicht, ob ich mich daran gewoehnen kann :(
Hoffe, euch gehts allen gut!
Bis bald, muchachos :)
Am Sonntag, den 29. November, ging unsere Reise endlich los und wir haben Tully um 10 Uhr morgens verlassen. Es war doch ziemlich traurig, aber alle unsere Freunde sind noch mit zur Bushaltestelle gekommen und haben gewunken :) Ausserdem waren wir ja zu viert unterwegs, also Steph, Tabea, Tona und ich. Nach ungefaehr drei Stunden Busfahrt sind wir in Townsville angekommen und mussten uns erstmal eine Unterkunft suchen. Wir haben uns dann fuers "Globetrotter" entschieden, ein relativ kleines und ruhiges Hostel. War aber auch okay so. Wir haben uns ein Viererzimmer geteilt und hatten sowieso erstmal keine Lust auf neue Leute, weil wir den alten noch hinterhergetrauert haben... Am ersten Tag in Townsville ist nicht so viel passiert. Wir haben uns ueber verschiedene Tauchtrips erkundigt und abends ging's dann ins Kino, um "New Moon" zu schauen, wobei Tona und Steph eingeschlafen sind :D Ich fand den Film tooooll :D
Am Montag sind wir dann erstmal ein bisschen einkaufen gegangen und haben unsere Tauchtour gebucht. Danach gings ab zur Magnetic Island. Ich muss sagen, dass ich davon ein bisschen enttaeuscht war. Kann aber auch daran liegen, dass wir von der Insel kaum was gesehen haben, weil wir die ganze Zeit am Strand lagen und geschlafen haben :D Wir wollten uns eigentlich ein Auto mieten und ein bisschen rumfahren, aber das geht erst ab 21 und die Roller waren alle schon verliehen. Naja. Schlafen war auch gut :D Das Highlight des Tages war eigentlich der kleine Koala, den Tona auf einem Baum entdeckt hat! Der sass da ganz ruhig und hat geschlafen. Sueeeess! Gegen Abend gings dann mit der Faehre zurueck nach Townsville. Wir mussten frueh ins Bett gehen, denn am naechsten Morgen sollte unsere Tauchtour starten.
Wir sind Dienstag dann also um 5:15 Uhr aufgestanden und haben uns auf den Weg zum Hafen gemacht, wo unser Boot abfahren sollte. Vor der Abfahrt mussten allerdings erstmal die Neoprenanzuege und Flossen anprobiert werden. PUH! Ich hab bestimmt ne halbe Stunde gebraucht, um diesen doofen Anzug anzuziehen und danach war ich komplett nassgeschwitzt! :D Der Tauchtrip an sich war einfach grossartig! Wir sind erstmal drei Stunden nur gefahren, um zum Great Barrier Reef zu kommen. In der Zeit konnten wir auf dem Boot chillen, uns sonnen und leckere Snacks essen :) Unser Tauchlehrer hat uns dann auch schon mal erklaert, was wir alles beachten muessen und so weiter, aber ich konnte nicht richtig zuhoeren, weil das Boot ziemlich geschaukelt hat und mir leicht schwindlig war. Naja. Dann hiess es irgendwann: ab ins Wasser! Tabea, Steph, Tona und ich waren die einzigen Intro Diver, was auch ganz gut so war. Leider sind am Ende doch nur Tona und ich richtig tauchen gewesen, weil die anderen beiden Probleme mit dem Druckausgleich bzw Angst hatten :( Mir haben anfangs auch die Ohren ein bisschen weh getan, aber das ging dann irgendwann doch. WOW. So viele bunte Fische und Korallen und ueberhaupt und sowieso... unbeschreiblich! Wir haetten und das Sydney Aquarium sparen koennen, weil es hier alles live zu sehen gab! Ich war wirklich begeistert!
Nach dem Tauchgang durften wir noch ein bisschen schnorcheln und dann gings auch schon wieder zurueck nach Townsville. Abends wollten wir eigentlich noch ein bisschen Abschied feiern, weil Steph und Tabea am naechsten Tag abreisen wollten, aber Tona und ich noch einen Tag laenger eingeplant hatten. Leider waren alle muede oder hatten Ohren- bzw. Bauchschmerzen. Wir waren dann also frueh im Bett.
Der Abschied am Mittwoch war ziemlich schwer fuer alle. Ich hab einige Traenen vergossen, denn die beiden sind mir wirklich ans Herz gewachsen!
Als sie dann weg waren, war es erstmal ein bisschen ruhig und Tona und ich waren beide ganz in Gedanken versunken. Wir sind dann noch ein bisschen an der Esplanade entlang spaziert und haben uns den Strand angeschaut. Wunderschoen! Abends gabs mal wieder Nudeln mit Tomatensosse und dann ging es ab in den Irish Pub. Wir waren gerade durch die Tuer, da kamen drei irische Jungs an und haben uns den ersten Drink ausgegeben. Es sollte nicht bei einem Drink bleiben... Am Ende des Abends hatten wir keinen einzigen Dollar bezahlt :D Ziemlich praktisch.
Donnerstags gings dann weiter nach Airlie Beach. Die Fahrt mit dem Greyhound hat ungefaehr 5 Stunden gedauert. Aber ich liiiebe das Busfahren hier! Es ist schoen kuehl, man kann Filme schauen und schlafen. Wunderbar :) In Airlie Beach angekommen, mussten wir erstmal eine Unterkunft finden, was sich als relativ schwierig erweisen sollte. Letztendlich sind wir im "Magnums" gelandet, einem riesigen Partyhostel! Wir haben erstmal fuer eine Nacht eingecheckt, weil wir dachten, dass wir am naechsten Tag vielleicht schon unsere Segeltour zu den Whitsunday Islands starten wuerden. Das Zimmer war eigentlich sehr schoen. Wir haben uns mit 5 anderen Leuten ein Bungalow geteilt mit Balkon und Klimaanlage und allem drum und dran. Unsere Mitbewohner waren allesamt maennlich und haben uns dann gleich eingeladen, ein bisschen was mit ihnen zu trinken. Den Abend haben wir dann in einer kleinen Gruppe auf unserer Terasse verbracht. War ganz nett. Nur irgendwann wollte ich dann auch schlafen. War nicht moeglich. Dauernd wurde das Licht angeschaltet oder jemand kam rein und ist auf Toilette gerannt oder hat durchs Zimmer gebruellt. Im Endeffekt hatte ich glaube ich zwei Stunden Schlaf, weil wir am naechsten Morgen um 10 schon wieder auschecken mussten.
Eigentlich wollten wir noch laenger im Magnums bleiben, aber es war fuer die naechsten Tage komplett ausgebucht. Aber wir hatten Glueck und sind von Victor angesprochen worden! Der hat uns angeboten, dass wir ins "Koalas", ein anderes Hostel, kommen koennten. Das sah naemlich so aus: Er und sein Kumpel haben im Koalas gearbeitet und hatten deswegen ihre eigene Wohnung auf dem Gelaende. Aber die Wohnung war fuer 5 Leute gedacht und sie waren nur zu zweit und mussten noch fuer zwei andere mitbezahlen, die aber gar nicht dort uebernachtet haben. Also hat er Tona und mir gesagt, dass wir fuer 15 Dollar die Nacht dort einziehen koennten. Klang gut. Haben wir gemacht :D Durften die Leute von der Rezeption natuerlich nicht wissen und das lief alles eher illegal ab, aber ist gut gegangen und wir haben Geld gespart :D
Den Freitag Abend haben wir dann mit unseren drei Mitbewohnern Victor, Julien und Tobi vebracht. Erst haben wir etwas draussen gesessen und Karten gespielt und spaeter sind wir dann in den Irish Pub gegangen und haben uns ein bisschen Live Musik angehoert. War ziemlich lustig! Vor allem am Ende, als keiner mehr da war und nur noch ein paar betrunkene Locals auf der Tanzflaeche standen und gerockt haben :D Ich hab mich weggeschmissen. Im Bett waren wir dann so gegen halb 6 Uhr morgens. Lange Nacht!
Samstag gabs die Riesenueberraschung! Steph und Tabea haben angerufen und gesagt, dass sie auch in Airlie Beach sind und fuer zwei Naechte bleiben wollen! Die beiden sind dann auch in unser Hostel gezogen und es gab das grosse Wiedersehen :) War so cool! Abends haben wir dann noch zusammen gesessen und etwas getrunken und danach ging es noch ins "Mamma Africa's", ein ziemlich kleiner, aber cooler Nachtclub.
Sonntag war fuer Tona und mich Tag der Abreise. Wir hatten unseren Whitsunday Islands Segeltrip gebucht und der sollte um 13 Uhr starten. Steph und Tabea haben uns noch mit zum Hafen gebracht und dann mussten wir schon wieder Tschuess sagen. Diesmal ging es aber leichter. Vielleicht, weil Tona und ich dieses mal diejenigen waren, die weggegangen sind und nicht die, die zurueckgelassen werden.
Der Segeltrip war unglaublich schoen! Wir haben 3 Tage und 2 Naechte auf unserem Segelboot "Matador" verbracht... Naja, eigentlich nur die Tage. Nachts durften wir in einem Hostel auf Hook Island schlafen, weil auf dem Boot nicht genug Schlafplatz fuer alle da war. Wir hatten echt Glueck! So ein Bett an Land ist schon bequemer, als in einer stinkigen Kabine zu schlafen.
Der Sonntag ging mit einer Runde Schnorcheln los. Aber ich war etwas enttaeuscht, weil das Wasser unklar war und man nicht wirklich viel entdecken konnte. Den Rest des Tages haben wir dann mit sonnen verbracht und abends ging es fuer 10 von den 30 Leuten ab an Land. Der Rest musste im Boot schlafen. Wir haben dann in unserer Gruppe noch ein bisschen am Strand gesessen und erzaehlt und dann ging es gegen 12 Uhr aber ins Bettchen.
Am naechsten Morgen hat unser Skipper Shaun uns schon um 5:30 Uhr geweckt und zurueck aufs Boot gebracht. Wir sind dann zu einem perfekten Schnorchel- und Tauchspot gesegelt. Ich habe mich dafuer entschieden, nicht noch mal tauchen zu gehen, weil es wieder nur der Intro Dive gewesen waere und die ganzen Uebungen hatten wir ja schon in Townsville gemacht. Aber das Schnorcheln war genauso toll! Man hat fast noch mehr Fische gesehen, als beim Tauchen ins Townsville.
Als alle aus dem Wasser waren, ging es los zur Hauptinsel der Whitsundays, der "Whitsunday Island". Dort findet man den weissesten Sandstrand der Welt: Whithaven Beach! Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie wunderwunderwunderschoen es dort war! Weicher, weisser Sand, Sonnenschein, glasklares Wasser! Man musste nur bis zu den Knien ins Wasser gehen und hat schon allerlei entdeckt! So haben wir zum Beispiel einen kleinen Riffhai an uns vorbeischwimmen sehen. Und ihr wisst ja, wie gern ich Haie sehen wollte :) War zwar kein Weisser Hai, aber immerhin ein Anfang, hihi!
Meiner Meinung nach hatten wir viel zu wenig Zeit am Whitehaven Beach... nach zwei Stunden ging es schon wieder zurueck an Bord. Dann gab es Abendessen (fuer mich extra vegetarisch :)), eine Kennenlernrunde und danach wurden ein paar Trinkspiele gespielt. Irgendwann hat Shaun uns dann noch alle rueber nach Hook Island gefahren, wo wir ja sowieso schlafen mussten. In dem Resort gab es eine kleine Bar und da haben wir dann noch ein bisschen gesessen und getrunken und geredet. Um 11 Uhr mussten die anderen aber wieder zurueck aufs Boot und ich war auch schrecklich muede und bin ins Bett gegangen.
Heut morgen durften wir "ausschlafen", d.h. Shaun hat uns um 6:30 Uhr geweckt. Die letzten Stunden auf dem Boot waren sehr gechillt. Wir konnten nochmal schnorcheln gehen und ansonsten lagen wir eigentlich die ganze Zeit an Deck und haben uns gesonnt. Mein ganzer Ruecken ist verbrannt :( Autsch! Aber es gab auch keinen Schatten da und die Sonne hat die ganze Zeit geknallt!
Um 11 Uhr waren wir dann zurueck am Hafen von Airlie Beach. Das erste, was Tona und ich machen wollten, war DUSCHEN! Das ging naemlich auf dem Boot so gut wie gar nicht. Hat sehr gut getan, das ganze Salzwasser abzuwaschen und die Haare richtig mit Shampoo zu waschen. Nach der Dusche haben wir uns noch ein bisschen an die Lagune von Airlie Beach gelegt, aber das wurde irgendwann auch zu warm. Und ja, jetzt sitzen wir hier im Internetcafe in Airlie Beach und warten auf unseren Greyhound, der uns nach Harvey Bay bringen wird. Das wird eine ziemlich lange Fahrt, 13 Stunden. Aber es ist eigentlich ganz praktisch... wir nehmen den Bus um 20 Uhr abends und kommen morgens dann in Harvey Bay an. So sparen wir uns die Unterkunft fuer die Nacht und koennen einfach im Bus schlafen.
Oh Gott. Das war jetzt aber ein Roman. Hoffentlich hat das ueberhaupt irgendjemand durchgelesen :D Ich sollte das mit dem Schreiben nicht immer so lange aufschieben :P
Naja, ich hoffe, ihr merkt, dass mir das Reisen ziemlich gut gefaellt :) Von mir aus koennten wir nur noch reisen und gar nicht mehr arbeiten :D Aber das wuerde etwas teuer werden...
Das einzige Problem ist, dass man so viele tolle Leute trifft und sich dauernd wieder verabschieden muss. Ich weiss nicht, ob ich mich daran gewoehnen kann :(
Hoffe, euch gehts allen gut!
Bis bald, muchachos :)
Samstag, 28. November 2009
Vielleicht war Tully ja doch nicht so schlecht :(
Oh je. Ich kanns nicht glauben, dass unsere zwei Monate in Tully jetzt wirklich vorbei sind…
Es ist seltsam. Die ganze Zeit haben wir immer nur gemotzt und wollten hier weg und jetzt ist es endlich soweit und ich muss sagen, dass ich doch den Traenen nahe bin…
Ich habe eigentlich erst vor ein paar Wochen angefangen mich hier so richtig wohl zu fuehlen. Ich glaube, der Knackpunkt war ein Tag bei der Arbeit, an dem ich mal wieder Bananenbaumblaetter geschnitten habe und ueber zu Hause nachdenken musste. Da habe ich naemlich beschlossen, dass es nichts bringt, wenn man die ganze Zeit nur zurueckdenkt und sich einredet, dass es vielleicht schoener waere, wenn man jetzt in Erftstadt sein koennte. Ich dachte: So Anna, jetzt bist du hier in Australien und natuerlich vermisst du deine Freunde und deine Familie in Deutschland, aber die wirst du ja wiedersehen und ausserdem lernst du so viele neue Freunde kennen und darauf solltest du dich ab jetzt konzentrieren und dich fuer die ganze Sache mal oeffnen. Und das hat auch geklappt und mir ging es auf einmal viel besser!
Tully ist fuer mich wie mein “australisches Zuhause” geworden. Ich habe hier gearbeitet, gegessen, geschlafen, gefeiert und mich ab und an auch mal gelangweilt :)Ich habe Freunde gefunden, die mir in nur zwei Monaten unglaublich wichtig geworden sind und die ich jetzt bestimmt schrecklich vermissen werde. Tabea und Steph, Jen, Donna, Janina, Francesca, Annika, Smithy, Daniel, Chris, Henryk, Roxy, Amber, Laura, Marie und so viele andere… Auch unser Boss Peter wird mir fehlen :( Aber er hat uns angeboten, dass wir jederzeit wiederkommen und bei ihm arbeiten koennen. Ehrlich gesagt habe ich aber auch die Schnauze voll von Bananen jetzt :D
Die letzte Arbeitswoche war grausam! Wir hatten so viele neue Arbeiterinnen, dass alles drunter und drueber gegangen ist. Hoehepunkt war definitiv der Freitag… Beim Blaetterschneiden sind wir in einem Block gewesen, in dem auch die Humper (die Jungs, die die Stauden abschneiden, wenn sie reif sind) gearbeitet haben. Und da habe ich mich mit einem von denen ganz kurz unterhalten und hab nachher zu Janina gesagt, dass ich finde, dass der ganz huebsch aussieht. Janina ist dann wiederum zu Peter, unserem Boss, gegangen und hat ihm das erzaehlt und der fand das alles ziemlich lustig. Also ist Peter in der Mittagspause zu den Humpern gegangen und hat denen erzaehlt, dass ich mich in den einen Typ verknallt haette und ob er nicht abends mit mir ausgehen moechte. DAS WAR SO PEINLICH! Ich hab mich den ganzen Abend versteckt und hatte Angst, dass er im “Rafters” auftauchen koennte. Gottseidank hat er mich nicht gesehen.
Ansonsten war der Abend ziemlich, ziemlich lustig! Wir waren erst nur im Rafters und haben etwas getrunken und sind dann noch in einen anderen Pub gegangen, in dem eine Live Band gespielt hat. Die ganzen alten Farmer haben getanzt und Party gemacht :D Ploetzlich stand ich irgendwie hinterm Mikrophon und sollte singen, aber ich kannte das Lied gar nicht. Ahhh. Peinliche Sache.
Als die Party vorbei war und alle Bars geschlossen hatten, sind Jen und ich mal wieder schwimmen gegangen. Dieses Mal sind wir aber nicht einfach so in den Pool gesprungen, sondern erst auf den Balkon geklettert und von oben reingeplumpst. War lustig :D Danach sind alle schlafen gegangen, aber ich sass noch ein bisschen auf dem Balkon und hab mit einem Freund geplaudert.
Den Tag heute hab ich groesstenteils mit Packen verbracht. Muss ziemlich viel hierlassen, weil einfach nicht alles in den Rucksack passt… (Sorry, Mama, aber das bedeutet jetzt das Ende fuer die Trekkingsandalen ;)). Die Arbeitssachen habe ich in den Muell geschmissen. Am besten sah meine ehemals weisse Hose aus… die ist jetzt irgendwie braun.
Naja und eben haben wir dann unser Greyhound Ticket gekauft. Morgen gehts um 9:40 Uhr los. Ab nach Townsville :) Jen reist heute Abend schon ab. Das wird traurig. Vielleicht gehen wir noch in ein Restaurant und feiern ein bisschen Abschied, mal sehen.
Ich freu mich aufs Reisen,aber die Zeit hier in Tully werde ich niemals vergessen und in guter Erinnerung behalten…
Ich meld mich dann, wenn wir in Townsville sind und unseren Tauchkurs starten :)
Machts gut!
Ein paar Fotos von letzter Nacht :)




Es ist seltsam. Die ganze Zeit haben wir immer nur gemotzt und wollten hier weg und jetzt ist es endlich soweit und ich muss sagen, dass ich doch den Traenen nahe bin…
Ich habe eigentlich erst vor ein paar Wochen angefangen mich hier so richtig wohl zu fuehlen. Ich glaube, der Knackpunkt war ein Tag bei der Arbeit, an dem ich mal wieder Bananenbaumblaetter geschnitten habe und ueber zu Hause nachdenken musste. Da habe ich naemlich beschlossen, dass es nichts bringt, wenn man die ganze Zeit nur zurueckdenkt und sich einredet, dass es vielleicht schoener waere, wenn man jetzt in Erftstadt sein koennte. Ich dachte: So Anna, jetzt bist du hier in Australien und natuerlich vermisst du deine Freunde und deine Familie in Deutschland, aber die wirst du ja wiedersehen und ausserdem lernst du so viele neue Freunde kennen und darauf solltest du dich ab jetzt konzentrieren und dich fuer die ganze Sache mal oeffnen. Und das hat auch geklappt und mir ging es auf einmal viel besser!
Tully ist fuer mich wie mein “australisches Zuhause” geworden. Ich habe hier gearbeitet, gegessen, geschlafen, gefeiert und mich ab und an auch mal gelangweilt :)Ich habe Freunde gefunden, die mir in nur zwei Monaten unglaublich wichtig geworden sind und die ich jetzt bestimmt schrecklich vermissen werde. Tabea und Steph, Jen, Donna, Janina, Francesca, Annika, Smithy, Daniel, Chris, Henryk, Roxy, Amber, Laura, Marie und so viele andere… Auch unser Boss Peter wird mir fehlen :( Aber er hat uns angeboten, dass wir jederzeit wiederkommen und bei ihm arbeiten koennen. Ehrlich gesagt habe ich aber auch die Schnauze voll von Bananen jetzt :D
Die letzte Arbeitswoche war grausam! Wir hatten so viele neue Arbeiterinnen, dass alles drunter und drueber gegangen ist. Hoehepunkt war definitiv der Freitag… Beim Blaetterschneiden sind wir in einem Block gewesen, in dem auch die Humper (die Jungs, die die Stauden abschneiden, wenn sie reif sind) gearbeitet haben. Und da habe ich mich mit einem von denen ganz kurz unterhalten und hab nachher zu Janina gesagt, dass ich finde, dass der ganz huebsch aussieht. Janina ist dann wiederum zu Peter, unserem Boss, gegangen und hat ihm das erzaehlt und der fand das alles ziemlich lustig. Also ist Peter in der Mittagspause zu den Humpern gegangen und hat denen erzaehlt, dass ich mich in den einen Typ verknallt haette und ob er nicht abends mit mir ausgehen moechte. DAS WAR SO PEINLICH! Ich hab mich den ganzen Abend versteckt und hatte Angst, dass er im “Rafters” auftauchen koennte. Gottseidank hat er mich nicht gesehen.
Ansonsten war der Abend ziemlich, ziemlich lustig! Wir waren erst nur im Rafters und haben etwas getrunken und sind dann noch in einen anderen Pub gegangen, in dem eine Live Band gespielt hat. Die ganzen alten Farmer haben getanzt und Party gemacht :D Ploetzlich stand ich irgendwie hinterm Mikrophon und sollte singen, aber ich kannte das Lied gar nicht. Ahhh. Peinliche Sache.
Als die Party vorbei war und alle Bars geschlossen hatten, sind Jen und ich mal wieder schwimmen gegangen. Dieses Mal sind wir aber nicht einfach so in den Pool gesprungen, sondern erst auf den Balkon geklettert und von oben reingeplumpst. War lustig :D Danach sind alle schlafen gegangen, aber ich sass noch ein bisschen auf dem Balkon und hab mit einem Freund geplaudert.
Den Tag heute hab ich groesstenteils mit Packen verbracht. Muss ziemlich viel hierlassen, weil einfach nicht alles in den Rucksack passt… (Sorry, Mama, aber das bedeutet jetzt das Ende fuer die Trekkingsandalen ;)). Die Arbeitssachen habe ich in den Muell geschmissen. Am besten sah meine ehemals weisse Hose aus… die ist jetzt irgendwie braun.
Naja und eben haben wir dann unser Greyhound Ticket gekauft. Morgen gehts um 9:40 Uhr los. Ab nach Townsville :) Jen reist heute Abend schon ab. Das wird traurig. Vielleicht gehen wir noch in ein Restaurant und feiern ein bisschen Abschied, mal sehen.
Ich freu mich aufs Reisen,aber die Zeit hier in Tully werde ich niemals vergessen und in guter Erinnerung behalten…
Ich meld mich dann, wenn wir in Townsville sind und unseren Tauchkurs starten :)
Machts gut!
Ein paar Fotos von letzter Nacht :)
Sonntag, 15. November 2009
Rather be killed in a gully than two months in Tully...
Okay, das mit dem Gedicht ist leider doch nix geworden, weil ich ueber die zwei obenstehenden Zeilen nicht hinaus gekommen bin. Vielleicht versuch ichs irgendwann nochmal auf Deutsch, aber eigentlich ist dieses Kaff es hier auch gar nicht wert, dass man seine wertvolle Zeit darauf verschwendet, ein Gedicht ueber das Leben hier zu schreiben...
Es tut mir auch wirklich Leid, dass ich so selten etwas auf den Blog schreibe, aber ich weiss einfach nicht, was ich erzaehlen soll.
Das klingt jetzt wahrscheinlich alles ganz fuerchterlich, aber mir geht es eigentlich doch sehr gut hier! Also nicht, dass ihr euch Sorgen machen muesstet! ;)
Es ist nur so, dass das Leben hier so alltaeglich geworden ist und jeder Tag seinen festen Ablauf hat. Natuerlich ist es immer noch anders, als der Alltag in Deutschland, weil man sich ja immer im Klaren darueber ist, dass das hier Australien ist und ein vollkommen neuer Lebensabschnitt - das wird mir immer besonders bewusst, wenn ich morgens auf dem Weg zur Arbeit im Jeep sitze und aus dem Fenster schaue: endlose Weiten; Berge, die noch im Nebel liegen; Regenwald und vereinzelt ein paar kleine Haeuschen. Aber trotzdem ist es bei der Arbeit jeden Tag das Gleiche: Blaetter schneiden, Fruehstueckspause, Blaetter schneiden, Lunchpause, Baeume aneinanderbinden oder Stauden beschneiden, nach Hause fahren. Mich langweilt das jetzt nach anderthalb Monaten schon, aber man muss sich mal vor Augen fuehren, dass so gut wie alle Einwohner von Tully das ihr ganzes Leben lang machen. Fast jeder, mit dem man sich unterhaelt, erzaehlt, dass er auf einer Bananenfarm arbeitet. Der Besitzer unserer Farm hat letzte Woche ein Kind bekommen und war uebergluecklich, dass es ein Junge ist, damit dieser spaeter einmal die Farm uebernehmen kann.
Die jungen Leute hier gehen bis zur 10. Klasse zur Schule, machen vielleicht noch eine Ausbildung und fangen dann doch an, auf einer Farm zu arbeiten. Bildung hat hier keinen so hohen Stellenwert - was jetzt nicht bedeuten soll, dass alle Leute hier dumm sind! Man steht einfach nicht unter diesem Leistungsdruck und sieht einiges viel lockerer. Fuer mich waere das nix, aber die Menschen hier scheinen doch zufrieden zu sein mit ihren Bananenjobs. Das ist eine ganz andere Welt.
Zwei Wochen werden wir jetzt noch hier bleiben und dann geht die Reise endlich weiter. Das wird jetzt auch langsam mal Zeit! Viele Leute, die man lieb gewonnen hat, sind jetzt schon weg und es haelt einen immer weniger in Tully. Vor zwei Wochen ist unsere italienische Mitbewohnerin Francesca abgereist und Donnerstag hatte meine Arbeitspartnerin Marie ihren letzten Tag. Sie hat uns dann auch Freitag Abend zu ihrer Abschiedsparty eingeladen, was sehr schoen war. Die Party fand im Haus von einem der Locals statt und es waren dann auch fast nur Einheimische da. Das war einfach mal eine schoene Abwechslung! Danach sind wir dann noch ins "Rafters" gegangen, aber das war dann nicht mehr ganz so toll ;)
Freitag hatten wir uebrigens auch den ganzen Tag frei, weil die Beerdigung der Oma unseres Chefs war. Das war mal ganz gut (also nicht, dass sie gestorben ist!!!), weil wir so ein bisschen was erledigen konnten. Wir waren bei der Bank, weil noch was wegen der Steuernummer geklaert werden musste, dann haben wir uns im Reisebuero nach dem Greyhound-Ticket erkundigt, weil wir die Ostkueste ja mit dem Bus herunter reisen wollen und zu guter Letzt haben Steph und ich uns noch einen iPod gekauft. Mir ist letzte Woche naemlich mein MP3Player kaputt gegangen (keine Angst, Jule, nicht deiner ;)) und ohne Musik geht das hier ueberhaupt nicht! Ausserdem sind die iPods hier auch viel billiger als in Europa. Einmal kann man sich ja was goennen ;)
Und Samstag hat die Jen mir dann ihre ganze Musik gegeben. Abgesehen von Rammstein gefaellt mir das auch alles ganz gut. Bin jetzt die ganze Zeit damit beschaeftigt, das alles durchzuhoeren :D
Samstag Abend haben wir dann Disney-Nacht gemacht und Dschungelbuch, Aladdin und Tarzan geguckt :) Das war toooll, weil alle immer die Lieder mitgesungen haben und fast das komplette Hostel vorm Fernseher sass.
Und heute morgen hat Tona mich geweckt, weil sie die spontane Idee hatte, den Mount Tyson zu besteigen! Das haben wir dann auch gemacht :D War echt lustig... Am Anfang dachten wir, dass wir das nie schaffen werden. Es gab keinen richtigen Wanderweg und man musste eher klettern als laufen, aber nach zweieinhalb Stunden waren wir dann oben und konnten uns Tully mal von oben anschauen ;) Wir haben sogar das Meer gesehen. War schoen und mal eine Abwechslung zum ewigen Rumhocken im Hostel! Aber danach war ich echt fertig und hatte Kopfschmerzen. Jetzt gehts aber wieder!
Sorry, dass ich schon wieder nix Spektakulaeres zu berichten habe (ihr habt wahrscheinlich schon alle aufgehoert, meinen Blog zu lesen :D), aber in zwei Wochen gehts ja weiter. Wir checken hier am 29. November aus und machen uns dann zusammen mit Steph und Tabea auf den Weg nach Townsville. Da werd ich dann endlich meinen heissersehnten Tauchkurs machen. Juhu! Wie es genau weitergeht, wissen wir aber noch nicht. Steph und Tabea muessen beide Mitte Dezember in Sydney sein, aber wir wollen uns da etwas mehr Zeit lassen und keinen Stress machen. Mal schauen, wie lange wir wo bleiben... Das wird toll!
Dafuer lohnt es sich auch, noch zwei weitere Wochen Bananenbaumblaetter zu schneiden :D
Bis dahiiin und machts gut!
Es tut mir auch wirklich Leid, dass ich so selten etwas auf den Blog schreibe, aber ich weiss einfach nicht, was ich erzaehlen soll.
Das klingt jetzt wahrscheinlich alles ganz fuerchterlich, aber mir geht es eigentlich doch sehr gut hier! Also nicht, dass ihr euch Sorgen machen muesstet! ;)
Es ist nur so, dass das Leben hier so alltaeglich geworden ist und jeder Tag seinen festen Ablauf hat. Natuerlich ist es immer noch anders, als der Alltag in Deutschland, weil man sich ja immer im Klaren darueber ist, dass das hier Australien ist und ein vollkommen neuer Lebensabschnitt - das wird mir immer besonders bewusst, wenn ich morgens auf dem Weg zur Arbeit im Jeep sitze und aus dem Fenster schaue: endlose Weiten; Berge, die noch im Nebel liegen; Regenwald und vereinzelt ein paar kleine Haeuschen. Aber trotzdem ist es bei der Arbeit jeden Tag das Gleiche: Blaetter schneiden, Fruehstueckspause, Blaetter schneiden, Lunchpause, Baeume aneinanderbinden oder Stauden beschneiden, nach Hause fahren. Mich langweilt das jetzt nach anderthalb Monaten schon, aber man muss sich mal vor Augen fuehren, dass so gut wie alle Einwohner von Tully das ihr ganzes Leben lang machen. Fast jeder, mit dem man sich unterhaelt, erzaehlt, dass er auf einer Bananenfarm arbeitet. Der Besitzer unserer Farm hat letzte Woche ein Kind bekommen und war uebergluecklich, dass es ein Junge ist, damit dieser spaeter einmal die Farm uebernehmen kann.
Die jungen Leute hier gehen bis zur 10. Klasse zur Schule, machen vielleicht noch eine Ausbildung und fangen dann doch an, auf einer Farm zu arbeiten. Bildung hat hier keinen so hohen Stellenwert - was jetzt nicht bedeuten soll, dass alle Leute hier dumm sind! Man steht einfach nicht unter diesem Leistungsdruck und sieht einiges viel lockerer. Fuer mich waere das nix, aber die Menschen hier scheinen doch zufrieden zu sein mit ihren Bananenjobs. Das ist eine ganz andere Welt.
Zwei Wochen werden wir jetzt noch hier bleiben und dann geht die Reise endlich weiter. Das wird jetzt auch langsam mal Zeit! Viele Leute, die man lieb gewonnen hat, sind jetzt schon weg und es haelt einen immer weniger in Tully. Vor zwei Wochen ist unsere italienische Mitbewohnerin Francesca abgereist und Donnerstag hatte meine Arbeitspartnerin Marie ihren letzten Tag. Sie hat uns dann auch Freitag Abend zu ihrer Abschiedsparty eingeladen, was sehr schoen war. Die Party fand im Haus von einem der Locals statt und es waren dann auch fast nur Einheimische da. Das war einfach mal eine schoene Abwechslung! Danach sind wir dann noch ins "Rafters" gegangen, aber das war dann nicht mehr ganz so toll ;)
Freitag hatten wir uebrigens auch den ganzen Tag frei, weil die Beerdigung der Oma unseres Chefs war. Das war mal ganz gut (also nicht, dass sie gestorben ist!!!), weil wir so ein bisschen was erledigen konnten. Wir waren bei der Bank, weil noch was wegen der Steuernummer geklaert werden musste, dann haben wir uns im Reisebuero nach dem Greyhound-Ticket erkundigt, weil wir die Ostkueste ja mit dem Bus herunter reisen wollen und zu guter Letzt haben Steph und ich uns noch einen iPod gekauft. Mir ist letzte Woche naemlich mein MP3Player kaputt gegangen (keine Angst, Jule, nicht deiner ;)) und ohne Musik geht das hier ueberhaupt nicht! Ausserdem sind die iPods hier auch viel billiger als in Europa. Einmal kann man sich ja was goennen ;)
Und Samstag hat die Jen mir dann ihre ganze Musik gegeben. Abgesehen von Rammstein gefaellt mir das auch alles ganz gut. Bin jetzt die ganze Zeit damit beschaeftigt, das alles durchzuhoeren :D
Samstag Abend haben wir dann Disney-Nacht gemacht und Dschungelbuch, Aladdin und Tarzan geguckt :) Das war toooll, weil alle immer die Lieder mitgesungen haben und fast das komplette Hostel vorm Fernseher sass.
Und heute morgen hat Tona mich geweckt, weil sie die spontane Idee hatte, den Mount Tyson zu besteigen! Das haben wir dann auch gemacht :D War echt lustig... Am Anfang dachten wir, dass wir das nie schaffen werden. Es gab keinen richtigen Wanderweg und man musste eher klettern als laufen, aber nach zweieinhalb Stunden waren wir dann oben und konnten uns Tully mal von oben anschauen ;) Wir haben sogar das Meer gesehen. War schoen und mal eine Abwechslung zum ewigen Rumhocken im Hostel! Aber danach war ich echt fertig und hatte Kopfschmerzen. Jetzt gehts aber wieder!
Sorry, dass ich schon wieder nix Spektakulaeres zu berichten habe (ihr habt wahrscheinlich schon alle aufgehoert, meinen Blog zu lesen :D), aber in zwei Wochen gehts ja weiter. Wir checken hier am 29. November aus und machen uns dann zusammen mit Steph und Tabea auf den Weg nach Townsville. Da werd ich dann endlich meinen heissersehnten Tauchkurs machen. Juhu! Wie es genau weitergeht, wissen wir aber noch nicht. Steph und Tabea muessen beide Mitte Dezember in Sydney sein, aber wir wollen uns da etwas mehr Zeit lassen und keinen Stress machen. Mal schauen, wie lange wir wo bleiben... Das wird toll!
Dafuer lohnt es sich auch, noch zwei weitere Wochen Bananenbaumblaetter zu schneiden :D
Bis dahiiin und machts gut!
Dienstag, 10. November 2009
Heute bei der Arbeit...
... kam ich mir vor, wie der Papa von den "Dinos"... diese TV-Serie fuer Kinder! Kennt ihr die?
Der ist jedenfalls von Beruf Baumschubser!
Und wenn mir bei der Arbeit tote Bananenbaeume im Weg stehen, dann schubs ich die auch immer um! :D
Der ist jedenfalls von Beruf Baumschubser!
Und wenn mir bei der Arbeit tote Bananenbaeume im Weg stehen, dann schubs ich die auch immer um! :D
Tataaaa... Das war mein Highlight der Woche...
Ich schreibe aber gerade ein Gedicht ueber Tully, das wird hier in Kuerze zu lesen sein!
Sonntag, 1. November 2009
Happy Halloween und so!
Soo. Es ist mal wieder Sonntag und Zeit etwas auf den Blog zu schreiben, auch wenn die Woche eigentlich wieder genauso verlaufen ist wie die davor und die davor und die davor...
Der einzige Unterschied ist, dass es jetzt tagtaeglich regnet im schoenen Tully. Das macht die Arbeit natuerlich nicht leichter, weil die Plantagen jetzt total matschig und nass und vor allem RUTSCHIG sind! So kommt es dann auch ab und zu vor, dass ich mich auf die Schnauze lege. Na gut, eigentlich passiert das jeden Tag mindestens zwei mal. Ist aber weniger lustig, wenn man bedenkt, dass ich dabei ein zwei Meter langes Messer in der Hand halte. Aber bisher ist noch nichts Schlimmes passiert, ich hatte also Glueck!
Wenn es regnet, nehmen wir uns immer ein paar Plastiktueten, die eigentlich dafuer da sind, die Bananen einzupacken, und wickeln uns damit ein, damit wir nicht nass werden. Sieht ziemlich stylisch aus!
Mittwoch war bisher der schlimmste Tag, den wir bei der Arbeit je hatten! Es hat den ganzen Tag nur geregnet und dann mussten wir auch noch stundenlang Loecher graben mit so einer Art Spaten. Ich war nach 10 Loechern schon k.o., aber es sollten noch mindestens 50 weitere folgen... MUSKELKATER! Dann mussten wir in diese Loecher Duenger streuen und zum Schluss noch kleine Bananenbaeumchen einpflanzen. Puh! Am Ende des Tages bin ich nur noch schnell duschen gegangen, hab etwas gegessen und bin dann totmuede ins Bettchen gefallen.
Freitag hat es so sehr geregnet, dass unser Chef Peter uns den halben Tag frei gegeben hat. Das war aber auch gut so, weil wir noch viel vorhatten! Freitag Abend war naemlich grosse Halloweenparty und unsere Kostueme waren noch nicht mal ansatzweise fertig. Die Idee stand aber: Teenage Mutant Ninja Turtles! Genial, oder? Aus alten Bananenkisten haben wir unsere Panzer gebastelt und aus Karton goldene Guertelschnallen. Dann haben wir uns noch Masken und Spielzeugwaffen im Billigladen geholt. Ihr werdet euch jetzt vielleicht fragen, ob wir nich bescheuert sind, aber da es leider keine gruene Koerperschminke mehr gab, mussten wir halt gruene Acrylfarbe nehmen, mit der wir uns dann komplett angemalt haben! Ist n bisschen hart geworden und wir waren uns auch nicht sicher, ob wir das jemals wieder abwaschen koennen, aber sah ziemlich lustig aus! :D
Wir waren auch nicht vier, sondern fuenf Turtles, aber das war nicht so schlimm. Ich war Rafaelo, Tona Leonardo, Jen Donatello, Tabea Michelangelo und Francesca war dann eben Francesco! Auf jeden Fall waren alle sehr begeistert von unserem Kostuem. Die anderen sahen aber auch toll aus! Es gab Hexen, Vampire, tote Schluempfe, Obdachlose, Riesenbabies, Wassermelonen, Piraten usw.
Der Abend war echt super lustig und hat mal wieder damit geendet, dass ich im Pool gelandet bin - diesmal aber eher unfreiwillig! War dann aber doch ganz praktisch, weil so schon mal ein Grossteil der gruenen Farbe weggewaschen war. Danach sassen wir noch in einer kleinen Runde zusammen und haben versucht, einem Englaender ein bisschen Deutsch beizubringen. Hat aber nicht so gut geklappt: "Geben Sie mir mein Kuh, guten Tag!"
Samstag hatte dann Steph, eine Freundin aus Kanada. Geburtstag und wir haben sie ein bisschen ueberrascht. Morgens haben wir so getan, als haetten wir sie total vergessen. Dann hat eine von uns dafuer gesorgt, dass sie das Hostel verlassen musste, sodass wir ein bisschen Zeit hatten, die Kueche zu dekorieren und Obst und Kuchen zuzubereiten. Als Steph dann wiederkam, war sie sichtlich geruehrt und wir haben zusammen ein bisschen Kuchen gemampft.
Fuer abends war dann das "grosse Dinner" angesetzt, dass wir sonst eigentlich immer freitags machen. Wir waren drei 3er Gruppen und jede war fuer einen anderen Gang verantwortlich. Zuerst gab es Kuerbissuppe, dann einen koreanischen Hauptgang (sehr scharfe Nudeln!) und zum Nachtisch unsere Donuts, die nicht wie Donuts aussahen, aber trotzdem geschmeckt haben!
Danach waren wir verdammt voll und haben es gerade noch so geschafft, eine DVD zu schauen. Dabei bin ich dann aber auch eingenickt.
Das war so im Groben und Ganzen das Spannendste der letzten Woche. Unglaublich, was?
Mal sehen, vielleicht gibt es ja naechsten Sonntag etwas Besseres zu berichten ;)
Bis dahin!
Der einzige Unterschied ist, dass es jetzt tagtaeglich regnet im schoenen Tully. Das macht die Arbeit natuerlich nicht leichter, weil die Plantagen jetzt total matschig und nass und vor allem RUTSCHIG sind! So kommt es dann auch ab und zu vor, dass ich mich auf die Schnauze lege. Na gut, eigentlich passiert das jeden Tag mindestens zwei mal. Ist aber weniger lustig, wenn man bedenkt, dass ich dabei ein zwei Meter langes Messer in der Hand halte. Aber bisher ist noch nichts Schlimmes passiert, ich hatte also Glueck!
Wenn es regnet, nehmen wir uns immer ein paar Plastiktueten, die eigentlich dafuer da sind, die Bananen einzupacken, und wickeln uns damit ein, damit wir nicht nass werden. Sieht ziemlich stylisch aus!
Mittwoch war bisher der schlimmste Tag, den wir bei der Arbeit je hatten! Es hat den ganzen Tag nur geregnet und dann mussten wir auch noch stundenlang Loecher graben mit so einer Art Spaten. Ich war nach 10 Loechern schon k.o., aber es sollten noch mindestens 50 weitere folgen... MUSKELKATER! Dann mussten wir in diese Loecher Duenger streuen und zum Schluss noch kleine Bananenbaeumchen einpflanzen. Puh! Am Ende des Tages bin ich nur noch schnell duschen gegangen, hab etwas gegessen und bin dann totmuede ins Bettchen gefallen.
Freitag hat es so sehr geregnet, dass unser Chef Peter uns den halben Tag frei gegeben hat. Das war aber auch gut so, weil wir noch viel vorhatten! Freitag Abend war naemlich grosse Halloweenparty und unsere Kostueme waren noch nicht mal ansatzweise fertig. Die Idee stand aber: Teenage Mutant Ninja Turtles! Genial, oder? Aus alten Bananenkisten haben wir unsere Panzer gebastelt und aus Karton goldene Guertelschnallen. Dann haben wir uns noch Masken und Spielzeugwaffen im Billigladen geholt. Ihr werdet euch jetzt vielleicht fragen, ob wir nich bescheuert sind, aber da es leider keine gruene Koerperschminke mehr gab, mussten wir halt gruene Acrylfarbe nehmen, mit der wir uns dann komplett angemalt haben! Ist n bisschen hart geworden und wir waren uns auch nicht sicher, ob wir das jemals wieder abwaschen koennen, aber sah ziemlich lustig aus! :D
Wir waren auch nicht vier, sondern fuenf Turtles, aber das war nicht so schlimm. Ich war Rafaelo, Tona Leonardo, Jen Donatello, Tabea Michelangelo und Francesca war dann eben Francesco! Auf jeden Fall waren alle sehr begeistert von unserem Kostuem. Die anderen sahen aber auch toll aus! Es gab Hexen, Vampire, tote Schluempfe, Obdachlose, Riesenbabies, Wassermelonen, Piraten usw.
Der Abend war echt super lustig und hat mal wieder damit geendet, dass ich im Pool gelandet bin - diesmal aber eher unfreiwillig! War dann aber doch ganz praktisch, weil so schon mal ein Grossteil der gruenen Farbe weggewaschen war. Danach sassen wir noch in einer kleinen Runde zusammen und haben versucht, einem Englaender ein bisschen Deutsch beizubringen. Hat aber nicht so gut geklappt: "Geben Sie mir mein Kuh, guten Tag!"
Samstag hatte dann Steph, eine Freundin aus Kanada. Geburtstag und wir haben sie ein bisschen ueberrascht. Morgens haben wir so getan, als haetten wir sie total vergessen. Dann hat eine von uns dafuer gesorgt, dass sie das Hostel verlassen musste, sodass wir ein bisschen Zeit hatten, die Kueche zu dekorieren und Obst und Kuchen zuzubereiten. Als Steph dann wiederkam, war sie sichtlich geruehrt und wir haben zusammen ein bisschen Kuchen gemampft.
Fuer abends war dann das "grosse Dinner" angesetzt, dass wir sonst eigentlich immer freitags machen. Wir waren drei 3er Gruppen und jede war fuer einen anderen Gang verantwortlich. Zuerst gab es Kuerbissuppe, dann einen koreanischen Hauptgang (sehr scharfe Nudeln!) und zum Nachtisch unsere Donuts, die nicht wie Donuts aussahen, aber trotzdem geschmeckt haben!
Danach waren wir verdammt voll und haben es gerade noch so geschafft, eine DVD zu schauen. Dabei bin ich dann aber auch eingenickt.
Das war so im Groben und Ganzen das Spannendste der letzten Woche. Unglaublich, was?
Mal sehen, vielleicht gibt es ja naechsten Sonntag etwas Besseres zu berichten ;)
Bis dahin!
Sonntag, 18. Oktober 2009
Was Freitag und gestern so passiert ist ;)
Yay! Endlich war mal was los in Tully! Die letzte Woche Arbeit verlief wie immer... es ist laaangweilig und wird von Tag zu Tag schlimmer, weil es immer heisser wird hier in Queensland. Die letzte Woche waren es immer so um die 32 Grad. Gottseidank duerfen wir bei der Arbeit immer Musik hoeren, aber mittlerweile sind alle meine Batterien leer und ich war bisher noch zu faul und zu geizig, mir neue zu kaufen :D
Freitag war dann endlich wieder Wochenende! Nach der Arbeit bin ich erst unter die Dusche gehuepft und hab dann ein bisschen was gelesen und gechillt. Abends sind wir dann nebenan in die Bar gegangen und haben unseren "free jug" getrunken. Alle, die in unserem Hostel wohnen bekommen freitags naemlich immer 1114 mL Bier umsonst! Und das ist ja schon einiges ;)
Ich hatte eigentlich keine zu hohen Erwartungen an den Abend, weil es bisher ja immer langweilig war, aber diesen Freitag war es echt okay. Ich hatte einige nette Konversationen ueber Globalisierung und sonstigen Bloedsinn. Irgendwann kam dann aber so ein komischer Typ an und hat mich zu getextet. Am Anfang habe ich das noch ueber mich ergehen lassen, aber irgendwann fing er dann an, wirklich widerliche Dinge von sich zu geben... Er meinte unter anderem, dass Juden nach altem Gas stinken wuerden. Damit war der nette Abend dann vorbei fuer mich. Bin ins Bett gegangen und schlecht gelaunt eingeschlafen.
Der Tag gestern ging damit los, dass wir alle zusammen einkaufen gegangen sind im Bottle Shop. Bisschen Bier, bisschen Wein... Dann haben wir das alles zusammengepackt und haben uns auf den Weg nach Mission Beach gemacht. Dort fand naemlich das "Mission Evolve Music Festival" statt. Ich war sooo voller Vorfreude! Endlich mal wieder anstaendige Musik und nette Leute.
Die Party ging eigentlich schon in unserem Shuttle Bus los. Die Busfahrerin war glaub ich etwas verstoert am Ende... 10 singende Backpacker... uiuiui.
Als wir ankamen, konnten wir uns am Anfang gar nicht bewegen, weil es SO heiss war. Alle waren klitschnass geschwitzt, obwohl wir nur auf der Wiese gesessen hatten. Aber irgendwann kam dann ein bisschen Wind auf und wir konnten tanzen gehen. Es sind hauptsaechlich Reggae-Bands aufgetreten... das konnte man schon am Publikum sehen :D Seeehr viele Hippies und Kiffer! Wir haben sogar Nadine dort getroffen - die Frau, bei der wir anderthalb Wochen gewwooft haben. War sehr lustig. Irgendwann gegen 9 Uhr Abends fingen wir dann aber an, uns zu langweilen. Das war so ein Tiefpunkt, an dem keiner mehr Lust hatte zu tanzen und die meisten nur noch nach Hause wollten. Aber unser Bus war fuer 3 Uhr morgens bestellt. Ich hab mir dann einfach gedacht, dass wir vielleicht einfach das beste aus der restlichen Zeit machen sollten. Und das hat sogar geklappt! Wir haben uns die Feuershow angeschaut, die wirklich toll war! Und zum Schluss stand eine weltklasse Band auf der Buehne! Ich hab sogar 3 Leute gefunden, mit denen ich pogen konnte :D Das hat mich seeehr gluecklich gemacht., hehe.
Und als wir dann zurueck im Hostel waren, sind Jen (ein Maedchen aus Schottland) und ich noch mit Klamotten in den Pool gesprungen. Sehr erfrischend. Danach war ich aber auch k.o. und bin ins Bettchen gegangen.
Naja. Und heute ist halt Sonntag. Langweilig wie immer :D Aber ist auch mal ganz gut, wenn man sich ein bisschen ausruhen kann, denn morgen muessen wir ja wieder arbeiten. Mal schauen, was heute noch so passiert. Wahrscheinlich nicht viel.
Ich leg mich noch was hin jetzt :D
Bis bald!
Freitag war dann endlich wieder Wochenende! Nach der Arbeit bin ich erst unter die Dusche gehuepft und hab dann ein bisschen was gelesen und gechillt. Abends sind wir dann nebenan in die Bar gegangen und haben unseren "free jug" getrunken. Alle, die in unserem Hostel wohnen bekommen freitags naemlich immer 1114 mL Bier umsonst! Und das ist ja schon einiges ;)
Ich hatte eigentlich keine zu hohen Erwartungen an den Abend, weil es bisher ja immer langweilig war, aber diesen Freitag war es echt okay. Ich hatte einige nette Konversationen ueber Globalisierung und sonstigen Bloedsinn. Irgendwann kam dann aber so ein komischer Typ an und hat mich zu getextet. Am Anfang habe ich das noch ueber mich ergehen lassen, aber irgendwann fing er dann an, wirklich widerliche Dinge von sich zu geben... Er meinte unter anderem, dass Juden nach altem Gas stinken wuerden. Damit war der nette Abend dann vorbei fuer mich. Bin ins Bett gegangen und schlecht gelaunt eingeschlafen.
Der Tag gestern ging damit los, dass wir alle zusammen einkaufen gegangen sind im Bottle Shop. Bisschen Bier, bisschen Wein... Dann haben wir das alles zusammengepackt und haben uns auf den Weg nach Mission Beach gemacht. Dort fand naemlich das "Mission Evolve Music Festival" statt. Ich war sooo voller Vorfreude! Endlich mal wieder anstaendige Musik und nette Leute.
Die Party ging eigentlich schon in unserem Shuttle Bus los. Die Busfahrerin war glaub ich etwas verstoert am Ende... 10 singende Backpacker... uiuiui.
Als wir ankamen, konnten wir uns am Anfang gar nicht bewegen, weil es SO heiss war. Alle waren klitschnass geschwitzt, obwohl wir nur auf der Wiese gesessen hatten. Aber irgendwann kam dann ein bisschen Wind auf und wir konnten tanzen gehen. Es sind hauptsaechlich Reggae-Bands aufgetreten... das konnte man schon am Publikum sehen :D Seeehr viele Hippies und Kiffer! Wir haben sogar Nadine dort getroffen - die Frau, bei der wir anderthalb Wochen gewwooft haben. War sehr lustig. Irgendwann gegen 9 Uhr Abends fingen wir dann aber an, uns zu langweilen. Das war so ein Tiefpunkt, an dem keiner mehr Lust hatte zu tanzen und die meisten nur noch nach Hause wollten. Aber unser Bus war fuer 3 Uhr morgens bestellt. Ich hab mir dann einfach gedacht, dass wir vielleicht einfach das beste aus der restlichen Zeit machen sollten. Und das hat sogar geklappt! Wir haben uns die Feuershow angeschaut, die wirklich toll war! Und zum Schluss stand eine weltklasse Band auf der Buehne! Ich hab sogar 3 Leute gefunden, mit denen ich pogen konnte :D Das hat mich seeehr gluecklich gemacht., hehe.
Und als wir dann zurueck im Hostel waren, sind Jen (ein Maedchen aus Schottland) und ich noch mit Klamotten in den Pool gesprungen. Sehr erfrischend. Danach war ich aber auch k.o. und bin ins Bettchen gegangen.
Naja. Und heute ist halt Sonntag. Langweilig wie immer :D Aber ist auch mal ganz gut, wenn man sich ein bisschen ausruhen kann, denn morgen muessen wir ja wieder arbeiten. Mal schauen, was heute noch so passiert. Wahrscheinlich nicht viel.
Ich leg mich noch was hin jetzt :D
Bis bald!
Sonntag, 11. Oktober 2009
Alles Banane...
So. Jetzt habe ich schon lange nix mehr geschrieben, was aber nur daran liegt, dass nix Grossartiges mehr passiert ist.
Die Zeit vergeht wie im Flug und ich koennte nicht mehr genau sagen, was ich Montag oder Dienstag oder Mittwoch usw gemacht habe. Es ist eigentlich jeden Tag das Gleiche :D
Zusaetzlich zu unserem Job auf der Bananenfarm haben wir auch noch einen Job in der Bar angeboten bekommen. Wir haben nicht mal danach gefragt :D Der Besitzer kam einfach auf uns zu und hat vorgeschlagen, dass wir ja mal probearbeiten koennten. Wir waren etwas ueberrascht, weil es hier im Hostel ja Leute gibt, die schon seit Wochen auf einen Job warten und kurz vorm Verzweifeln sind und uns werden gleich zwei Jobs angeboten. Glueckspilze.
Naja, wir dachten uns, dass man das ja mal testen kann und mussten dann freitags abends mal aushelfen. Ist etwas doof, weil der Freitag Abend der einzige Abend ist, an dem hier auch nur ansatzweise irgendwas passiert. Die Arbeit hat mir dann auch keinen Spass gemacht. Wir sollten eigentlich die ganze Zeit nur rumlaufen und leere Glaeser einsammeln, spuelen und Getraenke nachfuellen in die Kuehlschraenke. Hat mich zu sehr an Eisdielenarbeit erinnert :D Ich habe mich dann auch gegen diesen Job entschieden. Das ist mir einfach zu viel. Vor allem, weil wir jetzt auch ab und an die Gelegenheit haben, samstags auf der Farm zu arbeiten und dafuer viel mehr Geld bekommen, als fuer die paar Stunden in der Freitag Nacht. Und man muss sich dann schon entscheiden. Man kann ja nicht in der Nacht von Freitag auf Samstag bis 3 uhr morgens arbeiten und dann um 5 wieder aufstehen und Bananenarbeit erledigen.
Hm... was ist noch passiert? Eigentlich ist es ziemlich ruhig hier. Nach der Arbeit duschen, einkaufen, kochen, chillen und dann ab ins Bett. Und so geht's eigentlich jeden Tag. Der Alltag ist eingekehrt ;) Aber das macht nix, weil man ja weiss, wofuer man es tut. Und die Zeit vergeht schnell. Bald haben wir genug Geld gespart und koennen erstmal eine Weile reisen :) Ausserdem gibt es hier so viele nette Leute, dass es halb so schlimm ist. Wie sagt man noch? "Geteiltes Leid ist halbes Leid."
Gestern Abend haben wir zusammen mit ein paar anderen Maedels DVD Abend gemacht und hatten den genialen Plan, "Midnight Margartias" zu trinken. Wir mussten also vorher noch in den Bottleshop (Alkohol bekommt man hier nicht im Supermarkt, man muss immer extra in die Getraenkelaeden gehen) und haben uns alle was zu trinken ausgesucht. Erstaunt waren wir, als wir gesehen haben, dass der "Margarita Mix" nur 10$ kostet - fuer australische Verhaeltnisse seeehr wenig! Wir haben das dann natuerlich sofort mitgenommen!
Nach der ersten DVD war es dann Mitternacht und wir wollten unsere Cocktails trinken. Es wurde allen reichlich eingeschenkt und jeder fing voller Vorfreude an, am Margarita zu nippen. Wir mussten dann leider feststellen, dass das Zeug ziemlich sauer geschmeckt hat und auf der Zunge brannte. Alkohol konnte ich irgendwie auch nicht rausschmecken. Naja. Uns ist dann klar geworden, dass man noch ungefaehr zwei Flaschen Tequila benoetigt haette, um aus dem Zeugs n Cocktail zu mischen. So kann man auch ohne Alkohol einen lustigen Abend haben ;)
Und heute habe ich eigentlich den ganzen Tag nur gelesen :D Tut aber auch gut, wenn man weiss, dass man morgen wieder um halb 5 aufstehen muss. Gleich wollen wir was kochen... Uns gehen nur leider langsam die Rezepte aus! Also wer Vorschlaege hat... immer her damit ;)
Nun ja. Ihr werdet wieder von mir hoeren ;) Vielleicht passiert ja doch noch etwas Erwaehnenswertes... man weiss es nicht :D
Haut rein!
Die Zeit vergeht wie im Flug und ich koennte nicht mehr genau sagen, was ich Montag oder Dienstag oder Mittwoch usw gemacht habe. Es ist eigentlich jeden Tag das Gleiche :D
Zusaetzlich zu unserem Job auf der Bananenfarm haben wir auch noch einen Job in der Bar angeboten bekommen. Wir haben nicht mal danach gefragt :D Der Besitzer kam einfach auf uns zu und hat vorgeschlagen, dass wir ja mal probearbeiten koennten. Wir waren etwas ueberrascht, weil es hier im Hostel ja Leute gibt, die schon seit Wochen auf einen Job warten und kurz vorm Verzweifeln sind und uns werden gleich zwei Jobs angeboten. Glueckspilze.
Naja, wir dachten uns, dass man das ja mal testen kann und mussten dann freitags abends mal aushelfen. Ist etwas doof, weil der Freitag Abend der einzige Abend ist, an dem hier auch nur ansatzweise irgendwas passiert. Die Arbeit hat mir dann auch keinen Spass gemacht. Wir sollten eigentlich die ganze Zeit nur rumlaufen und leere Glaeser einsammeln, spuelen und Getraenke nachfuellen in die Kuehlschraenke. Hat mich zu sehr an Eisdielenarbeit erinnert :D Ich habe mich dann auch gegen diesen Job entschieden. Das ist mir einfach zu viel. Vor allem, weil wir jetzt auch ab und an die Gelegenheit haben, samstags auf der Farm zu arbeiten und dafuer viel mehr Geld bekommen, als fuer die paar Stunden in der Freitag Nacht. Und man muss sich dann schon entscheiden. Man kann ja nicht in der Nacht von Freitag auf Samstag bis 3 uhr morgens arbeiten und dann um 5 wieder aufstehen und Bananenarbeit erledigen.
Hm... was ist noch passiert? Eigentlich ist es ziemlich ruhig hier. Nach der Arbeit duschen, einkaufen, kochen, chillen und dann ab ins Bett. Und so geht's eigentlich jeden Tag. Der Alltag ist eingekehrt ;) Aber das macht nix, weil man ja weiss, wofuer man es tut. Und die Zeit vergeht schnell. Bald haben wir genug Geld gespart und koennen erstmal eine Weile reisen :) Ausserdem gibt es hier so viele nette Leute, dass es halb so schlimm ist. Wie sagt man noch? "Geteiltes Leid ist halbes Leid."
Gestern Abend haben wir zusammen mit ein paar anderen Maedels DVD Abend gemacht und hatten den genialen Plan, "Midnight Margartias" zu trinken. Wir mussten also vorher noch in den Bottleshop (Alkohol bekommt man hier nicht im Supermarkt, man muss immer extra in die Getraenkelaeden gehen) und haben uns alle was zu trinken ausgesucht. Erstaunt waren wir, als wir gesehen haben, dass der "Margarita Mix" nur 10$ kostet - fuer australische Verhaeltnisse seeehr wenig! Wir haben das dann natuerlich sofort mitgenommen!
Nach der ersten DVD war es dann Mitternacht und wir wollten unsere Cocktails trinken. Es wurde allen reichlich eingeschenkt und jeder fing voller Vorfreude an, am Margarita zu nippen. Wir mussten dann leider feststellen, dass das Zeug ziemlich sauer geschmeckt hat und auf der Zunge brannte. Alkohol konnte ich irgendwie auch nicht rausschmecken. Naja. Uns ist dann klar geworden, dass man noch ungefaehr zwei Flaschen Tequila benoetigt haette, um aus dem Zeugs n Cocktail zu mischen. So kann man auch ohne Alkohol einen lustigen Abend haben ;)
Und heute habe ich eigentlich den ganzen Tag nur gelesen :D Tut aber auch gut, wenn man weiss, dass man morgen wieder um halb 5 aufstehen muss. Gleich wollen wir was kochen... Uns gehen nur leider langsam die Rezepte aus! Also wer Vorschlaege hat... immer her damit ;)
Nun ja. Ihr werdet wieder von mir hoeren ;) Vielleicht passiert ja doch noch etwas Erwaehnenswertes... man weiss es nicht :D
Haut rein!
Mittwoch, 30. September 2009
Nur noch ganz kurz...
Da ich ja jetzt mehr als einen Monat hier sein werde, duerft ihr mir gerne Post schicken :D
Banana Barracks
c/o Anna Schroeder
50 Butler Street
4854 Tully QLD
Australia
Wuerde mich freuen und ich schreib auch zurueck :)
Banana Barracks
c/o Anna Schroeder
50 Butler Street
4854 Tully QLD
Australia
Wuerde mich freuen und ich schreib auch zurueck :)
Dienstag, 29. September 2009
Leben im Kaff und Bananenbaumblattschneiderkarriere
So. Ich hab mal wieder die Zeit gefunden, was zu schreiben.
Wir sind jetzt seit einer Woche hier in Tully und es hat sich doch einiges getan, auch wenn es im Grunde genommen ziemlich oede hier ist :D
Ich fang mal mit der Arbeit an: Letzte Woche Donnerstag hatten wir unseren ersten Tag. Um halb 6 morgens mussten wir vor der Hostel sitzen und auf unseren Bus warten. Peter, unser Vorgesetzter, hat uns dann dort abgeholt und wir sind zusammen mit den anderen Maedchen, die auch dort arbeiten, zur Farm gefahren. Die Arbeit war am Anfang ziemlich anstrengend. Wir mussten die schlechten Blaetter von den Bananenbaeumen abschneiden. Dafuer hat man so ein ungefaehr 3 Meter langes Messer. Man laeuft quasi von Baum zu Baum und schneidet Blaetter ab. Das geht ganz schoen in den Nacken, weil man ja immer nach oben gucken muss. Aber ist Gewoehnungssache. Zu unseren Aufgaben gehoert ausserdem das "stringing": man bindet jeweils zwei Baeume aneinander, damit diese bei Wind nicht umkippen. Dann mussten wir im Verlauf dieser ersten Arbeitswoche auch noch auf den Feldern mithelfen und neue Baeume pflanzen und Stauden beschneiden. Eigentlich ist es auch immer das selbe. Entweder man schneidet die Blaetter oder man beschneidet die Stauden oder man bindet Baeume aneinander. Morgens und mittags haben wir dann immer Pause und zwischendrin auch immer kleinere Wasserpausen, in denen wir trinken koennen. Das ist auch sehr wichtig, weil es richtig heiss ist und die Sonne super stark scheint. Mag jetzt alles nach harter Arbeit klingen, aber es ist auf jeden Fall besser, als fuer die Deutsche Post zu arbeiten :D Psssst!
Wir verdienen in der Woche 500$ und muessen damit die Hostel und Essen und Internet zahlen und wollen nebenher auch noch sparen, um bald weiterreisen zu koennen. Aber erstmal wollen wir jetzt ungefaehr einen Monat hier in Tully bleiben, vielleicht auch laenger.
Zu Tully laesst sich auch nicht viel erzaehlen. Es ist klein, haesslich und langweilig und ohne Arbeit wuerde ich es hier vermutlich keine Woche aushalten. Aber so ist man ja meistens beschaeftigt und nach der Arbeit ist man viel zu muede, um noch irgendwas zu unternehmen.
Ausserdem sind die Leute hier in der Hostel alle sehr nett und wir haben auch schon Anschluss gefunden ;) So laesst es sich dann aushalten.
Das Wochenende war wohl etwas deprimierend. Wir wollten am Freitag eigentlich Tonas Geburtstag nachfeiern im "Rafters" - das ist hier der einzige "Nachtclub" im Ort. Aber anfangs war gar nichts los und alle haben sich einfach die Birne zugekippt und als dann gegen halb 1 endlich mal getanzt wurde, waren wir dann viel zu muede, um noch lange durchzuhalten und sind kurz darauf schlafen gegangen. Sehr lustig war aber, dass auf einmal Marlen vor uns stand - eine der Leute, die wir in Sydney kennengelernt hatten. Sie und eine andere Bekannte (Marina) waren voellig unabhaengig von uns auch in Tully gelandet. Mit Marina arbeiten wir jetzt sogar zusammen. Sehr cool :) So klein ist Australien, haha.
Am Sonntag wollten Tona und ich mal raus aus Tully und haben ueberlegt, dass es ganz cool waere, nach Mission Beach an den Strand zu fahren. An der Rezeption teilte man uns dann jedoch mit, dass Bustickets ONE WAY 20$ pro Person kosten und das war uns entschlossen zu viel. Also hatten wir die glorreiche Idee, dass wir ja trampen koennten :D Voellig planlos sind wir dann also bis zum Highway gelatscht und wussten nicht, ob wir uns das wirklich trauen. Aber ich hab dann einfach mal den Daumen rausgestreckt und das erste Auto, das vorbeikam hat dann auch direkt angehalten :D Wir haben uns das natuerlich erstmal angeguckt... Bei irgendeinem schmierigen LKW-Fahrer waeren wir sicherlich nicht eingestiegen. Aber am Steuer sass eine junge Frau, die auf dem Ruecksitz auch noch einen kleinen Jungen sitzen hatte. Wir also rein da :D Und die Frau war echt nett! Hat uns bis nach Mission Beach gefahren und dann auch angeboten, uns wieder mit zurueckzunehmen :) Wir hatten dann den ganzen Tag Zeit, am Strand zu liegen und etwas essen zu gehen. Eine seeehr nett Abwechslung zum Hostel! Und abends hat Roxy, also die Frau, uns dann wieder abgeholt! Jetzt haben wir Nummern getauscht und sie meinte, dass sie uns oefter mal mitnehmen koennte. Sehr praktisch! So viel Glueck kann man haben :) Anna und Antonia Supertramp!
Ansonsten gibts eigentlich nicht so viel zu berichten. Arbeit, Arbeit, Arbeit... Und das Internet hier ist sau teuer, also seid nicht sauer, wenn ich nicht direkt antworte auf Mails und nicht so viel hier auf dem Blog poste!
Ich meld mich wieder ;)
Wir sind jetzt seit einer Woche hier in Tully und es hat sich doch einiges getan, auch wenn es im Grunde genommen ziemlich oede hier ist :D
Ich fang mal mit der Arbeit an: Letzte Woche Donnerstag hatten wir unseren ersten Tag. Um halb 6 morgens mussten wir vor der Hostel sitzen und auf unseren Bus warten. Peter, unser Vorgesetzter, hat uns dann dort abgeholt und wir sind zusammen mit den anderen Maedchen, die auch dort arbeiten, zur Farm gefahren. Die Arbeit war am Anfang ziemlich anstrengend. Wir mussten die schlechten Blaetter von den Bananenbaeumen abschneiden. Dafuer hat man so ein ungefaehr 3 Meter langes Messer. Man laeuft quasi von Baum zu Baum und schneidet Blaetter ab. Das geht ganz schoen in den Nacken, weil man ja immer nach oben gucken muss. Aber ist Gewoehnungssache. Zu unseren Aufgaben gehoert ausserdem das "stringing": man bindet jeweils zwei Baeume aneinander, damit diese bei Wind nicht umkippen. Dann mussten wir im Verlauf dieser ersten Arbeitswoche auch noch auf den Feldern mithelfen und neue Baeume pflanzen und Stauden beschneiden. Eigentlich ist es auch immer das selbe. Entweder man schneidet die Blaetter oder man beschneidet die Stauden oder man bindet Baeume aneinander. Morgens und mittags haben wir dann immer Pause und zwischendrin auch immer kleinere Wasserpausen, in denen wir trinken koennen. Das ist auch sehr wichtig, weil es richtig heiss ist und die Sonne super stark scheint. Mag jetzt alles nach harter Arbeit klingen, aber es ist auf jeden Fall besser, als fuer die Deutsche Post zu arbeiten :D Psssst!
Wir verdienen in der Woche 500$ und muessen damit die Hostel und Essen und Internet zahlen und wollen nebenher auch noch sparen, um bald weiterreisen zu koennen. Aber erstmal wollen wir jetzt ungefaehr einen Monat hier in Tully bleiben, vielleicht auch laenger.
Zu Tully laesst sich auch nicht viel erzaehlen. Es ist klein, haesslich und langweilig und ohne Arbeit wuerde ich es hier vermutlich keine Woche aushalten. Aber so ist man ja meistens beschaeftigt und nach der Arbeit ist man viel zu muede, um noch irgendwas zu unternehmen.
Ausserdem sind die Leute hier in der Hostel alle sehr nett und wir haben auch schon Anschluss gefunden ;) So laesst es sich dann aushalten.
Das Wochenende war wohl etwas deprimierend. Wir wollten am Freitag eigentlich Tonas Geburtstag nachfeiern im "Rafters" - das ist hier der einzige "Nachtclub" im Ort. Aber anfangs war gar nichts los und alle haben sich einfach die Birne zugekippt und als dann gegen halb 1 endlich mal getanzt wurde, waren wir dann viel zu muede, um noch lange durchzuhalten und sind kurz darauf schlafen gegangen. Sehr lustig war aber, dass auf einmal Marlen vor uns stand - eine der Leute, die wir in Sydney kennengelernt hatten. Sie und eine andere Bekannte (Marina) waren voellig unabhaengig von uns auch in Tully gelandet. Mit Marina arbeiten wir jetzt sogar zusammen. Sehr cool :) So klein ist Australien, haha.
Am Sonntag wollten Tona und ich mal raus aus Tully und haben ueberlegt, dass es ganz cool waere, nach Mission Beach an den Strand zu fahren. An der Rezeption teilte man uns dann jedoch mit, dass Bustickets ONE WAY 20$ pro Person kosten und das war uns entschlossen zu viel. Also hatten wir die glorreiche Idee, dass wir ja trampen koennten :D Voellig planlos sind wir dann also bis zum Highway gelatscht und wussten nicht, ob wir uns das wirklich trauen. Aber ich hab dann einfach mal den Daumen rausgestreckt und das erste Auto, das vorbeikam hat dann auch direkt angehalten :D Wir haben uns das natuerlich erstmal angeguckt... Bei irgendeinem schmierigen LKW-Fahrer waeren wir sicherlich nicht eingestiegen. Aber am Steuer sass eine junge Frau, die auf dem Ruecksitz auch noch einen kleinen Jungen sitzen hatte. Wir also rein da :D Und die Frau war echt nett! Hat uns bis nach Mission Beach gefahren und dann auch angeboten, uns wieder mit zurueckzunehmen :) Wir hatten dann den ganzen Tag Zeit, am Strand zu liegen und etwas essen zu gehen. Eine seeehr nett Abwechslung zum Hostel! Und abends hat Roxy, also die Frau, uns dann wieder abgeholt! Jetzt haben wir Nummern getauscht und sie meinte, dass sie uns oefter mal mitnehmen koennte. Sehr praktisch! So viel Glueck kann man haben :) Anna und Antonia Supertramp!
Ansonsten gibts eigentlich nicht so viel zu berichten. Arbeit, Arbeit, Arbeit... Und das Internet hier ist sau teuer, also seid nicht sauer, wenn ich nicht direkt antworte auf Mails und nicht so viel hier auf dem Blog poste!
Ich meld mich wieder ;)
Mittwoch, 23. September 2009
Tully
Sooo... es gibt mal wieder Neues zu berichten!
Seit gestern sind wir raus aus dem Dschungel. Die letzten Tage ist dort auch nicht mehr wirklich viel passiert. Erwaehnenswert waere vielleicht noch die "Party" am Samstag :D Julia, die deutsche Buschfrau, hat uns mitgenommen zu einer Frau namens Kerry. Dort sollte angeblich eine Riiiesenparty steigen. Als wir ankamen sassen etwa 8 alte Menschen um einen Tisch rum und haben Wein getrunken. Wir waren begeistert. Der Abend nahm dann so seinen Lauf... es gab Dinner und es wurde ueber alles moegliche geplaudert. Interessant waren eigentlich nur die kleinen Wallabies, die ueberall durchs Haus gehuepft sind :) Ziemlich coole Sache. Und dann ging's los... Kerry (die mindestens 70 war!!) sass da so auf ihrem Stuhl und hat dann so ein Tuetchen mit gruenem Zeugs ausgepackt... Daraus wurde schnell der erste Joint gebastelt :D Und dann kam der naechste und der naechste... Tona und ich waren total geschockt und wollten das Ganze gar nicht glauben... Ich mein... ne 70jaehrige Oma, die einen nach dem anderen raucht :D Ziemlich lustig. Uns wurde dann auch was angeboten, aber wir haben dankend abgelehnt. Ansonsten war der Abend trotzdem ziemlich oede. Genau wie die naechsten Tage. Wir haben es dann einfach nicht mehr gepackt und haben Nadine dann gesagt, dass wir weiterreisen wollen. Sie war auch nicht boese oder so und hat uns sogar angeboten, uns bis nach Tully zu fahren.
Und jetzt sind wir seit gestern hier und eben kam direkt die erfreuliche Nachricht: Wir haben Arbeit auf einer Bananenfarm bekommen :) Heute morgen waren wir noch ziemlich fertig... Es ist Tonas Geburtstag und wir konnten nicht reinfeiern, weil hier echt gar nix los ist unter der Woche und dann kam noch hinzu, dass alle uns gesagt haben, dass es hier keine Arbeit gibt und wir besser weiterreisen wuerden. Und jetzt klappts doch :) Ich bin echt mal gespannt, wie das wird. Habe mir eben noch einen Hut gekauft und eine Lunchbox und dann kanns morgen um 5:30 Uhr losgehen!
Leider kann ich gerade nicht so viel schreiben, weil noch andere Leute an den PC wollen. Aber ich werd mir die Tage mehr Muehe geben und dann detailierter berichten!
Bis dann!
Seit gestern sind wir raus aus dem Dschungel. Die letzten Tage ist dort auch nicht mehr wirklich viel passiert. Erwaehnenswert waere vielleicht noch die "Party" am Samstag :D Julia, die deutsche Buschfrau, hat uns mitgenommen zu einer Frau namens Kerry. Dort sollte angeblich eine Riiiesenparty steigen. Als wir ankamen sassen etwa 8 alte Menschen um einen Tisch rum und haben Wein getrunken. Wir waren begeistert. Der Abend nahm dann so seinen Lauf... es gab Dinner und es wurde ueber alles moegliche geplaudert. Interessant waren eigentlich nur die kleinen Wallabies, die ueberall durchs Haus gehuepft sind :) Ziemlich coole Sache. Und dann ging's los... Kerry (die mindestens 70 war!!) sass da so auf ihrem Stuhl und hat dann so ein Tuetchen mit gruenem Zeugs ausgepackt... Daraus wurde schnell der erste Joint gebastelt :D Und dann kam der naechste und der naechste... Tona und ich waren total geschockt und wollten das Ganze gar nicht glauben... Ich mein... ne 70jaehrige Oma, die einen nach dem anderen raucht :D Ziemlich lustig. Uns wurde dann auch was angeboten, aber wir haben dankend abgelehnt. Ansonsten war der Abend trotzdem ziemlich oede. Genau wie die naechsten Tage. Wir haben es dann einfach nicht mehr gepackt und haben Nadine dann gesagt, dass wir weiterreisen wollen. Sie war auch nicht boese oder so und hat uns sogar angeboten, uns bis nach Tully zu fahren.
Und jetzt sind wir seit gestern hier und eben kam direkt die erfreuliche Nachricht: Wir haben Arbeit auf einer Bananenfarm bekommen :) Heute morgen waren wir noch ziemlich fertig... Es ist Tonas Geburtstag und wir konnten nicht reinfeiern, weil hier echt gar nix los ist unter der Woche und dann kam noch hinzu, dass alle uns gesagt haben, dass es hier keine Arbeit gibt und wir besser weiterreisen wuerden. Und jetzt klappts doch :) Ich bin echt mal gespannt, wie das wird. Habe mir eben noch einen Hut gekauft und eine Lunchbox und dann kanns morgen um 5:30 Uhr losgehen!
Leider kann ich gerade nicht so viel schreiben, weil noch andere Leute an den PC wollen. Aber ich werd mir die Tage mehr Muehe geben und dann detailierter berichten!
Bis dann!
Donnerstag, 17. September 2009
Das Leben im Dschungel ;)
So, jetzt sind wir schon seit fast 4 Tagen im Dschungel und ich muss sagen: man gewoehnt sich dran. Es ist eigentlich wie mit dem "Sugar Shack", unserem zweiten Hostel in Sydney. Als wir da eingecheckt hatten, dachten wir auch, dass wir das nie im Leben ueberstehen wuerden mit der Stinkeoma und den Kakerlaken. Und im Endeffekt verging die Woche wie im Flug. Die Sache ist, dass man den Kopf nicht haengen lassen darf, denn davon vergeht die Zeit auch nicht schneller. Und wir sehen es mittlerweile schon lockerer hier. Ich aerger mich bloss, dass ich meine Dreadlocks abgeschnitten habe, denn das wuerde echt perfekt passen gerade :D
Nun ja. Jetzt ein bisschen was zu den Ereignissen der letzten Tage.
Die Nacht von Sonntag auf Montag war eigentlich gar nicht so schlimm, wie zunaechst befuerchtet, was aber wahrscheinlich auch daran lag, dass wir einfach totmuede waren und sofort eingeschlafen sind. Montag morgen durften wir dann "ausschlafen", d.h. wir sind so gegen 9 Uhr aufgestanden. Dann kam der unangenehmere Part: Duschen im Freien! Gott sei Dank gab es warmes Wasser, auch wenn man dafuer immer die Autobatterie anzapfen muss. Und wenn man aus der Dusche kommt, will man eigentlich direkt wieder drunter, weil alles um diese Wanne rum total verdreckt ist. Nach dem Fruehstueck sind wir alle zusammen nach Innisfail gefahren, um dort ein paar Dinge zu erledigen. Erst waren wir in einem Moebelgeschaeft, wobei mir die Kinder dort sehr leid getan haben, weil ueberall Betten rumstanden und die sowas von zu Hause ja gar nicht kennen. Und ich haette mich am liebsten in eines reingelegt und geschlaaaafen. Danach ging es noch in so einen anderen Laden, wo es halt allerlei Krimskrams gab. Ich hab mir sofort eine neue Taschenlampe gekauft, weil man ohne echt aufgeschmissen ist hier draussen. Und Tona und ich standen sehr verzweifelt vorm Suessigkeitenregal und wollten eigentlich unbedingt Schokolade haben, aber das ist etwas unfair, wenn man sich Schoki kauft und die Kinder duerfen nix Suesses essen, weil es ja nicht "organic" ist. Also mussten wir das wohl oder uebel sein lassen :(
Danach ging es in den Supermarkt, wo Tona und ich uns alle Zutaten fuers Abendessen zusammensuchten, das wir dann spaeter kochen sollten. Nudeln mit Pilzsosse! Njammi!
Nach dem Einkauf ging es dann zurueck in den Dschungel und zwar zum Nachbarhaus. Dort laesst es sich etwas leichter aushalten, weil die Kinder immer beschaeftigt sind und mit anderen Kindern spielen, hehe. Ausserdem gibts da Kekse und Tee UND Internet.
Der Tag nahm dann so seinen Lauf. Abends mussten wir halt kochen und danach ging's dann auch schon fast ab ins Bett. So gegen 19 Uhr wird es hier immer stockduester und da es keinen Strom gibt, haben wir dann immer nur unsere Taschenlampen und ein paar Kerzen, um Licht zu machen. Wir haben uns nach dem Essen also noch ein Weilchen vor die Huette gesetzt und den Himmel beobachtet, denn die Sterne hier sind echt wahnsinnig schoen. Also wer romantisch veranlagt ist, sollte unbedingt mal nach Australien in den Dschungel reisen und auf die Nacht warten. Apropos Nacht... die Nacht von Montag auf Dienstag war grauenhaft. Ich konnte gar nicht einschlafen, weil von ueberall her Geraeusche kamen. Ziemlich gruselig.
Der Dienstag begann dann damit, dass Wren (die aelteste Tochter) zur Schule gegangen ist und Nadine mit den beiden anderen Toechtern (Melody und Harmony) zu den Nachbarn rueberfahren wollte. Tona und ich blieben zu Hause, weil wir unsere Chance witterten! Jetzt konnten wir endlich das fruehstuecken, was wir wollten! Nutellaaaa! Die hatten wir noch von unserem Aufenthalt in Cairns uebrig. Wir mussten bloss aufpassen, dass Nadine uns nicht erwischt. Und das ging auch gerade noch so gut.
Nach dem Fruehstueck wurde uns die Aufgabe erteilt, ein Regal zusammenzubauen. Ist jetzt etwas wacklig, aber was solls. Und danach sollten wir dann Koreander ernten, was gefuehlte Stunden gedauert hat. Nachmittags haben wir dann das Haus mal geputzt... BAAAH! Was da an Dreck zusammenkam...
Und dann gings mal wieder zu den Nachbarn. Deren Haus ist so eine Art Treffpunkt fuer alle Buschleute. Wir haben dort auch Julia und Marc mit Sohn Sawyer kennengelernt. Julia ist eigentlich Deutsche und kommt urspruenglich aus Wittenberg, wohnt jetzt aber seit vier Jahren hier in Australien. Sie hat uns erzaehlt, dass das Leben hier nicht so einfach ist, wenn man keine Arbeit und somit auch kein Geld hat. Ich hab mir dann gedacht, dass sie sicherlich ne Menge sparen koennte, wenn sie nicht immer diesen teuren, "organic" Biofrass kaufen wuerde, aber das hab ich fuer mich behalten :D
Mit Julia haben wir dann abends noch Essen gemacht und sind danach mal wieder direkt ins Bettchen gegangen und haben noch was gelesen oder so. Nicht sehr spannend.
Und gestern und heute ist dann auch nix Tolles mehr passiert. Wir mussten ein bisschen was arbeiten: auf die Kinder aufpassen, Essen machen, spuelen, putzen und Moskitonetze basteln, aber ansonsten war uns doch eher langweilig. Jetzt sitzen wir wieder hier bei den Nachbarn, wo Nadine uns hingebracht hat, weil es oben kein warmes Wasser mehr gibt und wir wollten doch ganz gerne duschen.
Ich denke viel nach ueber das Leben hier, aber irgendwie bin ich noch nicht zu einem Entschluss gekommen. Mal schauen.
Ihr fehlt mir :) Bis bald.
Sonntag, 13. September 2009
Bushgirls!?
So. Seit ich das letzte mal geschrieben habe, ist einiges passiert und es wuerde viel zu lange dauern, alles zu erzaehlen, deswegen fasse ich jetzt einfach grob das Wichtigste zusammen.
Am Freitag ging es von Sydney nach Cairns, allerdings gestaltete sich die Anreise nicht ganz einfach. Wir wollten so gegen 17 Uhr aus dem Hostel raus sein und uns auf den Weg zum Flughafen machen, also sind wir runter zur Rezeption gegangen und haben den beiden Maedels dort gesagt, dass wir gerne einen Shuttlebus zum Flughafen bestellen wuerden. Die haben uns dann auch Tickets verkauft und gesagt, wir sollten draussen warten. Leider kam erstmal kein Shuttlebus und wir mussten gefuehlte Stunden dort sitzen und warten. Als dann doch einer ankam und hielt, meinte der Fahrer zu uns, dass wir die falschen Tickets haetten und nicht mitfahren koennten. Erster Nervenzusammenbruch. Dann sind wir wieder rein gegangen und haben noch andere Tickets bekommen fuer einen Bus um 17:30 Uhr. Der kam dummerweise auch nicht. Zweiter Nervenzusammenbruch. Nachdem wir dann wieder eine Viertelstunde gewartet hatten, haben wir uns entschieden, ein Taxi zu rufen und sind reingegangen, um die ganzen Tickets umzutauschen und unser Geld zurueckzubekommen. Aber das Taxi kam erstmal auch nicht. Dritter Nervenzusammenbruch. Ich hatte schon die schlimmsten Horrorvorstellungen, was passieren wuerde, wenn wir den Flug verpassen und wo wir dann bleiben sollen und wie wir unser Geld zurueckbekommen. Aber das Taxi kam dann gluecklicherweise doch noch und wir sind 5 Minuten vor Ende des Check ins am Flughafen angekommen. Der Flug verlief dann auch ganz gut und wir sind dann auch sofort in unser Hostel in Cairns gefahren worden und konnten auch noch einchecken. Das war erstmal beruhigend, aber wir waren so fertig, dass wir nicht mehr grossartig was machen konnten und sind erstmal auf unser Zimmer gegangen. Da haben wir dann eine andere Deutsche getroffen, die uns erzaehlt hat, dass es ihr ziemlich mies ginge und ob wir uns nicht zu ihr setzen wollten. Das haben wir dann natuerlich auch gemacht und uns noch ein bisschen mit ihr unterhalten. Sie hatte ziemlich krasses Heimweh und hat uns gesagt, dass es ziemlich schwer sei Anschluss zu finden, wenn man ganz alleine reist und zudem auch noch ein bisschen schuechtern ist. Wir haben dann noch eine Stunde mit ihr gesprochen und sind dann auch ins Bett gegangen.
Der Samstag verlief relativ ruhig, weil wir beide nicht wirklich Lust hatten viel zu unternehmen. Also lagen wir einfach nur faul im Hostel rum und haben uns ein bisschen sonnen lassen, was am Pool auch sehr gut moeglich war :) Abends fingen dann unsere Baeuche an zu grummeln und wir wollten in den Supermarkt gehen und was zu Essen besorgen. Konnten ja nicht ahnen, dass in Cairns die Supermaerkte um 16 Uhr nachmittags schliessen... Wir mussten dann in so einem Convenience Store einkaufen, was ziiiemlich teuer war, aber immerhin sind wir am Ende satt geworden... Nudeln mit Tomatensosse... njammi.
Nach dem Essen wussten wir nicht wirklich etwas mit uns anzufangen und dachten uns, dass wir uns zu ein paar anderen setzen koennten, um ein bisschen zu plaudern und den Klaengen der Gitarre zu lauschen ;) Aber das ging erstmal in die Hose, weil wir uns dann doch nicht so richtig getraut haben. Zwei Stunden spaeter haben wir's dann doch noch auf die Reihe bekommen und es war eigentlich noch ein netter, musikalischer Abend!
Heute morgen mussten wir dann sehr frueh aufstehen, um unseren Bus nach Mission Beach zu bekommen, wo uns Nadine, unsere WWOOFing Gastmutter, abholen sollte. In Mission Beach angekommen mussten wir erstmal feststellen, dass wir keinen Empfang hatten und somit auch nicht bei Nadine anrufen konnten, um ihr zu sagen, wo wir sind und dass sie uns abholen soll. Wir haben es dann mehrfach ueber die Telefonzelle versucht, bis es beim dritten Mal endlich klappte - das war ungefaehr zwei Stunden spaeter als geplant.
Aber Nadine ist dann vorbei gekommen und hat uns mitgenommen und wir durften gleich die ganze Familie kennenlernen. Sie und ihr Mann Benjamin haben vier kleine Kinder, die eigentlich alle sehr lieb sind und kein Problem hatte, direkt auf uns zuzugehen, wohingegen wir natuerlich erstmal etwas schuechtern und unsicher waren. Wir sind dann erst ein bisschen in Mission Beach geblieben und haben etwas zu Mittag gegessen. Dann ging's los zur "Farm". Es faellt mir jetzt etwas schwer, das Ganze zu beschreiben, denn der Schock sitzt noch tief. Das Haus ist quasi nur eine kleine Blechhuette mit Kueche, ein paar Stuehlen und Regalen, einem Bett und mehreren Matratzen, auf denen die Kinder schlafen. Tona und ich hatten die Wahl zwischen einem undichten Tipi mit Feuerstelle in der Mitte oder einer sogenannten "Loft", die aber eigentlich nur eine zusammengebastelte Plattform unter einem Blechdach ist und sich nicht IM, sondern VOR dem Haus befindet. Schien uns aber besser zu sein, als das wasserdurchlaessige Zelt. Also schlafen wir jetzt da in der freien Natur mitten im Dschungel. Das ist Hippielifestyle pur! Es gibt kein Licht und keinen Strom und das Essen wird groesstenteils selbst angebaut. Wir sitzen jetzt gerade bei den Nachbarn, die eigentlich genauso leben, nur halt ein bisschen komfortabler. Aber die haben auch alle einen an der Klatsche :D Wenn man aus dem Fenster guckt, sieht man nur Urwald, Urwald, Urwald... Wir hocken echt mitten im Busch. Mal sehen, ob wir das wirklich zwei Wochen hier aushalten werden... es ist einfach das totale Gegenteil von dem, was ich bisher kennengelernt habe... Naja, wir versuchen jetzt einfach, es als Abenteuer zu betrachten. Aber wenn ich mir vorstelle, dass es Menschen gibt, die so ihr ganzes Leben verbringen, dann wird mir doch etwas mulmig im Bauch. Hier gibt es jetzt gleich auf jeden Fall etwas zu essen - natuerlich alles selbst geerntet in dem riesigen "Garten". Bin mal gespannt, wie das wird. Ich musste eben Fruechte schaelen, die ich noch nie zuvor gesehen hatte... Ziemlich krass alles. Aber ich will jetzt versuchen, mich davon nicht runterziehen zu lassen. Wird schon ;)
Wie gesagt, ich kann das jetzt alles nicht genauer beschreiben, weil es einfach zu viel waere, aber ich werd die naechsten Tage mal versuchen, ein paar Fotos hochzuladen, damit ihr euch selbst ein Bild davon machen koennt.
Bis dahin, muchachos...
Am Freitag ging es von Sydney nach Cairns, allerdings gestaltete sich die Anreise nicht ganz einfach. Wir wollten so gegen 17 Uhr aus dem Hostel raus sein und uns auf den Weg zum Flughafen machen, also sind wir runter zur Rezeption gegangen und haben den beiden Maedels dort gesagt, dass wir gerne einen Shuttlebus zum Flughafen bestellen wuerden. Die haben uns dann auch Tickets verkauft und gesagt, wir sollten draussen warten. Leider kam erstmal kein Shuttlebus und wir mussten gefuehlte Stunden dort sitzen und warten. Als dann doch einer ankam und hielt, meinte der Fahrer zu uns, dass wir die falschen Tickets haetten und nicht mitfahren koennten. Erster Nervenzusammenbruch. Dann sind wir wieder rein gegangen und haben noch andere Tickets bekommen fuer einen Bus um 17:30 Uhr. Der kam dummerweise auch nicht. Zweiter Nervenzusammenbruch. Nachdem wir dann wieder eine Viertelstunde gewartet hatten, haben wir uns entschieden, ein Taxi zu rufen und sind reingegangen, um die ganzen Tickets umzutauschen und unser Geld zurueckzubekommen. Aber das Taxi kam erstmal auch nicht. Dritter Nervenzusammenbruch. Ich hatte schon die schlimmsten Horrorvorstellungen, was passieren wuerde, wenn wir den Flug verpassen und wo wir dann bleiben sollen und wie wir unser Geld zurueckbekommen. Aber das Taxi kam dann gluecklicherweise doch noch und wir sind 5 Minuten vor Ende des Check ins am Flughafen angekommen. Der Flug verlief dann auch ganz gut und wir sind dann auch sofort in unser Hostel in Cairns gefahren worden und konnten auch noch einchecken. Das war erstmal beruhigend, aber wir waren so fertig, dass wir nicht mehr grossartig was machen konnten und sind erstmal auf unser Zimmer gegangen. Da haben wir dann eine andere Deutsche getroffen, die uns erzaehlt hat, dass es ihr ziemlich mies ginge und ob wir uns nicht zu ihr setzen wollten. Das haben wir dann natuerlich auch gemacht und uns noch ein bisschen mit ihr unterhalten. Sie hatte ziemlich krasses Heimweh und hat uns gesagt, dass es ziemlich schwer sei Anschluss zu finden, wenn man ganz alleine reist und zudem auch noch ein bisschen schuechtern ist. Wir haben dann noch eine Stunde mit ihr gesprochen und sind dann auch ins Bett gegangen.
Der Samstag verlief relativ ruhig, weil wir beide nicht wirklich Lust hatten viel zu unternehmen. Also lagen wir einfach nur faul im Hostel rum und haben uns ein bisschen sonnen lassen, was am Pool auch sehr gut moeglich war :) Abends fingen dann unsere Baeuche an zu grummeln und wir wollten in den Supermarkt gehen und was zu Essen besorgen. Konnten ja nicht ahnen, dass in Cairns die Supermaerkte um 16 Uhr nachmittags schliessen... Wir mussten dann in so einem Convenience Store einkaufen, was ziiiemlich teuer war, aber immerhin sind wir am Ende satt geworden... Nudeln mit Tomatensosse... njammi.
Nach dem Essen wussten wir nicht wirklich etwas mit uns anzufangen und dachten uns, dass wir uns zu ein paar anderen setzen koennten, um ein bisschen zu plaudern und den Klaengen der Gitarre zu lauschen ;) Aber das ging erstmal in die Hose, weil wir uns dann doch nicht so richtig getraut haben. Zwei Stunden spaeter haben wir's dann doch noch auf die Reihe bekommen und es war eigentlich noch ein netter, musikalischer Abend!
Heute morgen mussten wir dann sehr frueh aufstehen, um unseren Bus nach Mission Beach zu bekommen, wo uns Nadine, unsere WWOOFing Gastmutter, abholen sollte. In Mission Beach angekommen mussten wir erstmal feststellen, dass wir keinen Empfang hatten und somit auch nicht bei Nadine anrufen konnten, um ihr zu sagen, wo wir sind und dass sie uns abholen soll. Wir haben es dann mehrfach ueber die Telefonzelle versucht, bis es beim dritten Mal endlich klappte - das war ungefaehr zwei Stunden spaeter als geplant.
Aber Nadine ist dann vorbei gekommen und hat uns mitgenommen und wir durften gleich die ganze Familie kennenlernen. Sie und ihr Mann Benjamin haben vier kleine Kinder, die eigentlich alle sehr lieb sind und kein Problem hatte, direkt auf uns zuzugehen, wohingegen wir natuerlich erstmal etwas schuechtern und unsicher waren. Wir sind dann erst ein bisschen in Mission Beach geblieben und haben etwas zu Mittag gegessen. Dann ging's los zur "Farm". Es faellt mir jetzt etwas schwer, das Ganze zu beschreiben, denn der Schock sitzt noch tief. Das Haus ist quasi nur eine kleine Blechhuette mit Kueche, ein paar Stuehlen und Regalen, einem Bett und mehreren Matratzen, auf denen die Kinder schlafen. Tona und ich hatten die Wahl zwischen einem undichten Tipi mit Feuerstelle in der Mitte oder einer sogenannten "Loft", die aber eigentlich nur eine zusammengebastelte Plattform unter einem Blechdach ist und sich nicht IM, sondern VOR dem Haus befindet. Schien uns aber besser zu sein, als das wasserdurchlaessige Zelt. Also schlafen wir jetzt da in der freien Natur mitten im Dschungel. Das ist Hippielifestyle pur! Es gibt kein Licht und keinen Strom und das Essen wird groesstenteils selbst angebaut. Wir sitzen jetzt gerade bei den Nachbarn, die eigentlich genauso leben, nur halt ein bisschen komfortabler. Aber die haben auch alle einen an der Klatsche :D Wenn man aus dem Fenster guckt, sieht man nur Urwald, Urwald, Urwald... Wir hocken echt mitten im Busch. Mal sehen, ob wir das wirklich zwei Wochen hier aushalten werden... es ist einfach das totale Gegenteil von dem, was ich bisher kennengelernt habe... Naja, wir versuchen jetzt einfach, es als Abenteuer zu betrachten. Aber wenn ich mir vorstelle, dass es Menschen gibt, die so ihr ganzes Leben verbringen, dann wird mir doch etwas mulmig im Bauch. Hier gibt es jetzt gleich auf jeden Fall etwas zu essen - natuerlich alles selbst geerntet in dem riesigen "Garten". Bin mal gespannt, wie das wird. Ich musste eben Fruechte schaelen, die ich noch nie zuvor gesehen hatte... Ziemlich krass alles. Aber ich will jetzt versuchen, mich davon nicht runterziehen zu lassen. Wird schon ;)
Wie gesagt, ich kann das jetzt alles nicht genauer beschreiben, weil es einfach zu viel waere, aber ich werd die naechsten Tage mal versuchen, ein paar Fotos hochzuladen, damit ihr euch selbst ein Bild davon machen koennt.
Bis dahin, muchachos...
Freitag, 11. September 2009
Donnerstag, 10. September 2009
Big city life...
Sooo. Heute ist unser letzter Tag hier in Sydney und morgen geht's dann rueber nach Cairns. Ist ein bisschen traurig, dass sich die Wege hier jetzt wieder trennen und alle Leute, die man kennengelernt hat auf einmal dann weg sind. Aber ich denke, das wird noch so haeufig vorkommen und Menschen werden kommen und gehen... Und eigentlich freu ich mich auch, endlich raus hier zu sein. Sydney ist eine tolle Stadt und es gibt unheimlich viel zu sehen, aber man trifft ueberall nur Deutsche, Deutsche, Deutsche... das ist nicht so foerderlich, wenn man eigentlich gerne mal Englisch reden wuerde.
Wir haben uns jetzt als "WWOOFer" beworben. Das bedeutet, dass man bei australischen Bauern auf der Farm arbeitet und dafuer umsonst dort leben und essen kann. Wir dachten uns, dass das vielleicht ganz cool waere fuer den Anfang, um mal einen tieferen Einblick in das Alltagsleben der Australier zu ergattern. Leider haben wir bisher nur Absagen bekommen :( Steht aber noch ein bisschen was aus und die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Ansonsten werden wir uns einfach weiter bewerben. Irgendwann muss es ja mal klappen.
Die letzten Tage hier waren eigentlich alle sehr schoen. Ich weiss gar nicht mehr genau, was alles passiert ist, weil es vermutlich einfach zu viel war.
Wir sind viel durch Sydney gelaufen und haben unter anderem dann auch unseren Flug nach Cairns gebucht. Montag Abend haben wir dann versucht lieb zu sein und wollten Muffins fuer die Maike backen, die dann am Dienstag Geburtstag hatte. Das ist allerdings ziiiemlich in die Hose gegangen :D Dummerweise haben wir es naemlich nicht auf die Reihe bekommen, ein Plastiktablett von einem Backblech zu unterscheiden... Und Plastik im Ofen kommt wirklich nicht so gut an. Es roch dann jedenfalls auf einmal ziemlich seltsam und beim Blick in den Backofen wurde klar, dass unser "Blech" sich irgendwie aufgeloest hatte. Die Muffins konnten wir dann aber doch noch retten und Maike hat sie sogar fast alle aufgegessen!
Dienstag Abend sind wir dann auch wieder feiern gegangen im "Gaff". Dieses mal war es richtig cool. Die anderen sind irgendwie um 1 Uhr weg gewesen, aber Tona und ich haben es tapfer bis halb 6 Uhr morgens durchgezogen! Dementsprechend muede waren wir dann auch am Mittwoch. Am spaeten Nachmittag konnten wir uns dann aber doch noch aufraffen und sind Richtung Harbour Bridge und Opera house gelaufen, weil wir ein paar schoene Bilder vom Sonnenuntergang machen wollten. Auf dem Weg dorthin sind wir durch den Botanischen Garten spaziert, der wirklich wunderschoen ist! Man kann einiges entdecken, wenn man die Augen weit aufmacht. An den Baeumen haengen hunderte Flughunde, die auf den ersten Blick aussehen, wie kleine Lampions. Und zwischen tausenden verschiedenen Arten von Pflanzen sieht man immer mal wieder ein paar Kakadus vorbeihuepfen. Wir waren dann so fasziniert, dass wir kurzzeitig vergessen haben, weiterzulaufen. Das hat uns dann auch den Sonnenuntergang gekostet, der dummerweise schon vorbei war, als wir den perfekten Ort zum Fotografieren gefunden hatten. Die Bilder sind trotzdem ganz cool geworden, aber ich kann sie hier im Internetcafe leider nicht hochladen :( Kommt noch...
Gestern Abend haben wir uns dann in den TV room gechillt und wollten eigentlich "American Gangster" gucken. Hat aber nicht ganz geklappt, weil ich vor lauter Muedigkeit immer eingenickt bin. Die Sofas sind aber auch echt bequem!
Naja. Und jetzt sitzen wir mal wieder hier vorm PC und hatten eigentlich gehofft, dass uns irgendjemand eine positive Antwort auf unsere WWOOF Bewerbungen geschickt hat, was ja aber leider nicht der Fall ist :( Abwarten...
Gleich moechten wir nach Bondi fahren und uns da das Einkaufszentrum anschauen und ein bisschen spazieren gehen. Und heut abend wird der letzte Abend sein, an dem wir alle so zusammensitzen werden, deswegen wollen wir irgendwas Besonderes kochen. Leider faellt uns nicht wirklich was ein :D Haetten besser mal ein Kochbuch eingepackt... Mal sehen.
So. Das reicht jetzt erstmal. Ich meld mich wieder, wenn wir in Cairns gelandet sind und wissen, wie es weitergehen wird :)
Wir haben uns jetzt als "WWOOFer" beworben. Das bedeutet, dass man bei australischen Bauern auf der Farm arbeitet und dafuer umsonst dort leben und essen kann. Wir dachten uns, dass das vielleicht ganz cool waere fuer den Anfang, um mal einen tieferen Einblick in das Alltagsleben der Australier zu ergattern. Leider haben wir bisher nur Absagen bekommen :( Steht aber noch ein bisschen was aus und die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Ansonsten werden wir uns einfach weiter bewerben. Irgendwann muss es ja mal klappen.
Die letzten Tage hier waren eigentlich alle sehr schoen. Ich weiss gar nicht mehr genau, was alles passiert ist, weil es vermutlich einfach zu viel war.
Wir sind viel durch Sydney gelaufen und haben unter anderem dann auch unseren Flug nach Cairns gebucht. Montag Abend haben wir dann versucht lieb zu sein und wollten Muffins fuer die Maike backen, die dann am Dienstag Geburtstag hatte. Das ist allerdings ziiiemlich in die Hose gegangen :D Dummerweise haben wir es naemlich nicht auf die Reihe bekommen, ein Plastiktablett von einem Backblech zu unterscheiden... Und Plastik im Ofen kommt wirklich nicht so gut an. Es roch dann jedenfalls auf einmal ziemlich seltsam und beim Blick in den Backofen wurde klar, dass unser "Blech" sich irgendwie aufgeloest hatte. Die Muffins konnten wir dann aber doch noch retten und Maike hat sie sogar fast alle aufgegessen!
Dienstag Abend sind wir dann auch wieder feiern gegangen im "Gaff". Dieses mal war es richtig cool. Die anderen sind irgendwie um 1 Uhr weg gewesen, aber Tona und ich haben es tapfer bis halb 6 Uhr morgens durchgezogen! Dementsprechend muede waren wir dann auch am Mittwoch. Am spaeten Nachmittag konnten wir uns dann aber doch noch aufraffen und sind Richtung Harbour Bridge und Opera house gelaufen, weil wir ein paar schoene Bilder vom Sonnenuntergang machen wollten. Auf dem Weg dorthin sind wir durch den Botanischen Garten spaziert, der wirklich wunderschoen ist! Man kann einiges entdecken, wenn man die Augen weit aufmacht. An den Baeumen haengen hunderte Flughunde, die auf den ersten Blick aussehen, wie kleine Lampions. Und zwischen tausenden verschiedenen Arten von Pflanzen sieht man immer mal wieder ein paar Kakadus vorbeihuepfen. Wir waren dann so fasziniert, dass wir kurzzeitig vergessen haben, weiterzulaufen. Das hat uns dann auch den Sonnenuntergang gekostet, der dummerweise schon vorbei war, als wir den perfekten Ort zum Fotografieren gefunden hatten. Die Bilder sind trotzdem ganz cool geworden, aber ich kann sie hier im Internetcafe leider nicht hochladen :( Kommt noch...
Gestern Abend haben wir uns dann in den TV room gechillt und wollten eigentlich "American Gangster" gucken. Hat aber nicht ganz geklappt, weil ich vor lauter Muedigkeit immer eingenickt bin. Die Sofas sind aber auch echt bequem!
Naja. Und jetzt sitzen wir mal wieder hier vorm PC und hatten eigentlich gehofft, dass uns irgendjemand eine positive Antwort auf unsere WWOOF Bewerbungen geschickt hat, was ja aber leider nicht der Fall ist :( Abwarten...
Gleich moechten wir nach Bondi fahren und uns da das Einkaufszentrum anschauen und ein bisschen spazieren gehen. Und heut abend wird der letzte Abend sein, an dem wir alle so zusammensitzen werden, deswegen wollen wir irgendwas Besonderes kochen. Leider faellt uns nicht wirklich was ein :D Haetten besser mal ein Kochbuch eingepackt... Mal sehen.
So. Das reicht jetzt erstmal. Ich meld mich wieder, wenn wir in Cairns gelandet sind und wissen, wie es weitergehen wird :)
Montag, 7. September 2009
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